Neue Mobilität und Gewerkschaften – Nr. 134 Kai Bliesener (Autofachmann der IG Metall)

von Jürgen Vagt 14.07.21

Heute war mit Kai Bliesener der Automann der IG Metall https://www.igmetall.de/ zu Gast in dieser Podcastreihe http://elektroautovergleich.org/willkommen-bei-der-podcastreihe-die-zukunftsmobilisten/ . Am Anfang ging es wieder mal, um die Auswirkungen der Corona-Pandemie und 2020 war natürlich für die Automobilindustrie sehr schwierig. Die Kurzarbeiterregelung hat der Industrie geholfen, weil mit den ersten Lockerungen sehr schnell die Produktion wieder hochgefahren werden konnte. Jetzt im Jahr 2021 gibt es wieder Schwierigkeiten, weil Märkte wieder in Schieflage sind. Die Belieferung mit Rohstoffen und Zulieferteilen stockt, sodass wieder Kurzarbeitergeld für die Beschäftigten beantragt werden muss. Aber Zweck unserer Zusammenkunft war eine Diskussion über die Zukunft und nicht über die pandemische Gegenwart und ja die Autohersteller sind und waren im letzten Jahr in schwierigem Fahrwasser und nun müssen große Zukunftsthemen angegangen werden. Elektromobilität ist zwar selbst weit fortgeschritten, aber beim automatisierten Fahren muss noch viel investiert werden.

Batterien und Zulieferer

Das Auto hat eine immense Bedeutung in der deutschen Wirtschaft und mehrere Millionen arbeiten im Fahrzeugbau. Man muss einfach festhalten, dass die Batterien für den batterie- elektrischen Antrieb in Asien gefertigt wird und eben nicht in Deutschland. Somit sind 30 % der zukünftigen Wertschöpfung des batterie- elektrischen Autos in Asien und diese Fertigung kommt auch nicht so schnell nach Deutschland. Laut Kai Bliesener fehlte es an der strategischen Weitsicht in den Führungsetagen. Jetzt im Jahr 2021 müssen die richtigen Weichenstellungen vorgenommen werden. Den kleinen Zulieferern fehlt noch das geeignete Konzept, wohingegen es bei den großen Zulieferern und den Autoherstellern relativ gut aussieht. Die Gewerkschaft IG Metall wünscht, dass der Staat einen Transformationsfond aufliegt, um die Industrie in die Zukunft zu bringen. Aber der Kapitalmarktfokus vieler Aktiengesellschaften ist ein Problem, Bosch und ZF sind Stiftungsunternehmen und Volkswagen hat immer noch einen stattlichen Anteil des Landes Niedersachsen. Diese Unternehmen haben einen langen Atem, um die großen Herausforderungen zu bewältigen. Die kapitalmarktgetriebenen Unternehmen müssen sich ständig für Entscheidungen rechtfertigen und die Börse will schnell Gewinne sehen. Die Gewerkschaften müssen diesen Wandel mit begleiten. Wenn die Hersteller zu Dienstleistern werden, dann müssen sich die Gewerkschaften auch anpassen.

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Veröffentlicht von Jürgen Vagt

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