Elektroautos zerstören Arbeitsplätze – Vielleicht ?

von Jürgen Vagt

durch den digitalen und analogen Blätterwald rauscht ein Schreckgespenst, denn es mehren sich mal wieder die Stimmen, die durch das Elektroauto einen massiven Jobverlust erwarten. Ich hatte das schon in meinem Ratgeber geschrieben: http://elektroautovergleich.org/buecher-und-kurse-rund-ums-elektroauto/ . Alle Befürchtungen beruhen einfach darauf, dass das Elektroauto nur 10 % der Teile eines konventionellen Verbrenners hat, somit ist die Produktion weniger aufwändig. Einige Insolvenzanwälte schätzen, dass mit dem flächendeckenden Einsatz des Elektroautos bis zu 100000 Jobs wegfallen sollten. http://www.motor-talk.de/news/100-000-arbeitsplaetze-bedroht-t5940391.html .
Nun das Ganze ist doch sehr spekulativ und diese Sorge ist auch schon immer präsent seit dem Beginn der modernen Elektroautos so um 2010, aber diese Stellungnahme der Insolvenzanwälte ist vielen Kollegen eine Nachricht wert gewesen.

Zulieferer in Gefahr

In der gegenwärtigen Automobillandschaft werden die meisten Teile durch Zulieferer gefertigt und eben hier wären die guten und eben auch gut bezahlten Industriejobs in Gefahr. Nun 725000 Deutsche arbeiten in der Automobilproduktion aber bis zu 5 Millionen arbeiten in weitesten Sinne am Auto. Diese 5 Millionen Jobs sind in Gefahr, wenn das Elektroauto auf der gleichen Augenhöhe ist wie der Verbrenner. Gegenwärtig kümmern sich die Insolvenzanwälte um Modeunternehmen, deren Kundschaft ins Netz abwandert.
In jedem Innovationsprozess gibt es Gewinner und Verlierer, aber ob es zu so einer gravierenden Änderung kommt, bleibt für mich fraglich.

Hybride sind komplexer

Ersteinmal gilt die Vereinfachung des Autos nur für voll elektrische Fahrzeuge, aber Hybride werden komplexer als konventioneller Verbrenner, denn beim Hybrid werden zwei Motoren in einem Auto verbaut. Aus heutiger Sicht muss man sagen, das ab der Kompaktklasse der Hybridantrieb sinnvoller ist als der voll elektrische Antrieb und ja Elon Musk ist anderer Meinung. Aber Toyota glaubt nicht an den voll elektrischen Antrieb, sondern an den Wasserstoffantrieb und an den Hybrid. Zweitens selbst wenn der Motor einfacher und mit weniger Beschäftigen zu bauen ist, dann kann man Zusatzaggregate entwickeln, die Wertschöpfung und Beschäftigung erzeugen. Dann müssen sich Ingenieur etwas einfallen lassen.

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