Elektroautos und die Quote – EU vertagt die Entscheidung

von Jürgen Vagt

oh China, du hast es besser frei nach Göthe, damit bin ich dann auch der Aufforderung von Sarah Wagenknecht nach gekommen, dass wir Deutschen wieder mehr Göthe lesen sollten. Aber hier geht es um die Frage, ob eine staatlich verordnete Quote der Einführung von Elektroautos helfen würde. http://elektroautovergleich.org/2017/10/china-fuehrt-eine-quote-fuer-elektroautos-ein-vorbild-fuer-deutschland/
In China ist die Quote verbindlich beschlossen worden, dass schon ab 2018 eine staatliche Quote kommen wird. Also müssen alle Autohersteller, die eine gewisse Größe haben und auf den chinesischen Markt verkaufen wollen, mindestens 8 % Ihres Absatzes mit voll elektrisch angetriebenen Autos bestreiten. Und in Deutschland gab es hierzu im Wahlkampf 2017 eben auch eine Diskussion, aber die CDU und FDP haben sich gegen diesen staatlichen Eingriff verwehrt. Auf der Bundesebene wird eine verbindliche Quote wohl nicht kommen, aber die EU wird in näherer Zukunft keine Quote verpflichtend machen. http://t3n.de/news/keine-elektroauto-quote-eu-co2-874339/
Also müssen Autohersteller, die in Europa verkaufen wollen, noch keine verpflichtende Quote mit abgesetzten elektrischen Fahrzeugen erreichen.

Sinn und Unsinn von staatlichen Eingriffen

Ich gehe mal davon aus, dass hier wenige Ökonomen vertreten sind. Manchmal scheint es mir, dass Ökonomen staatliche Eingriffe per se ablehnen und alles dem freien Spiel der Märkte überlassen wollen. Ich bin der Meinung eine verbindliche Quote wäre insgesamt besser, denn einerseits hat nun der größte Auto-Absatzmarkt eine Quote und anderseits will die deutsche Politik den Umstieg auf die elektrifizierte Massenmobilität. Nur eine gesetzlich verankerte Quote und damit ein planbares Transformationsszenario gibt es eben nicht und das ist auch für die deutschen Autohersteller schlecht. Staatlicher Eingriff hin oder her, denn wenn ein Eckpunkt feststeht, dann haben alle Beteiligten Planungssicherheit und können entsprechend Ihre Produktion verändern und anpassen. Zumal wir im Gegensatz zu digitalen Investitionen beim Elektroauto von milliardenschweren Investitionen in die Infrastruktur sprechen. Mit jedem Jahr Unsicherheit, wird es schwerer und teurer die Investitionen zu finanzieren. Mehr dazu hier: http://elektroautovergleich.org/buecher-und-kurse-rund-ums-elektroauto/

1 Kommentar

  1. Manfred Ehrhardt

    Sorry, staatliche Eingriffe per Quote sind extremer Unsinn, solange nicht alle Aspekte der Sache berücksichtigt werden. Dies ist beim Thema e-Auto ganz sicherlich derzeit nicht der Fall. Beispiel: Ladesäulenproblematik (siehe auch Norwegen, das e-Autos extrem gefördert hat und nun in Oslo ein Ladesäulenchaos vor der Nase hat).

    Zweites viel wichtigeres Beispiel: der um Faktoren höhere Bedarf an Lithium und Kobalt und seine Lösungsmöglichkeiten werden kaum diskutiert. Hierzu ein Hinweis: WiWo #47, p.60ff.

    Ich bin der Auffassung, man muss Menschen überzeugen und nicht mit perfider Gewalt von „Quoten“ traktieren. Die FRauenquote gehört auch zu diesen Unsinnsthemen.

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