3-er BMW wird ein Elektroauto

von Jürgen Vagt

der 3-er BMW soll nun elektrisch werden: https://www.golem.de/news/elektroauto-3er-bmw-soll-elektrisch-fahren-1707-128744.html
Genau BMW reagiert auf die Herausforderung von Tesla, ähnlich wie Volkswagen http://elektroautovergleich.org/2017/07/elektroautos-von-volkswagen-vw-geht-in-die-attacke/
BMW wirkt wie ein Getriebener, wenn man bedenkt, dass nun ein voll elektrischer Kompakter in den Markt eintritt und für einen Durchschnittspreis um die 42500 Us- Dollar angeboten wird. Damit kommt ein Angriff von Tesla ins Kernsegment der Bayern und der 3er BMW ist das meistverkaufte Modell der Bayern, also steigt der Handlungsdruck in der Kompaktklasse. Mit diesem elektrischen kompakten geht BMW nun einen weiteren Schritt zur Transformation zum elektromobilen Hersteller, denn BMW hat zwar schon 2011 einen Subbrand BMW i gegründet. Und aus dieser Untermarke sind der elektrische Kleinwagen BMW i 3 und der hybride Sportwagen i 8 entstanden und mit diesen Modellen ist BMW führend bei den elektrischen Antrieben im Vergleich zu den anderen deutschen Herstellern.

Elektroautos werden normaler

Einerseits das, und anderseits werden die Elektroautos nun 2017 ins normale Konzertangebot aufgenommen. Also wird Elektromobilität für BMW immer normaler.
Der elektrische Dreier wird im Jahr 2019 auf den Markt gebracht, aber der elektrische Golf wird schon auf der diesjährigen IAA das Flaggschiff der Bayern vorgestellt. Wird der elektrische Golf moderner? Teilweise ja, denn der elektrische 3-er teilt seine Plattform und sein Design mit seinen Verbrennerbrüdern. Für diese neue Plattform und die neue Modellreihe sind die Erfordernisse und Besonderheiten des elektrischen Antriebs berücksichtigt werden. Momentan setzen die Bayern noch nicht alles auf eine Karte, sondern verteilen das Risiko auf den elektrischen Antrieb und die Verbrennerantriebe. Aber das Flaggschiff wird nun elektrifiziert und erhält sogar eine Carbonkarosserie, nicht komplett aber immerhin erreicht der leichte und teure Werkstoff nun seinen Einsatz bei Mittelkasse. Fürs Elektroautos sind leichtere Karosserien sehr wichtig, weil der elektrische Antrieb nicht besonders leistungsstark ist. Die Fahrleistungen werden mit einem geringeren Gewicht bei einem elektrischen Antrieb besser, aber Carbon ist eben auch besonders teuer: Bald kommt auch der neue elektrische 3er in meine Ratgeber: http://elektroautovergleich.org/buecher-und-kurse-rund-ums-elektroauto/

Elektroautos von Start ups – eine Herausforderung für die Etablierten

von Jürgen Vagt

ich habe die Idee einen neuen Hersteller ins Innovationsthema Elektromobilität zu bauen, immer ein bisschen abwegig gehalten. Denn einerseits ist der Kapitalbedarf immens, es ist einfach sehr komplex und kapitalintensiv ein Auto durch die Zulassung zu bekommen und auf die Straße zu stellen. Zudem ist die Veränderung durch den elektrischen Antrieb im Automobilbau nicht so groß, dass sich die Konsumentenwünsche komplett drehen. Also durch das Smartphone konnte man sich organisieren und Bilder oder Filme anschauen und eben nicht mehr NUR telefonieren. Aber mit dem fossilen Auto konnte man auch schon Autofahren und es gibt eben etablierte Marken. Wer rassig und italienisch fahren will, der kauft eben Alfa Romeo und wer es solide und skandinavisch haben will, der kauft Volvo.

