Elektroautos von Volkswagen – VW geht in die Attacke

von Jürgen Vagt

ich bin mir nicht sicher, ob ich über jedes Stöckchen springen soll, dass mir Volkswagen in Sachen Elektroauto hinhält. Denn diese Pressemitteilung ist sicherlich durch den Serienstart des Modells 3 von Tesla motiviert, aber Tesla und damit ein reiner Elektroautohersteller will nun in den Markt der Kompaktwagen eindringen und damit erfolgt ein Angriff auf das Kerngebiet von Volkswagen. Mit dem Golf haben Sie dieses Segment nicht erfunden, aber populär gemacht. In allen Kernmärkten des Automobilbaus sind die Kompakten die meistverkauften Automodelle und vom alle sozialen Schichten von Chefarzt und bis zur Sekretärin werden eben die Kompakten nachgefragt.

Kampf in der Kompaktklasse

Bei voll elektrischen Kompakten mit einem Preisschild von 30000 € will Volkswagen Markenchef Hubert Diess Tesla stoppen. https://www.heise.de/newsticker/meldung/Tesla-vs-Volkswagen-VW-zieht-in-den-Kampf-um-den-Elektroauto-Massenmarkt-3767026.html
Denn der Markenname sagt schon, dass VW Autos fürs Volk bauen sollte und eben hier erfolgt der Angriff durch Tesla. Momentan baut Tesla noch 80000 Fahrzeuge pro Jahr, aber im Jahr 2018 sollen es schon 500000 Fahrzeuge sein. Volkswagen pendelt mit seinem Absatz um die 6 Millionen Marke herum und mit der vorgestellten Studie ID soll ab 2020 ein voll elektrischer Kompakter die Konkurrenz im Zaum halten. Es werden seitens Volkswagen 600 Kilometer Reichweite versprochen und damit wäre man auch der Konkurrenz deutlich voraus. Insbesondere von Daimler werden auch 500 Kilometer Reichweite in der Mittelklasse versprochen, aber eben nicht für den Preis von 30000 €.
Kann Volkswagen diese Herausforderung bewältigen. Schwer zu sagen, einerseits gibt es den Dieselskandal und dieser wird 30 Milliarden kosten und diese Summe fehlt in der Entwicklung des Elektroautos und anderseits gibt es immer noch keine rentable Batteriefertigung in Deutschland. Selbst wenn die Elektroautokäufer gewonnen werden, ist immer noch nicht die Wertschöpfung gewonnen, weil es noch keine Batteriefertigung in Deutschland gibt. Gegenwärtig hat Renault schon das beste Image unter Autokäufern, was das Elektroauto angeht und in den 2010 er Jahren haben sich Autokäufer eine Meinung über elektromobilen Qualitäten der jeweiligen Autohersteller gemacht. Aber ich werde auch weiter meine Ratgeber aktualisieren: http://elektroautovergleich.org/buecher-und-kurse-rund-ums-elektroauto/

Volvo wird Elektroautohersteller

von Jürgen Vagt

in der politischen Diskussion wird nun an verschiedenen Stellen darüber debattiert, ob und wann es ein Zulassungsverbot für Verbrennungsmotoren geben soll. Die Grünen wollen ein Zulassungsverbot ab 2030 und nun taucht das Zulassungsverbot ab 2039 im Umfeld der französischen Regierung auf. Aber bei der Autoindustrie macht Volvo ernst und hat angekündigt, dass an 2019 jeder neue Volvo einen Elektromotor haben wird. https://www.welt.de/wirtschaft/article166287285/2019-beendet-Volvo-die-Aera-des-Verbrennungsmotors.html . Interessant ist die Begründung der Volvo Spitze, denn der Ausstieg aus dem Verbrenner wird mit Kundenwünschen gerechtfertigt. Man komme mit diesem gravierenden Schritt einfach Kundenwünschen nach, das gab der Volvo Vorstandvorsitzender an und damit wird der erste etablierte und konventionelle Autohersteller zu einem Elektroautohersteller. http://elektroautovergleich.org/volvo-baut-elektroautos-2016-kommt-ein-hybrid-2019-ein-voll-elektrisches-auto/ und http://elektroautovergleich.org/buecher-und-kurse-rund-ums-elektroauto/

