Umweltskandale als Treiber von Umwelttechnologien – auch bei Elektroautos?

Der Abgasskandal ist, soviel ist jetzt schon sicher, ein Umweltskandal erster Güte. Diese Manipulation muss in einem Atemzug mit der Deepwater Horizon Katastrophe von 2010 und der Dioxinkatastrophe von Seveso im Jahre 1976 und Bhopal 1984 genannt werden. Aber im Gegensatz zu diesen Katastrophen ist einerseits das gesellschaftliche Klima sehr viel sensibler gegenüber Umweltverschmutzungen und anderseits sind Volkswagenkunden selbst betroffen. Das Thema Brent Spar drängt sich auch auf, denn als Erdölmultis Shell und BP eine Ölplattform 1995 in der Nordsee versenken wollten, ging ein Aufschrei durch die Öffentlichkeit. Die geplante Versenkung und das folgende Medienecho führte zu Umsatzeinbußen bei den Erdölmultis und da drängte sich der Vergleich mit Volkswagen auf. Das Auto ist im Durchschnittshaushalt die zweitgrößte Ausgabe und nun verliert das Fahrzeug an Wert, da der Hersteller mutmaßlich die Abgastests manipuliert haben. Das könnte den zukünftigen Absatz einbrechen lassen, nur positiv kann es für Volkswagen auswirken, da Umweltskandale medial gut funktionieren, wenn ein direkter Schaden für Mensch und Natur deutlich wird. Die Wirkungen von Abgasen auf die menschliche Gesundheit lassen sich nur schwer darstellen.

Glaubwürdigkeit von VW ist verspielt – Wie haben andere Konzerne reagiert

Der Schaden ist immens und noch nicht absehbar, aber wie geht es jetzt weiter?. Im Zuge des Brent Spar Debakels hat sich BP deutlich verändert und das Geschäftsfeld der erneuerbaren Energien massiv ausgebaut. Dies galt mit Abstrichen auch für Shell, diese unternehmenspolitischen Veränderungen hatten aber keinen Bestand. Das Brent Spar ereignete sich 1995 und der Ausbau der erneuerbaren Energien dauert bis in die Mitte der 2000 er Jahre an. Die Chemiekatastrophen in den 1980 er Jahren hat das Image der Chemiekonzerne nachhaltig lädiert, so war die Chemiewirtschaft in der 1960 er Jahren als Innovationstreiber angesehen und in der Gegenwart muss die Chemieindustrie die höchsten Gehälter zahlen, da Sie unter Akademiker ein geringes Ansehen genießt.

Nun ist der Diesel tot – Es lebe das Elektroauto

Wie Beispiel von BP und Brent Spar deutlich wird, kann so ein Skandal ein starker Treiber von Umwelttechnologien sein. Aber im Fall des Dieselfiaskos sprechen auch die Fakten für einen Ausbau der Elektroautoflotte. Denn im Jahr 2013 galt ein Elektroauto als ungefähr genauso schädlich wie ein Dieselfahrzeug und  als ein Benziner und wie heute bekannt wurde, sind die Abgastests des Diesels frisiert worden. Also stehen alle Zeichen bei Volkswagen auf den Ausbau der Elektroautos im Angebot.
Dieser schöne Gedankengang gilt, aber nur und auch wirklich nur dann, falls Volkswagen diesen Dieselskandal überlebt.

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