Start ups bauen elektrische Kleinwagen

Über Sion aus München habe ich schon berichtet: http://elektroautovergleich.org/2017/02/start-up-aus-muenchen-baut-einen-elektrischen-kleinwagen/
aber auch aus dem deutschen Mekka der Elektromobilität der RWTH Aachen kommen nun elektrische Kleinwagen http://elektroautovergleich.org/2017/05/elektroautos-aus-aachen-neues-von-der-rwth-aachen/
Sion will seinen Kleinwagen schon im Juli 2017 auf den Markt bringen und hofft den Produktionsstart im Sommer 2019 auf die Reihe zu bekommen und insgesamt hofft man um die 100000 Stück abzusetzen. Wie sinnvoll ist es, dass Start ups in das Kleinwagensegment vorstoßen? https://www.golem.de/news/mobilitaet-elektroautos-deutscher-start-ups-fordern-autobauer-heraus-1707-128932.html

Der elektrische Zweitwagen

Eine Chance ist sicherlich, dass beide Start ups sich auf das Kleinwagensegment fokussieren, denn das Elektroauto wird seine Karriere als Zweitwagen beginnen. Beide Konzepte beginnen im Preisniveau von 13000 € ohne und 16000 € mit Batterie, beide Konzepte sind zwar immer noch ein paar Tausend Euro teuer als konventioneller Verbrenner, aber mit diesem Preislevel werden sich aller Voraussicht ausreichend viele solvente Käufer finden, die einen elektrischen Kleinwagen für die Stadt haben möchten. In dem kapitalintensiven Automobilbau wird es schwierig sein, als Start up eigenständig zu bleiben, aber dann bleibt immer noch die Kompetenz in Sachen elektromobiler Antriebe. Damit wird man auch für die Etablierten interessant und kann seine elektromobilen Fähigkeiten entsprechend vergüten lassen. Ich muss und werde in ein paar Jahren meine Ratgeber erneuern, weil immer neue Fahrzeuge auf den Markt kommen. http://elektroautovergleich.org/buecher-und-kurse-rund-ums-elektroauto/

Das Elektroauto für die Massen – Tesla Modell 3 geht in Serie

von Jürgen Vagt

nun ist es ein Jahr her, dass Tesla seinen Kompakten Modell 3 vorgestellt hat und ein sehr positives Echo erzeugt hat. http://elektroautovergleich.org/neues-elektroauto-von-tesla-das-model-3/
Vor einem Jahr sind über 400000 Vorbestellungen eingegangen und vom meist verkauften Fahrzeug Volkswagen Golf werden im Jahr 220000 Fahrzeugen in Deutschland abgesetzt . Zudem ist das Modell 3 schon eine Landmarke, denn erstmals bringt Tesla einen voll elektrischen Kompakten auf die Straße, der um 30000 € kostet und so um die 350 Kilometer Reichweite haben wird, damit ist Tesla schon wieder oder immer noch der Industrie voraus. Denn die etablierte Autoindustrie holt auf, aber ist immer noch deutlich hinter den Leistungsparameter dieses voll elektrischen Kompakten von Tesla. http://elektroautovergleich.org/2017/05/elektroautos-von-hyundai-eindeutig-besser-als-der-elektrische-golf/
und auch die Großen der etablierten Autoindustrie haben heute im Sommer 2017 noch nichts Vergleichbares im Angebot: http://elektroautovergleich.org/2017/02/elektroauto-golf-von-volkswagen-ein-verriss/

Wird Tesla ein Massenhersteller

Nun ich habe bei meinen Ebooks auch eine Unternehmensgeschichte von Tesla : http://elektroautovergleich.org/buecher-und-kurse-rund-ums-elektroauto/ . Aber vom Erfolg dieses voll elektrischen Kompakten hängt es ab, ob Tesla die Transformation von Luxuslimousinenhersteller zu einem Massenhersteller schafft. Das Auto soll laut Tesla – angaben eine Reichweite von über 350 Kilometer haben und die Beschleunigung von 0 bis 100 Km/h in unter 6 Sekunden schaffen. https://www.golem.de/news/produktion-gestartet-musk-zeigt-erstes-serienfahrzeug-des-model-3-1707-128807.html . In den USA soll das Modell 3 um die 35000 US-Dollar kosten und mit diesem Preisniveau passt der Tesla 3 in die Kompaktoffensive der etablierten Hersteller, denn auch der Opel Ampera bewegt sich als voll elektrischer Kompakter auf diesem Preis- und Leistungsniveau. Aber es bleibt auch die Frage, ob das Modell 3 einen Gewinn pro Fahrzeug einfahren wird. Denn momentan macht Tesla immer noch 3 Mio Dollar Verlust pro Tag und manche Experten sind kritisch und manche sind optimistisch über die Zukunft von Tesla. Aber immerhin liegen 400000 Vorbestellungen vor und mit solchen Zahlen kann kein etablierter Autohersteller konkurrieren, aber wir sollen ja schon 500 Kilometer Reichweite bei den Mittelklasselimousinen von Daimler im Jahr 2020 sehen.

