Elektroauto Toyota Mirai im Test – Wasserstofftechnologie vor dem Durchbruch

Von Jürgen Vagt

Nun ist er auf der Straße, die erste Toyota Mirai ist in Deutschland ausgeliefert worden.
Toyota hat in seinen Pressemitteilungen große Töne angeschlagen, mit dem Mirai kommt die Zukunft des Elektroautos nach Europa.
Im Wesentlichen ist das Wasserstoffauto, aber als Ergänzung zum Elektroauto gedacht. Das Elektroauto soll den innerstädtischen Verkehr abbilden und das Wasserstofffahrzeug wird auf Langstrecken genutzt.
Der japanische Autokonzern richtet seine Version auf den Wasserstoffantrieb aus, dies wurde erneut bekräftigt.

Wie funktioniert der Wasserstoffantrieb

Der Wasserstoffantrieb ist sehr ähnlich wie der Elektroantrieb, denn durch die Reaktion von Wasserstoff mit Sauerstoff wird Strom erzeugt. Nur das Speichermedium ist nicht wie bei einem Elektroauto z.B. dem Renault Zoe eine Batterie, sondern Wasserstoff. Wasserstoff kommt so nicht in der Natur vor, sondern muss durch Hinzufügen von Energie erst erzeugt werden. Aber wie beim Toyota Mirai reichen 5 Kg Wasserstoff für eine Fahrstrecke von 550 Kilometern und das Betanken von 5 Kg Wasserstoff dauert nur wenige Sekunden. Sofern der Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen wird, wäre das Wasserstoffauto ein sauberes Antriebskonzept. Das ist aber nicht überall auf der Welt der Fall

Mehr als ein Nischenfahrzeug ?

Nein, das liegt hauptsächlich am fehlenden Tankstellennetz. Gegenwärtig gibt es nur in Deutschland nur 19 Tankstellen und im Jahr 2023 sollen es 400 sein. Zwar wollen sich deutsche Unternehmen wie Lindegas, die sich mit flüssigen Gasen beschäftigen, im Feld der Wasserstofftechnologie etablieren. Aber gegenwärtig kostet ein Kilogramm Wasserstoff 9,50 € und damit ist der Betrieb des Mirai von Toyota teuer als ein sparsamer Diesel. Mit seinen 78450 € Einstiegspreis ist das für einen Kompaktwagen recht teuer und bis Ende 2016 sollen nur 60 Stück in Deutschland abgesetzt werden. Dann soll es jährlich 400 werden. Wer also ein modernes Unikat haben will, ist mit dem Toyota Mirai allerdings gut bedient.

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