Niedrige Treibstoffpreise gefährden das Elektroauto – nicht wirklich!

von Jürgen Vagt

Im Medienwald wird der gegenwärtige niedrige Benzin – bzw. Dieselpreis mit den schleppenden Absatz von Elektroautos verknüpft. Ich finde es ein bisschen unsinnig, denn momentan machen die voll elektrischen Antriebe immer noch deutlich weniger als 0,5 % des Gesamtmarktes aus und bei so einer kleinen Menge, kann man nicht seriös einen Vergleich mit dem sinkenden Treibstoffpreis ziehen. Es wird trotzdem von Meinungsführer wie Ferdinand Dudenhöffer getan, meiner Meinung ist der schleppende Absatz immer noch auf das kleine Angebot zurückzuführen. Die zu hohen Anschaffungspreis tun Ihre übriges, das habe ich ja schon im letzten Post beschrieben: http://elektroautovergleich.org/elektroauto-oder-benziner-wer-faehrt-guenstiger/ . Allerdings müssen auch die Nörgler akzeptieren, dass der Absatz sich um 73 % bei der voll elektrischen Antrieben vergrößert hat.

Der Klassiker der Diskussion – Das politische Ziel wird verfehlt

Egal, ob etwas Positives oder negatives in der Etablierung der Elektromobilität passiert, wird immer hervorgehoben, dass das politische Ziel von 1 Million Elektrofahrzeuge im Jahre 2020 verfehlt wird. Das passiert natürlich auch jetzt, aber seinen wir mal ehrlich, es wusste eigentlich jeder von Anfang an, dass der Staat keine Elektroautos baut und auch keine Autos nachfragt, aber der Bund hat keine schwammige Absichtserklärung, sondern ein klares quantitatives Ziel in die Gesellschaft hinein kommuniziert, so dass Hersteller Ihr Angebot verändern und Hybride wie auch voll elektrische Autos anbieten.

Kritik an der Dieselbesteuerung

Ich finde, aber die Kritik an der Dieselbesteuerung sehr gerechtfertigt, denn bei einem Dieselpreis von nur einem Euro, stellt sich die Frage, ob die niedrige Dieselbesteuerung nicht angehoben werden sollte.
Auch ein ökologisches Argument spricht für ein Anheben der Dieselbesteuerung, denn die Stickstoffbelastungen liegen in vielen deutschen Großstädten über dem europäischen Grenzwert. Einerseits verbraucht der Dieselmotor weniger Treibstoff als der Benziner, anderseits werden die Stickstoffbelastungen nicht im vollen Umfang in die Steuerberechnung einbezogen, so dass der Diesel zu einem gewissen Maße ungerechtfertigt einen Steuervorteil genießt.

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