Elektroautos als Rennwagen -Formel E in Berlin!

Von Jürgen Vagt

Nun ist das Spektakel doch erfolgreich in unserer Hauptstadt über die Bühne gegangen und Berlin hat am letzten Wochenende ein elektrisches Formelrennen erlebt. Es hat eigentlich wie immer kritische Stimmen in unser Hauptstadt gegeben. Denn die Stadtverwaltung wollte der elektrische Formel 1 die Straßennutzungsgebühren erlassen, allerdings wollten die Bezirke die Straßennutzungsgebühr haben, um die Lücken in den Haushalten zu füllen.
Nun unsere selbstverliebte Hauptstadt hat wiedermal Schwierigkeiten einen großen Event an sich zu binden, das hat sogar die linksliberale Zeit kritisiert: http://www.zeit.de/mobilitaet/2016-05/formel-e-berlin-elektromobilitaet .
Die elektrische Formel Eins etabliert sich immer mehr als echte Rennserie, die einen hohen Unterhaltungswert. Aber neben den sportlichen Aspekten und dem Unterhaltungswert ist der elektrische Rennsport auch ein Testfeld, um die Elektroautos zu verbessern. Gewinne am Sonntag, verkaufe am Montag war immer ein Motto in der Autoindustrie. Das könnte auch im elektrischen Zeitalter gelten, denn die gegenwärtige Werbung ist noch ein bisschen fad, um das Interesse an Elektroautos zu wecken. Die Hersteller betreiben noch viel Imagepolitur mit den elektrischen Fahrzeugen, da kann der Motorsport eine zentrale Rolle spielen. Wenn man an die unzähligen Le Mans Siege von Porsche denkt oder an die Erfolge von Ferrari in der fossilen Formel Eins, so sieht man, dass das der Motorsport in der Autoindustrie identitätsbildend wirkt.

Was kann man aus dem Motorsport für die Straße lernen

Aber im elektrischen Motorsport geht es weniger um die reine Leistung, sondern um die Effizienz . Denn ist in der elektrischen Formel Eins ist der Stromverbrauch begrenzt, so dass der stromsparende Umgang ist eine rennentscheidender Faktor.
Und der effiziente Umgang mit Strom ist auch für die Straßenfahrzeuge relevant, denn die Leistungsfähigkeit der Batterien ist und bleibt begrenzt.
Daher haben die Entwickler des Elektroautos die Herausforderung einen energieeffizientes Auto zu konstruieren und das kann man im Rennsport austesten.
Technologien wie Allrad oder Kohlefaser haben Ihren Ursprung im Rennsport und sind heute bei Straßenautos zu finden. Dieser Technologietransfer wird hoffentlich auch durch den elektrischen Rennsport erfolgen.

Veröffentlicht von Jürgen Vagt

Ich promoviere über die Etablierung von Elektroautos und mir ist die Debatte zu hektisch und oberflächlich, daher will ich hier mein Expertenwissen über Elektroautos und alternative Antriebe teilen.

1 Kommentar

  1. Artur

    Hallo Jürgen,

    Schade, dass solche Rennen nicht öfter stattfinden. Ich warte schon länger darauf, dass die Formel E einem breiten Publikum bekannt wird.

    Effizienz ist alles im Motorsport und es ist nur eine Frage der Zeit bis sich die effizienten Elektromotoren durchsetzen.

    Klar! Es scheitert halt immer noch an der begrenzten Kapazität der Batterien, aber da werden sich künftig auch interessante Lösungen finden.

    Danke für den Beitrag!

    Beste Grüße
    Artur

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