Elektromobilität trifft auf Landespolitik – Habeck will 10 Mio. investieren

von Jürgen Vagt 11.12.17

Robert Habeck ist ja noch Minister für die Energiewende in Schleswig – Holstein, aber er wird wohl für den Parteivorsitz der Grünen kandidieren. Er könnte also bald Cem Özdemir ersetzen und er wohl die Opposition führen. Diesen kleinen Karrieresprung wollen wir mal zum Anlass nehmen und die Rolle der Landespolitik betrachten. Konkreter Hintergrund ist diese Nachricht: http://www.focus.de/regional/kiel/verkehr-habeck-setzt-auf-elektromobilitaet_id_7945730.html
Sind 10 Millionen für ein Bundesland viel oder wenig, das hängt wahrscheinlich vom Bundesland ab. Für Schleswig – Holstein ist das viel, denn einerseits ist das Land zwischen den Meeren pleite und andererseits ist Schleswig-Holstein ein Flächenland, mit 2 1/2 großen Städten. In der jetzigen Phase des Markthochaufs konzentriert sich die Elektromobilität auf urbane Regionen.

Verkehrsbusse werden im Norden elektrisch

Robert Habeck will sich auf die Ladeinfrastruktur konzentrieren, ihm bleibt als Landesminister auch wenig übrig. Denn die Förderprämie und schärfere Regelungen für den Diesel sind Bundessache oder müssen auf europäischer Ebene geregelt werden. Aber immerhin sollen die Busbetriebshöfe auf den elektrischen Antrieb umgerüstet werden. http://elektroautovergleich.org/2017/03/elektrobusse-weltweit-auf-den-vormarsch/
So wie weltweit, werden auch an der Waterkant elektrische Verkehrsbusse eingeführt und der Linienverkehr in der beiden größeren Städten des Landes Kiel und Lübeck wird dann elektrifiziert. Aber wie sieht es mit den ländlichen Regionen aus. Schade, dass keine modernen Konzepte wie elektrische Sammeltaxis geplant sind. Man könnte mit elektrischen Transporter oder Kleinbussen den Linienverkehr in ländlichen Regionen ergänzen und verbessern.
Allerdings sind wir hier im Norden eher eine Seefahrernation und daher ist das Thema Elektromobilität in der Schifffahrt ein Thema. http://elektroautovergleich.org/autofaehren-werden-elektrisch/
Nun der Schiffbau ist auch kein großer Wirtschaftszweig mehr hier im nördlichsten Bundesland, denn Schiffe werden in Ostasien gefertigt. Man könnte diesen technologischen Wandel nutzen, um wieder Boden im Schiffbau zu gewinnen. Zudem ist der Speckgürtel um Hamburg doch ein interessantes Gebiet, um Elektromobilität im Pendelverkehr zu erproben. Auch in diesem Einsatzgebiet könnten elektrische Kleinbusse eingesetzt werden. Mehr dazu hier: http://elektroautovergleich.org/buecher-und-kurse-rund-ums-elektroauto/

Veröffentlicht von Jürgen Vagt

Ich promoviere über die Etablierung von Elektroautos und mir ist die Debatte zu hektisch und oberflächlich, daher will ich hier mein Expertenwissen über Elektroautos und alternative Antriebe teilen.

2 Kommentare

  1. Bebo Brechtasz

    Hallo Herr Vagt
    Wie sehen Sie den Einsatz von Brennstoffzellenbussen?
    Man ließt zur Zeit ja viel von Köln, Wuppertal, Heidelberg sowie aus England, Frankreich und den Niederlanden, wo solche Busse eingesetzt werden.
    Mir erscheint das aufgrund von Reichweite und Wettertauglichkeit sinnvoller als Batteriebusse zu sein. Wie sehen Sie das und wo liegen Vor- und Nachteile?

    • Jürgen Vagt

      Ich will mal wieder einen Post über den Wasserstoffantrieb machen, denn Toyota bringt jetzt 2018 Schwung ins Thema.

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