Elektroautos und Carsharing

Von Jürgen Vagt

In den letzten 5 Jahren hat sich Carsharing aus der kleinen Ökonische zu einem stattlichen Markt entwickelt. Sind 2010 noch ein paar Tausend Fahrzeuge im Carsharingbetrieb unterwegs gewesen, so wird von Carsharing Fahrzeugen in diesem Jahr die Millionengrenze geschrammt.
In den letzten Jahren haben sich auch große Autokonzerne wie Mercedes mit Car to go und BMW mit DriveNow dem Thema Carsharing angenommen. Damit ist die Carshring Nutzung aus der Ökonische entkommen und erschließt sich wenig Auto-affine Großstädter. Eine große Innovation der letzten Jahre war das Freefloatingkonzept, dass das Carsharing veränderte.
Darauf basieren die Konzepte der Großkonzerne, man kann sich per Smartphone ein Auto buchen und es an einer beliebigen Stelle im Einzugsgebiet des Carsharing Unternehmens abstellen. Im Gegensatz zu früheren Zeiten entfällt der Zwang, das Fahrzeug an den Abholort zurück zubringen.
Natürlich hat auch die Smartphonenutzung in das Carsharing Einzug gehalten und ermöglicht flexibles Buchen der Fahrzeuge. http://green.wiwo.de/carsharing-elektroautos-machen-den-trend-jetzt-richtig-gruen/

Elektroautos und Carsharing – zwei Wahlverwandte

Parallel zu dem Wachstum des Carsharings hat sich auch das Elektroauto in den letzten fünf Jahren durchgesetzt. Das Wachstum des Carsharing ist, aber nur zu einem kleinen Teil durch Elektrofahrzeuge entstanden. So gibt es im September 2015 bescheidene 1561 Fahrzeuge im Bestand der Carsharingunternehmen: http://www.zeit.de/mobilitaet/2015-09/carsharing-elektroauto-probleme .
Allerdings hat das Carsharing eine starke öffentlichkeitswirksame Wirkung für das Elektroauto, denn der potenzielle Neukunde kann das Elektroauto unter Großstadtbedingungen testen ohne sich ein Neufahrzeug kaufen zu müssen.
Zudem ist die Reichweiteneinschränkung des rein elektrischen Fahrzeuges im Carsharingbetrieb kaum relevant, da der durchschnittliche Fahrtweg nur 5 – 7 Kilometer betragen.
Zudem sind die reinen Stromer eben für den Kurzstreckenbetrieb ausgelegt und eigenen sich für den Großstadtbetrieb. Gegenwärtig macht sich laut Branchenvertretern Ernüchterung breit, die meisten Fahrzeuge wurden im Rahmen der Modellversuche gefördert. Diese Förderungen laufen aus und daher wird angenommen, dass die Fahrzeuge nicht weiter betrieben werden. Zudem wird das Lademanagement der Batterie als problematisch für Carsharingbetreiber beschrieben.
Na ja, wer in den Innenstädten Carsharing anbietet sollte sich an Elektroautos gewöhnen, sonst schreibt der Gesetzgeber ihm die Nutzung vor.

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