Ladesäulen für Elektroautos – Bund baut fleißig aus

von Jürgen Vagt

nun macht der Bund seine Hausaufgaben und baut fleißig und flächendeckend die Ladeinfrastruktur aus. Der Bund hat nun eine Fördersumme von 200 Millionen freigegeben, nun kann man sich für diese Fördergelder bis Ende Sommer bewerben. Und die Förderung wird auch schon fleißig beantragt, wie man aus Politikerkreisen hört. http://www.zeit.de/mobilitaet/2017-03/elektroauto-infrastruktur-bundesverkehrsministerium-foerdergeld-schnell-ladestationen . Mit diesen Fördergeldern wird nun das Rückgrat der elektromobilen Wende gebaut, denn gegenwärtig ist die Versorgung mit öffentlichen Ladepunkten eher schlecht. In diesem Bereich hat sich bis auf ein paar unvermeidliche Pilotprojekte bislang wenig passiert. Mit diesem Förderprogramm soll bis 2020 5000 Ladepunkte aufgebaut werden, wenn man sich die Verteilung auf die einzelnen Bundesländer anschaut, dann spielt Verkehr aufkommen und die Bevölkerungsdichte eine wesentliche Rolle.

System der Ladung von Tesla abgeschaut

Nun so wie es Tesla mit seinem Superchargersystem in den USA es vorgemacht hat, wird diese Logik der Ladesysteme auch in Deutschland übernommen. Denn zu Hause in der heimischen Garage wird Wechselstrom aufgeladen. Hier findet die konventionelle Steckdose bzw. die moderne Wallbox Ihren Einsatz, die Ladegeschwindigkeit ist zwar mau, aber in der täglichen Praxis ist das nicht erheblich, denn man lädt über Nacht. Und man kann nach der Arbeit das Elektroauto aufladen, wenn es sowieso nicht benötigt wird. Aber auf den Autobahnen werden Schnellladesysteme mit Gleichstrom eingesetzt und das geht dann bedeutend schneller. Ich kann zwar nichts zu den deutschen Erfahrungswerten sagen, aber in den USA dauert die eine 80 % Ladung eines Teslas nur 30 Minuten. Mit diesem Ladesystem werden die Batterie, wenn möglich und bei der heimischen Ladung wird kein schnelles Laden benötigt, geschont. http://elektroautovergleich.org/ladensaeulen-fuer-elektroautos-welche-rolle-sollen-die-stadtwerke-spielen/
Ökostrom-CCS als Ladestandard

Elektroautos und Energiewende werden in Deutschland gemeinsam gedacht und umgesetzt, daher kann der Elektroautofahrer sicher sein, dass er Ökostrom lädt. Denn der Bund hat es zur Fördervoraussetzung gemacht, dass Ökostrom verwendet wird. CCS ist nun der verbindliche Ladestandart, das ist aber nur für den Elektroautooldtimer wie den Nissan Leaf ein Problem. Schön das es nun bei den Ladesäulen vorangeht.

3 Kommentare

  1. Rolf Oetter

    Warum nur CCS? Das ist doch Quatsch. Da werden die CHdeMO Anschluesse von den Ladern nachtraeglich abgebaut damit nur die deutsche Automobilindustrie was davon hat. Das muss vor Gericht.

  2. Frank Mehling

    @Josef:
    Was bei dem Bausatz fehlt ist der elektronische Fehlerstromschutzschalter. Der ist normativ gefordert und damit Pflicht wenn der Selfmade Lader aufgebaut wird. Es gibt bessere Methoden sein Fahrzeugzu laden als die Standard Schuko Steckdose zu verwenden. Diese ist für Dauerbetrieb mit hohen Strömen nicht ausgelegt. Es sind schon einige Steckdosen geschmolzen.

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