Erstmal Hybride

Ab 2019 sollen erst mal ausschließlich Hybride von Volvo geben, es ist also nicht geplant, dass Volvo nur voll elektrische Antriebe anbietet. Wahrscheinlich wird der Wandel zum reinen Elektroautohersteller noch einige Jahrzehnte dauern. Mir ist Volvo bislang nicht als Vorreiter aufgefallen und gegenwärtig im Sommer 2017 haben Sie im Gegensatz zu z. B. Renault kein voll elektrisches Auto auf den Markt. Volvo hatte aber auch schon 2013 einen Hybrid in der Mittelklasse, den man aber als Testballon verbuchen kann. Mit dem Markenkern von Volvo ist es schwierig auf Elektroautos umzustellen, denn Volvo ist bekannt und geschätzt für äußerst langlebige Reisefahrzeuge. Und in den letzten 7 – 8 Jahren wurde das Elektroauto überwiegend als Kleinwagen angeboten, denn beim jetzigen Stand der Technik ist das Elektroauto als Kleinwagen sinnvoller und eben nicht als langstreckentaugliche Limousine. Aber anderseits hat Volvo eine gute Zielgruppe für den elektrischen Antrieb, also eine solvente und öko affine Zielgruppe. Typischerweise wird ein Volvo von der Erkundelehrer gekauft und mit so einer Zielgruppe ist der Umstieg auf den elektrischen Antrieb einfacher, als wenn Sportwagenbauer ist. Aber es bleibt fraglich, ob andere Hersteller den Weg folgen, denn wenn man das Pariser Klimaabkommen ernst nimmt muss der Verkehr bis 2050 CO neutral sein.

Elektroautos in der Intralogistik – Feldversuche in Berlin und Brandenburg

von Jürgen Vagt

So auf diesem Blog wurde nun erst mal genug politisiert und jetzt will ich erst mal ein etwas dröges Thema widmen. Denn in Brandenburg also dem Berliner Umfeld werden nun elektrifizierte Fahrzeuge in der Logistik erprobt. Wie funktionieren elektrische Fahrzeuge in der Intralogistik und können Sie jetzt also im Sommer 2017 in der Logistik eingesetzt werden. http://www.logistra.de/news-nachrichten/nfz-fuhrpark-lagerlogistik-intralogistik/8963/maerkte-amp-trends/elektromobilitaet-berlin-brandenburg-testet-di

Die Logistik gibt es nicht

Wenn man sich die Veränderungen in der Logistik anschaut, dann muss man differenzieren. Denn in der Innenstadtlogistik, also den Verteilerverkehren in den Städten kann man schon im Sommer 2017 elektrische Fahrzeuge einsetzen, wenn es denn die passenden Fahrzeuge gäbe. Zwar sind die Reichweiten soweit als dass man elektrische Fahrzeuge in der städtischen Versorgung einsetzen könnte, aber das Angebot ist seitens der Nutzfahrzeughersteller immer noch sehr schlecht. Es tut sich zwar Einiges: http://elektroautovergleich.org/2017/05/elektrotransporter-fuer-einen-fischhaendler-streetscooter-versorgt-den-mittelstand/
Aber tendenziell ist das immer noch schlecht und momentan kommen spannende Impulse von Akteuren außerhalb der Autoindustrie wie Streetscooter. Der Modellversuch erstreckt sich deshalb auf eine Metropole und ein dünnbesiedeltes Flächenland wie Brandenburg, um verschiedene Anforderungen an Fahrzeuge in der Logistik zu testen.

Überlandverkehr ist schwer, aber Intralogistik ist vielversprechend

Für Überlandstrecken werden wieder mal Lkws mit Wechselbatterien erprobt, also es werden Lkws mit Batterien ausgetauscht, um die Reichweite der Nutzfahrzeuge zu erweitern. Diese Ansätze hat es in der Phase der modernen Elektroautos seit 2009 immer mal wieder gegeben, aber beim Lkw werden einfach ein großes Drehmoment und spontane Reichweiten von 1000 Kilometern benötigt. Das ist aber mit elektrischen Antrieben beim Lkw nur schwerlich darstellbar, nun ich halte die Intralogistik für ein sinnvolles Anwendungsgebiet. Infralogistik ist der Lieferverkehr auf einem abgeschlossenen Gelände wie einem Fabrikgelände, Universitätsgelände oder einem Hafen. Hier werden gleichlange Versorgungsfahrten häufig wiederholt, so dass sich die Stärken des elektrischen Antriebs mit seinen niedrigen laufenden Kosten voll entfalten. Bei manchen Intralogistikanwendungen kann man auch schon beim jetzigen Angebot hinsichtlich des Ladevolumens und des Ladegewichts umsteigen. Ich werde auch bald einen Kurs veröffentlichen: http://elektroautovergleich.org/buecher-und-kurse-rund-ums-elektroauto/

Elektroautos stehen zur Wahl – Wie positionieren sich die Parteien

von Jürgen Vagt

die Grünen haben jetzt schon einmal den ersten Aufschlag produziert und das Ziel ins Parteiprogramm geschrieben, dass ab 2030 keine neuen Dieselmotoren mehr zugelassen werden. http://elektroautovergleich.org/2017/06/elektroautos-stehen-zur-wahl-zoff-bei-den-gruenen/
Und mit diesem politischen Paukenschlag will ich eine kleine Serie beginnen und beleuchten, wie einzelne Parteien zum Elektroauto stehen.
Die Grünen haben schon mal Ihren Claim abgesteckt und eine progressive Forderung ins Parteiprogramm geschrieben, das ist natürlich passend für eine Ökopartei. Und Fraktionsvorsitzender Anton Hofreiter begründet diese Positionierung eben auch explizit mit der Pariser Klimavereinbarung, denn wenn man 2030 keine Verbrenner mehr zulässt, dann hat man ab 2050 keine Emissionen durch den individualisierten Verkehr mehr .