Elektroautos von Volkswagen – VW geht in die Attacke

von Jürgen Vagt

ich bin mir nicht sicher, ob ich über jedes Stöckchen springen soll, dass mir Volkswagen in Sachen Elektroauto hinhält. Denn diese Pressemitteilung ist sicherlich durch den Serienstart des Modells 3 von Tesla motiviert, aber Tesla und damit ein reiner Elektroautohersteller will nun in den Markt der Kompaktwagen eindringen und damit erfolgt ein Angriff auf das Kerngebiet von Volkswagen. Mit dem Golf haben Sie dieses Segment nicht erfunden, aber populär gemacht. In allen Kernmärkten des Automobilbaus sind die Kompakten die meistverkauften Automodelle und vom alle sozialen Schichten von Chefarzt und bis zur Sekretärin werden eben die Kompakten nachgefragt.

Kampf in der Kompaktklasse

Bei voll elektrischen Kompakten mit einem Preisschild von 30000 € will Volkswagen Markenchef Hubert Diess Tesla stoppen. https://www.heise.de/newsticker/meldung/Tesla-vs-Volkswagen-VW-zieht-in-den-Kampf-um-den-Elektroauto-Massenmarkt-3767026.html
Denn der Markenname sagt schon, dass VW Autos fürs Volk bauen sollte und eben hier erfolgt der Angriff durch Tesla. Momentan baut Tesla noch 80000 Fahrzeuge pro Jahr, aber im Jahr 2018 sollen es schon 500000 Fahrzeuge sein. Volkswagen pendelt mit seinem Absatz um die 6 Millionen Marke herum und mit der vorgestellten Studie ID soll ab 2020 ein voll elektrischer Kompakter die Konkurrenz im Zaum halten. Es werden seitens Volkswagen 600 Kilometer Reichweite versprochen und damit wäre man auch der Konkurrenz deutlich voraus. Insbesondere von Daimler werden auch 500 Kilometer Reichweite in der Mittelklasse versprochen, aber eben nicht für den Preis von 30000 €.
Kann Volkswagen diese Herausforderung bewältigen. Schwer zu sagen, einerseits gibt es den Dieselskandal und dieser wird 30 Milliarden kosten und diese Summe fehlt in der Entwicklung des Elektroautos und anderseits gibt es immer noch keine rentable Batteriefertigung in Deutschland. Selbst wenn die Elektroautokäufer gewonnen werden, ist immer noch nicht die Wertschöpfung gewonnen, weil es noch keine Batteriefertigung in Deutschland gibt. Gegenwärtig hat Renault schon das beste Image unter Autokäufern, was das Elektroauto angeht und in den 2010 er Jahren haben sich Autokäufer eine Meinung über elektromobilen Qualitäten der jeweiligen Autohersteller gemacht. Aber ich werde auch weiter meine Ratgeber aktualisieren: http://elektroautovergleich.org/buecher-und-kurse-rund-ums-elektroauto/

Volvo wird Elektroautohersteller

von Jürgen Vagt

in der politischen Diskussion wird nun an verschiedenen Stellen darüber debattiert, ob und wann es ein Zulassungsverbot für Verbrennungsmotoren geben soll. Die Grünen wollen ein Zulassungsverbot ab 2030 und nun taucht das Zulassungsverbot ab 2039 im Umfeld der französischen Regierung auf. Aber bei der Autoindustrie macht Volvo ernst und hat angekündigt, dass an 2019 jeder neue Volvo einen Elektromotor haben wird. https://www.welt.de/wirtschaft/article166287285/2019-beendet-Volvo-die-Aera-des-Verbrennungsmotors.html . Interessant ist die Begründung der Volvo Spitze, denn der Ausstieg aus dem Verbrenner wird mit Kundenwünschen gerechtfertigt. Man komme mit diesem gravierenden Schritt einfach Kundenwünschen nach, das gab der Volvo Vorstandvorsitzender an und damit wird der erste etablierte und konventionelle Autohersteller zu einem Elektroautohersteller. http://elektroautovergleich.org/volvo-baut-elektroautos-2016-kommt-ein-hybrid-2019-ein-voll-elektrisches-auto/ und http://elektroautovergleich.org/buecher-und-kurse-rund-ums-elektroauto/

