Elektroautos und der Dieselskandal – Industrieversagen und Medienversagen

Von Jürgen Vagt 12.06.18

eigentlich geht es hier um die Zukunft in Form von Elektroautos, aber uneigentlich will ich hier auch noch mal um die Aufräumarbeiten in Sachen Diesel kümmern. Sie als mein geübter Blogleser werden gestern die Abendnachrichten verfolgt haben und nun hat es Daimler erwischt: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/daimler-und-der-diesel-rueckruf-der-skandal-ist-dieter-zetsche-a-1212444.html
Es gibt zwar die eine oder andere juristische Spitzfindigkeit, aber im Wesentlichen wird Daimler vorgeworfen genauso wie Volkswagen in betrügerischer Absicht die Abgaswerte manipuliiert zu haben. Noch streitet Daimler diesen Vorwurf ab. https://www.n-tv.de/wirtschaft/Sind-Daimlers-Diesel-Tricks-illegal-article20476418.html

Die journalistische Begleitung ist der eigentliche Skandal

Also ich schalte auch bei Plasberg um, wenn zwei Journalisten anfangen Ihre Eitelkeiten auszutauschen, aber mich regt diese journalistische Aufarbeitung des Dieselskandals auf. Der Dieselskandal begann im September 2015 und jetzt im Sommer 2018 sind immer noch nicht alle Fahrzeughersteller mit Ihren Dieselfahrzeugen systematisch untersucht worden. Der Dieselskandal nahm seinen Anfang mit einer Untersuchung des ICCT und eben nicht durch die auflagenstarken und kapitalstarken Autozeitschriften. Das ICCT ist ein kleine 2,5 Mann NGO und eben nicht Auto, Motor und Sport. Aber jeder Fachfrau und Fachmann wusste oder musste wissen, dass alle europäischen und japanischen Autohersteller den Diesel als umweltfreundliche Alternative zum Benziner in den frühen 1980 er Jahren einführten. http://elektroautovergleich.org/umweltskandale-als-treiber-von-umwelttechnologien-auch-bei-elektroautos/ oder https://www.amazon.de/Mobil-sein-Zukunft-Emissionen-Vernetzung/dp/3734734398/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1528644309&sr=8-2&keywords=j%C3%BCrgen+vagt
So gesehen müssten alle Hersteller( sagen wir mal) Schwierigkeiten haben, mit der Dieseltechnologie die bestehenden Grenzwerte einzuhalten. Warum sollte dieses Problem nur bei Volkswagen auftreten?
Und jetzt kommt die kleckerweise Aufklärung und dabei könnten alle Schwergewichte des Automobiljournalismus locker diese Abgastests bezahlen. Lustig finde ich, dass der Gebrauchtwagenmarkt schneller auf den Dieselskandal reagiert als der Autojournalismus. http://elektroautovergleich.org/2017/08/aufschub-fuer-den-diesel-alle-wollen-das-elektroauto-nur-wer-kauft-es/
Denn die Gebrachtwagenpreise von relativ jungen Diesel fallen wie ein Stein, also der Preis eines 3 Jahre alten Diesel sinkt um 50 %, obwohl man nicht man im Detail weiß, welche Autohersteller Abgaswerte eingehalten haben oder nicht. Die schleppende Recherche der Medien finde ich einfach nur schwierig und es ist einfach der Job, die Herstellerangaben zu überprüfen. Und diesem Auftrag kommt die Journalie nicht nach. Mehr dazu hier: http://elektroautovergleich.org/buecher-und-kurse-rund-ums-elektroauto/ und vernetzen können Sie sich hier : https://www.xing.com/communities/groups/elektrische-fahrzeuge-in-die-fahrzeugflotte-269c-1104577?cce=em6148d2ff.%3AAArmUZVXwXUjeifEpmC7KZAB

Veröffentlicht von Jürgen Vagt

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