Elektroautos mit Kaufprämie – Mit 5000 € Staatskohle zum Sechszylinder

Von Jürgen Vagt

Die jetzige Debatte um die Kaufprämie habe ich in den letzten Wochen ja ausgiebig nachgezeichnet, http://elektroautovergleich.org/werden-die-elektroautos-durch-die-kaufpraemie-erfolgreich , insbesondere da sich die Entscheidungssituation im politischen Berlin zuspitzt: http://elektroautovergleich.org/werden-die-elektroautos-durch-die-kaufpraemie-erfolgreich .
Im März soll es ja eine Entscheidung geben, aber heute möchte ich auf einen Kritikpunkt an der Kaufprämie eingehen. Denn der Spiegel brachte dieses Thema auf: http://www.spiegel.de/auto/aktuell/kaufpraemie-fuer-elektroautos-sechszylinder-mit-stuetze-vom-staat-a-1076226.html .
Im Wesentlichen geht es um die Frage, welche alternativen Antriebe eine staatliche Förderung bekommen sollen und welche nicht. Soll die Förderung nur für voll elektrische Antriebe, die im Regelfall in Kleinst – und Kleinwagen verbaut sind,gelten oder sollen auch Hybride, die sich vornehmlich im Mittelklasse oder Oberklasse anfinden, gefördert werden.
Also wenn die Förderung auch Hybride umfasst gibt es auch für einen SUV, der 20 Kilometer rein elektrisch fährt, eine staatlich finanzierten Zuschuss von wohl 5000 €.
Man muss natürlich auch an den Klimaschutz denken, wenn die großen Oberklasselimousinen gefördert werden, ist zwar immer noch besser als wenn es nur bei fossilen Antrieben bleibt. Aber Hybride sind natürlich nicht so umweltfreundlich wie voll elektrische Fahrzeuge.
Der Spiegel hat im Sinne des automobilen Neides die größten Hybride wie die Oberklasse von BMW aufgelistet, um sich über den vermeintlichen Unsinn einer Förderung von Hybride lustig zu machen.

Den Automarkt wandeln

Wenn dieses oben beschriebene Motto ernst nimmt, dann muss der Staat wohl oder übel auch Hybride mit in die Förderung nehmen, denn Automarkt besteht eben auch diesen Fahrzeugen. SUVs machen das am stärksten wachsende Segment im Automobilmarkt aus, daher muss der Wandel zu alternativen und umweltfreundlichen Antrieben auch diese Fahrzeugklassen umfassen, auch wenn Hybride nur eine Übergangslösung darstellen und einen kleinen Nutzen für die Umwelt bieten. Aber es wird wohl erfolglos bleiben, wenn der Käufer durch den staatlichen Zuschuss gezwungen werden soll voll elektrische angetriebene Kleinwagen kaufen sollen. Zudem muss bedenken, dass die einkommensstarken Käuferschichten finanziell in der Lage sind Innovationen wie neue Antriebskonzepte zu bezahlen. Daher sollte sich die Kaufprämie auch auf die Fahrgewohnheiten dieser Einkommensschicht fokussieren.

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