Erstmal Hybride

Ab 2019 sollen erst mal ausschließlich Hybride von Volvo geben, es ist also nicht geplant, dass Volvo nur voll elektrische Antriebe anbietet. Wahrscheinlich wird der Wandel zum reinen Elektroautohersteller noch einige Jahrzehnte dauern. Mir ist Volvo bislang nicht als Vorreiter aufgefallen und gegenwärtig im Sommer 2017 haben Sie im Gegensatz zu z. B. Renault kein voll elektrisches Auto auf den Markt. Volvo hatte aber auch schon 2013 einen Hybrid in der Mittelklasse, den man aber als Testballon verbuchen kann. Mit dem Markenkern von Volvo ist es schwierig auf Elektroautos umzustellen, denn Volvo ist bekannt und geschätzt für äußerst langlebige Reisefahrzeuge. Und in den letzten 7 – 8 Jahren wurde das Elektroauto überwiegend als Kleinwagen angeboten, denn beim jetzigen Stand der Technik ist das Elektroauto als Kleinwagen sinnvoller und eben nicht als langstreckentaugliche Limousine. Aber anderseits hat Volvo eine gute Zielgruppe für den elektrischen Antrieb, also eine solvente und öko affine Zielgruppe. Typischerweise wird ein Volvo von der Erkundelehrer gekauft und mit so einer Zielgruppe ist der Umstieg auf den elektrischen Antrieb einfacher, als wenn Sportwagenbauer ist. Aber es bleibt fraglich, ob andere Hersteller den Weg folgen, denn wenn man das Pariser Klimaabkommen ernst nimmt muss der Verkehr bis 2050 CO neutral sein.

Elektroautos in der Intralogistik – Feldversuche in Berlin und Brandenburg

von Jürgen Vagt

So auf diesem Blog wurde nun erst mal genug politisiert und jetzt will ich erst mal ein etwas dröges Thema widmen. Denn in Brandenburg also dem Berliner Umfeld werden nun elektrifizierte Fahrzeuge in der Logistik erprobt. Wie funktionieren elektrische Fahrzeuge in der Intralogistik und können Sie jetzt also im Sommer 2017 in der Logistik eingesetzt werden. http://www.logistra.de/news-nachrichten/nfz-fuhrpark-lagerlogistik-intralogistik/8963/maerkte-amp-trends/elektromobilitaet-berlin-brandenburg-testet-di

Die Logistik gibt es nicht

Wenn man sich die Veränderungen in der Logistik anschaut, dann muss man differenzieren. Denn in der Innenstadtlogistik, also den Verteilerverkehren in den Städten kann man schon im Sommer 2017 elektrische Fahrzeuge einsetzen, wenn es denn die passenden Fahrzeuge gäbe. Zwar sind die Reichweiten soweit als dass man elektrische Fahrzeuge in der städtischen Versorgung einsetzen könnte, aber das Angebot ist seitens der Nutzfahrzeughersteller immer noch sehr schlecht. Es tut sich zwar Einiges: http://elektroautovergleich.org/2017/05/elektrotransporter-fuer-einen-fischhaendler-streetscooter-versorgt-den-mittelstand/
Aber tendenziell ist das immer noch schlecht und momentan kommen spannende Impulse von Akteuren außerhalb der Autoindustrie wie Streetscooter. Der Modellversuch erstreckt sich deshalb auf eine Metropole und ein dünnbesiedeltes Flächenland wie Brandenburg, um verschiedene Anforderungen an Fahrzeuge in der Logistik zu testen.

