Elektroautos als Firmenwagen – beginnt der Durchmarsch?

von Jürgen Vagt

weil es diese Woche noch keine interessanten Neuvorstellungen auf dem Automobilmarkt gibr, bleibe ich mal bei der unternehmerischen Zielgruppe. Denn der Branchenverband der Digitalwirtschaft Bitkom hat eine Studie mit erstaunlichen Zahlen veröffentlicht, so sollen schon 49 % der befragten Unternehmen in den nächsten 10 Jahren sich ein Elektroauto anschaffen wollen. Nun 10 Jahren sind eine lange Zeit und diese Angabe kosten auch nicht viel. http://www.car-it.com/e-autos-starten-als-firmenwagen-durch/id-0050402
Diese Zahl, so kritisch man Sie auch sehen kann, stimmt mit meiner Wahrnehmung überein. Denn bis auf konservative Familienunternehmer in der 7 Generation, meint die überwiegende Mehrheit, dass sich das Elektroauto in den nächsten 10 – 15 Jahren sich durchsetzen wird. Aber konkret möchte noch keiner handeln.
Und natürlich kommen die Klassiker also kleine Reichweite und zu hoher Anschaffungspreis, daneben muss man aber noch hervorheben, dass das Angebot an elektrischen Nutzfahrzeugen im Jahr 2017 mau ist.

Wie passen Elektroautos in den Firmenfuhrpark

Bitte entschuldigen Sie meine Eigenwerbung, aber hier habe ich mir schon einige Lösungen einfallen lassen: http://elektroautovergleich.org/buecher-und-kurse-rund-ums-elektroauto/
Um wirklich sich für oder gegen ein Elektroauto zu entscheiden, braucht man vernünftige Informationen. Denn im Jahr 2017 kann nicht jedes Fahrprofil und nicht jeder Fuhrpark sich elektrifizieren. Bei dem Angebot im Jahr 2017 mit den 7 voll elektrischen Fahrzeugen auf dem deutschen Markt, können sinnvollerweise nur Dienstleister umsteigen. Dienstleister, die einen kleinen Wirkungskreis haben, also ambulante Pflegedienste, Sicherheitsunternehmen und Taxiunternehmen. Wenn Mitarbeiter Aufträge innerhalb eines Aktionsradius von 300 – 400 Kilometer haben, kann gegenwärtig kein Elektroauto eingeführt werden. Und diesen Aktionsradius haben die meisten Mittelständler.
Jetzt im Jahr 2017 gibt es keine guten elektrischen Nutzfahrzeuge und damit können noch keine Transporter elektrifiziert werden.
Die Rolle des Autos wird von der Bitkomstudie nicht beleuchtet, denn für manche Unternehmen ist eine stabile Reichweite überlebenswichtig, denn wenn ein Sicherheitsunternehmen nicht zu seinem Kunden kommen, dann verliert das Sicherheitsunternehmen seine Aufträge. Die Ersparnisse durchs elektrische Fahren sind da von untergeordneter Bedeutung.

2 Kommentare

  1. alfred jungmann

    „Durchmarsch“ – sicher nicht. „Durchbruch“ – ja … vielleicht … und hoffentlich.

    Es braucht die persönliche Erfahrung … und zwar im Alltag. Das ist das überzeugenste Argument für die E-Mobilität (im weitesten Sinn des Wortes).

    Politik und Öffentliche Hand „schwafeln“ ungeheuer viel zum Thema – getan haben sie dagegen kaum etwas. Schauen Sie doch einmal hinein in die öffentlichen Fuhrparks von Bund, Ländern, Kreisen, Städten und Gemeinden – sowie deren Tochtergesellschaften.

    Persönliche Erfahrungen schaffen! Ein grosser Nissan-Händler hat das erkannt und setzt es konsequent um: die dortige Werkstatt-Ersatzwagen-Flotte besteht ausschliesslich aus Elektro-Fahrzeugen. Daraus resultiert Erfahrbarkeit, Erstaunen, Nähe und Überzeugung. Hemmschwelle wird förmlich übersprungen.
    So geht Zukunft!

  2. Pingback: Elektroautos in den Firmenfuhrpark – welche Hürden gibt es wirklich?Elektroautos in den Firmenfuhrpark – welche Hürden gibt es wirklich?elektroautovergleich.org

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