Elektroautos werden kommen – Herr Broder

von Jürgen Vagt

ich mag eigentlich so einen onkeligen Journalismus nicht, wo ein prominenter Journalist und Meinungsmacher der Regierungschefin erklärt, wie Sie die Welt sehen soll. https://www.welt.de/motor/article164743226/Nein-Frau-Merkel-so-wird-es-nichts-mit-der-E-Mobilitaet.html
Aber trotzdem will ich diese undifferenzierte Meinung einmal kommentieren, weil die meisten meiner Kollegen Techniker sind und die gesellschaftspolitischen Diskussionen meiden. Das kann man aber im Fall von Herrn Broder nicht machen, denn seine undifferenzierte Sichtweise wird das öffentliche Klima fürs Elektroauto beeinflussen.
Nun die Kanzlerin hat in CDU – Kreisen erklärt, dass das Millionenziel bei den Elektroautos nicht erreicht wird und Ihre CDU Kollegen nickten artig und von den Grünen und SPD gab es Kritik.
Einschließlich meiner Wenigkeit kenne ich keinen Experten, der dieses Ziel jemals als realistisch angesehen hat. Dieses Ziel sollte in 10 Jahren erreicht werden und die Autoindustrie hat Produktentwicklungszyklen von 7 Jahren, das passt nicht zusammen.
Aber was wäre die Alternative gewesen, eine bloße Absichtserklärung?

Kein Technologiethema – sondern eine grüne Spinnerei

Als Referenz wählt der gute Broder nicht ein anderes Technologiethema wie Virtual Reality, sondern den Veggie Day. Die Grünen wollten im Bundestagswahlkampf 2013 vegetarisch Ernährung verpflichtend machen. Vielleicht kennt er auch kein anderes Technologiefeld?. Aber die schlimmsten Ökos sitzen ohnehin in den Vorstandsbüros der Autoindustrie, denn hier wird in ökologische Belehrungsprojekte investiert. http://elektroautovergleich.org/2017/03/elektroautos-von-audi-die-antwort-auf-den-dieselskandal/ oder http://elektroautovergleich.org/2017/02/opel-wird-zur-elektroautomarke-des-psa-konzerns/ .
Und da ist der Erfolg der staatlichen Strategie, denn das Angebot wird immer elektrischer auch in der deutschen Autoindustrie. Wenn ich tiefer in die Gedankenwelt von Herrn Broder eintauche, dann meinte er, dass die Autohersteller Flugreisen anbieten ohne Landebahnen an den Zielorten. Nun das ist Blödsinn, denn es gibt jetzt schon im Jahr 2017 und beim jetzigen Stand der Ladeinfrastruktur Autofahrer und gewerbliche Flotten, die aufs Elektroauto umsteigen könnten und Geld sparen könnten: http://elektroautovergleich.org/buecher-und-kurse-rund-ums-elektroauto/
Gnadenvoll erlaubt Herr Broder, dass man sich einen Tesla kaufen darf, nur man leistet damit keinen Beitrag zum Klimaschutz. Ach nee, fast keine CO2 -Emissionen und keine lokalen Lärmemissionen beim elektrische Autofahren. Vielleicht sind meine Einschätzungen auf diesem Blog nicht treffend, aber sachlich falsche Informationen liefere ich nicht.

2 Kommentare

  1. Utx

    Als Anmerkung zum VeggieDay: Die Grünen wollten nicht vegetarische Ernährung verpfichtend machen. Es ging um nur einen Tag in der Woche und nur um öffentliche Kantinen an denen ein vegetarsiches Gericht als Standardgericht angeboten werden sollte. Ein angebliches Fleischverbot haben CDU, FDP und Bildzeitung daraus gemacht
    Eine Parallele zur Elektromobilität gibt es allerdings. Die Abkkehr vom Fleichschkonsum ist genauso eine pure Notwendigkeit, wie die Abkehr vom Verbrennungsmotor. Außerdem schmecken vegetarische Gerichte besser und Elektroautos machen mehr Spass.

  2. alfred jungmann

    Herr Vagt,
    kann es sein, dass Sie sich über Herrn Broder sehr ärgern?
    Der Stil ihrer Antwort ist nämlich an Penetranz kaum zu überbieten. Ihre Kompetenz als derzeit Promovierender rechtfertigt ein solches Agieren keinesfalls. Ein gut gemeinter Rat: versuchen Sie sachlich zu werden und überprüfen Sie in diesem Zusammenhang doch auch noch einmal Ihre Quellen – insbesondere die Angaben zur derzeitigen Ladeinfrastruktur.
    Ich steig jetzt auf’s Rad. Schönen Sonntag noch.

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