Überlandverkehr ist schwer, aber Intralogistik ist vielversprechend

Für Überlandstrecken werden wieder mal Lkws mit Wechselbatterien erprobt, also es werden Lkws mit Batterien ausgetauscht, um die Reichweite der Nutzfahrzeuge zu erweitern. Diese Ansätze hat es in der Phase der modernen Elektroautos seit 2009 immer mal wieder gegeben, aber beim Lkw werden einfach ein großes Drehmoment und spontane Reichweiten von 1000 Kilometern benötigt. Das ist aber mit elektrischen Antrieben beim Lkw nur schwerlich darstellbar, nun ich halte die Intralogistik für ein sinnvolles Anwendungsgebiet. Infralogistik ist der Lieferverkehr auf einem abgeschlossenen Gelände wie einem Fabrikgelände, Universitätsgelände oder einem Hafen. Hier werden gleichlange Versorgungsfahrten häufig wiederholt, so dass sich die Stärken des elektrischen Antriebs mit seinen niedrigen laufenden Kosten voll entfalten. Bei manchen Intralogistikanwendungen kann man auch schon beim jetzigen Angebot hinsichtlich des Ladevolumens und des Ladegewichts umsteigen. Ich werde auch bald einen Kurs veröffentlichen: http://elektroautovergleich.org/buecher-und-kurse-rund-ums-elektroauto/

Elektroautos stehen zur Wahl – Wie positionieren sich die Parteien

von Jürgen Vagt

die Grünen haben jetzt schon einmal den ersten Aufschlag produziert und das Ziel ins Parteiprogramm geschrieben, dass ab 2030 keine neuen Dieselmotoren mehr zugelassen werden. http://elektroautovergleich.org/2017/06/elektroautos-stehen-zur-wahl-zoff-bei-den-gruenen/
Und mit diesem politischen Paukenschlag will ich eine kleine Serie beginnen und beleuchten, wie einzelne Parteien zum Elektroauto stehen.
Die Grünen haben schon mal Ihren Claim abgesteckt und eine progressive Forderung ins Parteiprogramm geschrieben, das ist natürlich passend für eine Ökopartei. Und Fraktionsvorsitzender Anton Hofreiter begründet diese Positionierung eben auch explizit mit der Pariser Klimavereinbarung, denn wenn man 2030 keine Verbrenner mehr zulässt, dann hat man ab 2050 keine Emissionen durch den individualisierten Verkehr mehr .

FDP hält 2030 als Zielmarke für gefährlichen Unsinn

FDP – Chef Lindner hält diese Zielmarke für gefährlichen Unsinn, denn wenn man eine Zulassungsverbot für Dieselfahrzeuge ab 2030 einführt, würde man die Autohersteller mit Ihren 800000 Arbeitsplätzen gefährden. Und Lindner will nicht, dass die hoch rentable deutsche Autoindustrie mit Kaufprämien subventioniert wird. https://www.gruenderszene.de/automotive-mobility/fdp-lindner-zukunft-mobilitaet
Die Fördersummen für die Kaufprämie wären in einen staatlich finanzierten Ausbau der Ladeinfrastruktur besser investiert werden. Wenn man ein bisschen Distanz zu den beiden politischen Streithähnen gewinnt, muss man sagen, dass es sich nur noch um eine Frage der Jahreszahl handelt. Denn wenn Deutschland das Pariser Klimaabkommen einhalten will oder muss, dann muss irgendwann in der 2030 er Jahren ein Zulassungsverbot kommen. Ob dieses Zulassungsverbot nun 2030 oder 2039 kommt, bleibt fraglich.

Wer gefährdet den Standort Deutschland

Auf eine Zielmarke für das Zulassungsverbot zu verzichten, kann aber den Wirtschaftsstandort Deutschland auch gefährden, weil der deutsche Gesetzgeber nicht klar die Transformationsgeschwindigkeit zum elektrischen Antrieb bestimmt. Im europäischen Vergleich ist Deutschland der bedeutendste Absatzmarkt und daher sollte für Autohersteller auch der politische Wille klar sein, wann keine Verbrenner mehr zugelassen werden. Wenn ich mich Vertreter der Autoindustrie unterhalte, dann ist die Diskussion schon weiter. Es geht nicht ums Ob, sondern nur noch ums Wie der Einführung der elektromobilen Antriebe. http://elektroautovergleich.org/buecher-und-kurse-rund-ums-elektroauto/