FDP hält 2030 als Zielmarke für gefährlichen Unsinn

FDP – Chef Lindner hält diese Zielmarke für gefährlichen Unsinn, denn wenn man eine Zulassungsverbot für Dieselfahrzeuge ab 2030 einführt, würde man die Autohersteller mit Ihren 800000 Arbeitsplätzen gefährden. Und Lindner will nicht, dass die hoch rentable deutsche Autoindustrie mit Kaufprämien subventioniert wird. https://www.gruenderszene.de/automotive-mobility/fdp-lindner-zukunft-mobilitaet
Die Fördersummen für die Kaufprämie wären in einen staatlich finanzierten Ausbau der Ladeinfrastruktur besser investiert werden. Wenn man ein bisschen Distanz zu den beiden politischen Streithähnen gewinnt, muss man sagen, dass es sich nur noch um eine Frage der Jahreszahl handelt. Denn wenn Deutschland das Pariser Klimaabkommen einhalten will oder muss, dann muss irgendwann in der 2030 er Jahren ein Zulassungsverbot kommen. Ob dieses Zulassungsverbot nun 2030 oder 2039 kommt, bleibt fraglich.

Wer gefährdet den Standort Deutschland

Auf eine Zielmarke für das Zulassungsverbot zu verzichten, kann aber den Wirtschaftsstandort Deutschland auch gefährden, weil der deutsche Gesetzgeber nicht klar die Transformationsgeschwindigkeit zum elektrischen Antrieb bestimmt. Im europäischen Vergleich ist Deutschland der bedeutendste Absatzmarkt und daher sollte für Autohersteller auch der politische Wille klar sein, wann keine Verbrenner mehr zugelassen werden. Wenn ich mich Vertreter der Autoindustrie unterhalte, dann ist die Diskussion schon weiter. Es geht nicht ums Ob, sondern nur noch ums Wie der Einführung der elektromobilen Antriebe. http://elektroautovergleich.org/buecher-und-kurse-rund-ums-elektroauto/

Elektroautos stehen zur Wahl – Zoff bei den Grünen

von Jürgen Vagt

eigentlich sollte man als Berufspolitiker auf Mikros im Umfeld achten, aber der grüne Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat auf dem Parteitag der Grünen gepennt und nun kursieren seine Lästereien im Netz. Kretschmann hält die Forderung im Parteiprogramm der Grünen, dass ab 2030 nur noch elektrisch angetriebene Fahrzeuge zugelassen werden für Unsinn. Durch diese Forderung würden die Wahlchancen der Grünen bei der Bundestagswahl sinken und nun hat der Fraktionsvorsitzender der Grünen Hofreiter auf diese Aussage reagiert : http://www.spiegel.de/politik/deutschland/winfried-kretschmann-und-seine-wutrede-anton-hofreiter-widerspricht-a-1153885.html
Worum geht es in der Sachebene?
Kretschmann hält es für unmöglich, dass man ab 2030 die Ladeinfrastruktur soweit hat, als dass man komplett auf neue Verbrenner verzichten kann. Hofreiter meint, dass man keine zentrale Ladeinfrastruktur wie beim Verbrenner braucht, sondern dezentral an jeder Heimsteckdose aufladen kann.

Ladeinfrastruktur für Elektroautos – Ein schwieriges Thema

Hofreiter hat recht und die fehlende Ladeinfrastruktur wird immer mehr zur Scheindebatte, insbesondere wenn ab 2020 die Ladesäulen an den Autobahnen stehen und längere Fahrten von 300 – 400 Kilometer mit dem voll elektrischen Antrieb möglich sind. Dann kann man Verbrenner mit elektrischen Autos ersetzen, aber trotzdem bleibt das Ziel 2030 sehr ambitioniert. Einfach weil ein Auto 18 Jahre durchschnittlich im Einsatz sind und zudem werden die deutschen Hersteller erst in den 2020 er Jahren Ihr elektrischen Angebot ausweiten. Wenn Sie meinen, man müsse nicht die deutschen Hersteller schützen ist das richtig, aber 70 % der Deutschen kaufen einen Neuwagen von einer deutschen Konzernmarke.

