Elektroautos von Start ups – eine Herausforderung für die Etablierten

von Jürgen Vagt

ich habe die Idee einen neuen Hersteller ins Innovationsthema Elektromobilität zu bauen, immer ein bisschen abwegig gehalten. Denn einerseits ist der Kapitalbedarf immens, es ist einfach sehr komplex und kapitalintensiv ein Auto durch die Zulassung zu bekommen und auf die Straße zu stellen. Zudem ist die Veränderung durch den elektrischen Antrieb im Automobilbau nicht so groß, dass sich die Konsumentenwünsche komplett drehen. Also durch das Smartphone konnte man sich organisieren und Bilder oder Filme anschauen und eben nicht mehr NUR telefonieren. Aber mit dem fossilen Auto konnte man auch schon Autofahren und es gibt eben etablierte Marken. Wer rassig und italienisch fahren will, der kauft eben Alfa Romeo und wer es solide und skandinavisch haben will, der kauft Volvo.

Start ups bauen elektrische Kleinwagen

Über Sion aus München habe ich schon berichtet: http://elektroautovergleich.org/2017/02/start-up-aus-muenchen-baut-einen-elektrischen-kleinwagen/
aber auch aus dem deutschen Mekka der Elektromobilität der RWTH Aachen kommen nun elektrische Kleinwagen http://elektroautovergleich.org/2017/05/elektroautos-aus-aachen-neues-von-der-rwth-aachen/
Sion will seinen Kleinwagen schon im Juli 2017 auf den Markt bringen und hofft den Produktionsstart im Sommer 2019 auf die Reihe zu bekommen und insgesamt hofft man um die 100000 Stück abzusetzen. Wie sinnvoll ist es, dass Start ups in das Kleinwagensegment vorstoßen? https://www.golem.de/news/mobilitaet-elektroautos-deutscher-start-ups-fordern-autobauer-heraus-1707-128932.html

Der elektrische Zweitwagen

Eine Chance ist sicherlich, dass beide Start ups sich auf das Kleinwagensegment fokussieren, denn das Elektroauto wird seine Karriere als Zweitwagen beginnen. Beide Konzepte beginnen im Preisniveau von 13000 € ohne und 16000 € mit Batterie, beide Konzepte sind zwar immer noch ein paar Tausend Euro teuer als konventioneller Verbrenner, aber mit diesem Preislevel werden sich aller Voraussicht ausreichend viele solvente Käufer finden, die einen elektrischen Kleinwagen für die Stadt haben möchten. In dem kapitalintensiven Automobilbau wird es schwierig sein, als Start up eigenständig zu bleiben, aber dann bleibt immer noch die Kompetenz in Sachen elektromobiler Antriebe. Damit wird man auch für die Etablierten interessant und kann seine elektromobilen Fähigkeiten entsprechend vergüten lassen. Ich muss und werde in ein paar Jahren meine Ratgeber erneuern, weil immer neue Fahrzeuge auf den Markt kommen. http://elektroautovergleich.org/buecher-und-kurse-rund-ums-elektroauto/

1 Kommentar

  1. Peter

    Elektroautos (elektrisch angetrieben direkt über Batterie oder Wasserstoffhybride)) sind die Zukunft. Start-up’s bringen die notwendige Frische und Visionen. Die Integration der Systeme (Auto / Web / I-Connect / Media kann nur unter dem Druck der Innovationen erfolgen.
    Tesla haben auch viele unterschätzt. Über E- Postautos wird immer mehr geredet. Geldmangel bei Start-ups ist bei uns ein grosses Problem.
    Dazu kommen die verschiedene gewollte und spezifische ^Monopole*.
    Ich denke in 5 max. 10 Jahren kommen in Autoindustrie, bezüglich der Antriebe und Autonommes -(50-100%) -Fahren grosse Veränderungen.

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