Elektroautos stehen zur Wahl – Zoff bei den Grünen

von Jürgen Vagt

eigentlich sollte man als Berufspolitiker auf Mikros im Umfeld achten, aber der grüne Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat auf dem Parteitag der Grünen gepennt und nun kursieren seine Lästereien im Netz. Kretschmann hält die Forderung im Parteiprogramm der Grünen, dass ab 2030 nur noch elektrisch angetriebene Fahrzeuge zugelassen werden für Unsinn. Durch diese Forderung würden die Wahlchancen der Grünen bei der Bundestagswahl sinken und nun hat der Fraktionsvorsitzender der Grünen Hofreiter auf diese Aussage reagiert : http://www.spiegel.de/politik/deutschland/winfried-kretschmann-und-seine-wutrede-anton-hofreiter-widerspricht-a-1153885.html
Worum geht es in der Sachebene?
Kretschmann hält es für unmöglich, dass man ab 2030 die Ladeinfrastruktur soweit hat, als dass man komplett auf neue Verbrenner verzichten kann. Hofreiter meint, dass man keine zentrale Ladeinfrastruktur wie beim Verbrenner braucht, sondern dezentral an jeder Heimsteckdose aufladen kann.

Ladeinfrastruktur für Elektroautos – Ein schwieriges Thema

Hofreiter hat recht und die fehlende Ladeinfrastruktur wird immer mehr zur Scheindebatte, insbesondere wenn ab 2020 die Ladesäulen an den Autobahnen stehen und längere Fahrten von 300 – 400 Kilometer mit dem voll elektrischen Antrieb möglich sind. Dann kann man Verbrenner mit elektrischen Autos ersetzen, aber trotzdem bleibt das Ziel 2030 sehr ambitioniert. Einfach weil ein Auto 18 Jahre durchschnittlich im Einsatz sind und zudem werden die deutschen Hersteller erst in den 2020 er Jahren Ihr elektrischen Angebot ausweiten. Wenn Sie meinen, man müsse nicht die deutschen Hersteller schützen ist das richtig, aber 70 % der Deutschen kaufen einen Neuwagen von einer deutschen Konzernmarke.

Umstellungsgeschwindigkeit als politischer Streitpunkt

Langsam aber sicher nimmt der Wahlkampf Fahrt auf, und die Energiewende ist kaum relevant ist, aber Elektromobilität ist eben noch kontrovers und hier werden noch Konfliktlinien aufbrechen. Die Grünen positionieren sich klar hinter dem Thema mit weitreichenden Forderungen, aber welche Transformationsgeschwindigkeit verträgt die Gesellschaft. Lindner von der FDP hat sich noch nicht klar positioniert, aber ich gehe davon aus, dass er eine langsame Geschwindigkeit bei der Etablierung des Elektroautos haben will.

Elektroautos in den Firmenfuhrpark – welche Hürden gibt es wirklich?

von Jürgen Vagt

ich werde immer wieder mit Artikeln konfrontiert, es geht hier um die optimale und erfolgswirksame Einführung von Elektroautos in der Gegenwart. http://www.wiwo.de/unternehmen/auto/dienstwagen/ratgeber/e-autos-als-dienstwagen-politik-schafft-hindernisse-fuer-den-e-fuhrpark/19922782-3.html
Zu diesem Themenfeld habe ich ja schon diverse Kurse veröffentlicht: http://elektroautovergleich.org/buecher-und-kurse-rund-ums-elektroauto/
Ich freue mich zwar, dass meine Themen nun auch langsam in der Wirtschaftspresse aufgenommen wird, aber ich finde den Tenor des Artikels schwierig und problematisch.
Denn man vergleicht zu schnell Äpfel mit Birnen, weil Firmen einfach sehr unterschiedliche Bedürfnisse haben. Beim jetzigen Angebot und den Prognosen über neue Elektroautos in den nächsten Jahren, können nur bestimmte Unternehmen wie ambulante Pflegedienste, Gebäudereinigungen oder Kurierdienste auf Elektroautos umsteigen. Wenn man sich allgemein mit den Fuhrparks von Unternehmen beschäftigt, dann stößt man auf viele Probleme bei der Umstellung. http://elektroautovergleich.org/2017/05/elektroautos-als-firmenwagen-beginnt-der-durchmarsch/
So ist es auch der Wirtschaftswoche ergangen. Jetzt im Jahr 2017 können nur Dienstleister, die umfeldnah agieren und geringe Ladevolumen und Lasten benötigen, elektrische Fahrzeuge in die Firmenflotte einzuführen.

