50 Jahre “ unsafe and any speed “ – Verbraucherschutz, Umweltbewusstsein der Volkswagenskandal


von Jürgen Vagt

Vor 50 Jahren hat der amerikanische Verbraucheranwalt Ralph Nader sein Buch “ unsafe and any speed „veröffentlicht, es wird als Meilenstein des amerikanischen Verbraucherschutz und der amerikanischen Umweltbewegung angesehen. Durch sein Buch soll das Auto der Chervolet Corvair zerstört worden sein, dessen Absatzzahlen nach der Veröffentlichung in der Tat zusammenbrach. Der Rest der Welt macht sich ja regelmäßig über das amerikanischen Rechtssystem lustig, weil durch das amerikanischen Präzedenzrechts, Mikrowellenhersteller Strafe zahlen müssen, weil ein Warnhinweis fehlt und Kunden Ihre Mikrowelle missbraucht haben, um den Pudel zu trocknen.

Infolge des Buches hatte in den 1960er Jahren die Automobilindustrie zum ersten Mal mit Produkthaftungsklagen zu tun, so wurde Chervolet mehrere hundertmal wegen dem gefährlichen Fahrverhalten verklagt und hat jeden Prozess gewonnen. Chervolet hatte im Nachhinein auch tendenziell Recht, denn der Corvair war nicht gefährlicher als andere Fahrzeuge. Aber das war eigentlich egal, denn das mediale Image war ruiniert und der Absatz des Corvairs ist zusammengebrochen und das gesellschaftliche Klima hatte sich verändert. Ralph Nader stilisiert sich gerne als Verbraucherschützer, aber man muss auch sagen, dass sich der Chervolet Corvair sich besser verkauft hat, als das Buch “ unsafe and any speed „. Die Wirkung hat sich über die Produkthaftungsklagen entfaltet, weil damit eine schöne Vorlage für amerikanische Juristen gelegt wurde.
Sei es drum, in der 1960er Jahren etabliert sich ein Verbraucher – und Umweltschutzbewusstsein in den USA. Das Buch war hierfür ein Auslöser und am Beginn der 1970 reagierte die amerikanische Regierung mit der Einführung der Umwelt- und Sicherheitsbehörden. Genau diese Behörden werden in den nächsten Jahren Volkswagen, das Leben wegen der manipulierten Software schwer machen.

Volkswagen in der Krise

Leider geht es hier wieder nur um die Verbrenner, aber ich muss mich daran gewöhnen. Denn der zweitgrößte Autohersteller wird durch den Skandal in seiner Existenz bedroht. Wie schon berichtet werden die amerikanischen Behörden nun dieses Fehlverhalten sanktionieren, aber auch die Wirkung in der amerikanischen Gesellschaft darf nicht unterschätzt werden. Mit einer tiefen Verbeugung hat der Volkswagenchef in Japan sich für das Verhalten seines Konzerns entschuldigt. Die Haus – und Hofberichterstatter der deutschen Automobilindustrie Autobild haben berichtet, dass nun Volkswagen den kompletten Schwenk zu elektromobilen Antrieben vollziehen will. Die strategische Entscheidung sei nun gefallen, darauf habe ich auch spekuliert. Es wurden auch einige Modelle vorgestellt, die wohl aus der Schublade gezogen wurden. Aber nun wird neben der Vergangenheitsbewältigung auch an Zukunftsmodellen gearbeitet.

Umweltbewusstsein und das Elektroauto in den USA

Eigentlich beschämend das ein 50 Jahre altes Buch mich auf das Thema USA bringt, aber ich sollte mir mal das gesellschaftliche Klima und das Produktportfolio der amerikanischen Autohersteller angucken. Mal sehen, was es neben Tesla noch so gibt.

Veröffentlicht von Jürgen Vagt

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