Elektroautos als Gebrauchtwagen – Die ersten Erfahrungswerte!

von Jürgen Vagt

ein wichtiger Meilenstein für die Elektromobilität wird der Schritt zum Gebrauchtwagenmarkt sein. Pro Jahr werden ungefähr 3 Millionen Neuwagen verkauft aber zwischen 5,8 Millionen bis 7,2 Millionen Gebrauchtwagen und im Durchschnitt geben die Deutschen ca. 8000 € für Ihren Gebrauchtwagen aus.
Und wenn man sich diese Zahlen anschaut, dann sind die elektrischen Gebrauchtwagen noch sehr weit von diesen Marken entfernt, also auf den deutschen Gebrauchtwagenmarkt sind so gut wie keine elektrischen Fahrzeuge. Für Hybride gilt das natürlich nicht, denn insbesondere von Toyota Prius ist ganz gut vertreten und mir ist ein interessanter Artikel von Autobild in die Hände gefallen. http://www.autobild.de/artikel/opel-ampera-gebrauchtwagen-test-11330935.html
Opel Ampera als Gebrauchter, nun der erste Stromer von Opel ist in Deutschland unter Ausschuss der Öffentlichkeit gelaufen, aber in den Niederlanden gibt dank üppiger staatlicher Förderung einige Exemplare, die langsam aber sicher für knapp 10000 zu haben ist.

Batterie ist zentraler Kostenfaktor

Diesen Aspekt müssen alle Gebrauchtwagenkäufer lernen, denn bei der Wertentwickelung ist die Batterie entscheidend. Im Gegensatz zu konventionellen Verbrenner, wo alle Komponenten des Elektroautos gleichmäßig an Wert verlieren. http://elektroautovergleich.org/elektroautos-als-gebrauchtwagen-gibt-es-zu-beachten/
Wenn die Batterie kaputt ist oder Ihre Leistungsfähigkeit verliert, dann ist das Auto auch nichts mehr Wert. Daher ist es wichtig zu überprüfen, welche Garantieleistungen bezogen auf die Batterie gewährt werden. Nun beim Ampera sind es 160000 Kilometer und für einen Preis von 10000 € bekommt man nur Fahrzeuge mit 215000 Kilometer, also trägt man bei solchen Schnäppchenpreisen auch das Risiko einer Ersatzbatterie.
Aber sonst ist Autobild von dem Fahrzeug überzeugt, denn der Ampera entspricht schon dem Qualitätsniveau von Opel. Diese Aussage kann man so auch verallgemeinern, denn die modernen Elektroautos ab dem Jahr 2010 entsprechend grundsätzlich dem Fertigungsniveau des jeweiligen Herstellers. In so einem dynamischen Feld wie bei Elektroautos ist ein 5 Jahre altes Fahrzeug auch nicht mehr modern, denn den Ampera braucht 5 Stunden zur Vollladung, wohingegen aktuelle Fahrzeuge in ca 2 Stunden komplett aufgeladen sind.

2 Kommentare

  1. Matthias Peter

    Hallo Herr Vagt,
    das ist soweit alles richtig.
    Allerdings ist der Ampera nicht unter Ausschluss der Öffentlichkeit verkauft worden. Sondern der Wagen ist während seines kurzen Modelllebens leider immer noch zu teuer gewesen.

    Ich bin mit meinem Ampera letztes Jahr weit über 3.000 km durch Südwesteuropa gefahren. Ein Bericht dazu ist unter http://mit-strom-gegen-den-strom.de/?p=1037 zu lesen.
    Ja klar, es ist ein Range Extended Electric Vehicule kurz REEV, er hat einen robusten Vierzylinder-Verbrenner aus dem Opelregal mit an Board. Und gerade deshalb ist er langstreckentauglich. Über Nacht gemütlich eine Reichweite von 80 km nachgeladen und ansonsten im Wechselspiel zwischen Verbrenner- und Batteriebetrieb. Diese Unabhängigkeit musste teuer erkauft werden, was heute nur ein Tesla mit der größten Batterie an Reichweite erklimmen kann.

    Im Übrigen ziehen die Gebrauchtwagenpreise für gute und gepflegte Exemplare deutlich an, trotz Umweltbonus für Neu-Elektrowagen. Meinen Ampera habe ich als Erstbesitzer erst relativ spät und direkt als Bestellfahrzeug geordert. Er besitzt das aktuellste IntellLink an Bord, inkl. Navi-Update von 2017. Derzeit kann ich mir außer den kommenden Opel AMPERA-e und Tesla Model 3 sowie dem bereits im Markt befindlichen IONIQ electro nichts Besseres vorstellen.

    Um es abzukürzen: Fahrzeuge, die über 160 Tkm auf dem Tacho haben sind aus der HV-Garantie raus. Das könnte dann teuer werden.
    Meinen Neuwagen hatte ich damals mit einer Neuwagenanschlussgarantie gleich miterworben, hier besteht nun bis 08/2020 Planungssicherheit. Aufgrund der Seltenheit am Markt und der topaktuellen Aktualisierung von Betriebssystem (OS) und Navigation hat er deshalb einen hohen Gebrauchtwagenwert. Stand heute würde ich dafür noch etwa 60% des Preises erhalten, den ich zzgl. Zubehör bezahlt habe.

    Gute gebrauchte Elektrofahrzeuge sind wertstabil. Das ist vorallem bei Tesla zu beobachten.

  2. Rudolf Hillebrand

    bei autoscout24.de gibt es doch genügend gebrauchte E-Autos ab 10.000 EUR mit Km ab 15.000 km. Ich hatte 1 Jahr lang einen Kangoo Maxi ZE, den ich für 10.900 EUR bei 40.000 km verkauf habe. Die km sind egal, weil man bei Renault den Akku bisher nur mieten und nicht kaufen konnte.

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