Welcher Hersteller bieten sich an

Nun entweder man fragt eine bestimmte Fahrzeugklasse nach wie zum Beispiel ambulante Pflegedienste, die nur Kleinstwagen einsetzen. Dann kann man bei einem Hersteller bleiben und bei diesen Tagesfahrleistungen kann man auch den kompletten Fuhrpark auf elektrische Fahrzeuge umstellen. Allerdings wenn man sich einen durchschnittlichen Fuhrpark anschaut, mit verschiedenen Fahrzeugen für Kundentermine und Lieferfahrzeugen, kann man sich auf eine Marke festlegen. Das ist bedauerlich, aber 2017 hat keine Hersteller ein so umfassendes Angebot an verschiedenen Fahrzeugtypen und Fahrzeugmodellen, als dass man mit einem gesamten Firmenfuhrpark umsteigen könnte. Also man muss Fahrzeuge mit einem bestimmten Fahrprofil heraus filtern, also Fahrzeuge mit einer geringen Tagesfahrleistung und einer hohen Wiederholungrate der Touren. Dann rechnet sich das Elektroauto jetzt schon, sonst bleibt es ein ökologisches Mobil, dass einen schönen Imageeffekt erzeugt. Zudem ist die Fuhrparkgröße entscheidend, denn man hat bei einem größeren Fuhrpark eine Flexibilität, so dass man der eingeschränkten Reichweite der voll elektrischen Antriebs zu Recht kommt.

Elektroautos von Audi – Fertigung in Brüssel

von Jürgen Vagt

man nimmt die Konzernstrategie von Volkswagen auch bei der Tochtermarke Audi ernst, bis 2025 sollen ein Viertel aller Fahrzeuge aus dem Hause Volkswagen rein elektrisch sein . 2018 soll durch Audi ein richtiger elektrische Suv auf den Markt kommen, dann ab 2019 soll ein elektrischer Gran Turismo auf den europäischen Markt kommen. http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/e-tron-sportback-audi-baut-zweites-elektroauto-in-bruessel/19962898.html
Nun werden die Pläne von Audi konkreter, ich hatte auch schon über die Planungen von Audi berichtet: http://elektroautovergleich.org/audi-und-das-elektroauto-ingolstaedter-erkennen-nachholbedarf/
Bei Audi gab es bislang auch noch nichts Überzeugendes im elektrischen Angebot, es hat zwar einen elektrischen A2 im Jahr 2013 gegeben, aber der war nur ein umgebauter Verbrenner und der wurde mehr als Pilotprojekt vermarktet. Bei dieser strategischen Entscheidung sieht man auch, dass Audi von Tesla gelernt hat, also der elektrische Antrieb wird als Innovation in der Oberklasse eingeführt. Aber ein Kleinwagen mit einem elektrischen Antrieb und einem sündhaften Preis wie eben der elektrifizierter A2 macht keinen Sinn.

Volkswagen muss punkten

Auch wenn Audi jetzt elektrische Fahrzeuge auf den Markt bringt, dann muss es jetzt klappen. Vergleichen mit anderen Herstellern haben Sie einen Nachholbedarf, deswegen muss es jetzt auch klappen, sonst wird die Volkswagenmarke immer mehr Boden gegenüber anderen Wettbewerber verlieren. Mit den neuen Elektroautos werden die Autos von Audi eben als eigenständige Elektroautos präsentiert und nicht mehr die umgebauten Verbrenner, die jetzt in der Gegenwart des Jahres 2017 für das elektrische Angebot des Hauses Volkswagen charakteristisch sind. http://elektroautovergleich.org/2017/02/elektroauto-golf-von-volkswagen-ein-verriss/
Und laut Audi- Vorstand sollen bei den Elektroautos ab 2018 erstmals ein Marge pro verkauften Neuwagen erreicht werden, diese ist zwar nicht so hoch wie bei den etablierten Verbrennern, aber es soll Geld verdient werden. Bis auf ein paar erbsen zählenden Bwler dürfte jedem klar sein, dass man Anfang einer innovativen Veränderung kein Geld verdient . Aber es müssen auch erst einmal Investitionen eingespielt werden, aber ich werde bald das neue Angebot von Audi in meine Ratgeber einbauen. http://elektroautovergleich.org/buecher-und-kurse-rund-ums-elektroauto/

Top
Blogverzeichnis - Bloggerei.de