Umstellungsgeschwindigkeit als politischer Streitpunkt

Langsam aber sicher nimmt der Wahlkampf Fahrt auf, und die Energiewende ist kaum relevant ist, aber Elektromobilität ist eben noch kontrovers und hier werden noch Konfliktlinien aufbrechen. Die Grünen positionieren sich klar hinter dem Thema mit weitreichenden Forderungen, aber welche Transformationsgeschwindigkeit verträgt die Gesellschaft. Lindner von der FDP hat sich noch nicht klar positioniert, aber ich gehe davon aus, dass er eine langsame Geschwindigkeit bei der Etablierung des Elektroautos haben will.

Elektroautos in den Firmenfuhrpark – welche Hürden gibt es wirklich?

von Jürgen Vagt

ich werde immer wieder mit Artikeln konfrontiert, es geht hier um die optimale und erfolgswirksame Einführung von Elektroautos in der Gegenwart. http://www.wiwo.de/unternehmen/auto/dienstwagen/ratgeber/e-autos-als-dienstwagen-politik-schafft-hindernisse-fuer-den-e-fuhrpark/19922782-3.html
Zu diesem Themenfeld habe ich ja schon diverse Kurse veröffentlicht: http://elektroautovergleich.org/buecher-und-kurse-rund-ums-elektroauto/
Ich freue mich zwar, dass meine Themen nun auch langsam in der Wirtschaftspresse aufgenommen wird, aber ich finde den Tenor des Artikels schwierig und problematisch.
Denn man vergleicht zu schnell Äpfel mit Birnen, weil Firmen einfach sehr unterschiedliche Bedürfnisse haben. Beim jetzigen Angebot und den Prognosen über neue Elektroautos in den nächsten Jahren, können nur bestimmte Unternehmen wie ambulante Pflegedienste, Gebäudereinigungen oder Kurierdienste auf Elektroautos umsteigen. Wenn man sich allgemein mit den Fuhrparks von Unternehmen beschäftigt, dann stößt man auf viele Probleme bei der Umstellung. http://elektroautovergleich.org/2017/05/elektroautos-als-firmenwagen-beginnt-der-durchmarsch/
So ist es auch der Wirtschaftswoche ergangen. Jetzt im Jahr 2017 können nur Dienstleister, die umfeldnah agieren und geringe Ladevolumen und Lasten benötigen, elektrische Fahrzeuge in die Firmenflotte einzuführen.

Welcher Hersteller bieten sich an

Nun entweder man fragt eine bestimmte Fahrzeugklasse nach wie zum Beispiel ambulante Pflegedienste, die nur Kleinstwagen einsetzen. Dann kann man bei einem Hersteller bleiben und bei diesen Tagesfahrleistungen kann man auch den kompletten Fuhrpark auf elektrische Fahrzeuge umstellen. Allerdings wenn man sich einen durchschnittlichen Fuhrpark anschaut, mit verschiedenen Fahrzeugen für Kundentermine und Lieferfahrzeugen, kann man sich auf eine Marke festlegen. Das ist bedauerlich, aber 2017 hat keine Hersteller ein so umfassendes Angebot an verschiedenen Fahrzeugtypen und Fahrzeugmodellen, als dass man mit einem gesamten Firmenfuhrpark umsteigen könnte. Also man muss Fahrzeuge mit einem bestimmten Fahrprofil heraus filtern, also Fahrzeuge mit einer geringen Tagesfahrleistung und einer hohen Wiederholungrate der Touren. Dann rechnet sich das Elektroauto jetzt schon, sonst bleibt es ein ökologisches Mobil, dass einen schönen Imageeffekt erzeugt. Zudem ist die Fuhrparkgröße entscheidend, denn man hat bei einem größeren Fuhrpark eine Flexibilität, so dass man der eingeschränkten Reichweite der voll elektrischen Antriebs zu Recht kommt.

Elektroautos von Audi – Fertigung in Brüssel

von Jürgen Vagt

man nimmt die Konzernstrategie von Volkswagen auch bei der Tochtermarke Audi ernst, bis 2025 sollen ein Viertel aller Fahrzeuge aus dem Hause Volkswagen rein elektrisch sein . 2018 soll durch Audi ein richtiger elektrische Suv auf den Markt kommen, dann ab 2019 soll ein elektrischer Gran Turismo auf den europäischen Markt kommen. http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/e-tron-sportback-audi-baut-zweites-elektroauto-in-bruessel/19962898.html
Nun werden die Pläne von Audi konkreter, ich hatte auch schon über die Planungen von Audi berichtet: http://elektroautovergleich.org/audi-und-das-elektroauto-ingolstaedter-erkennen-nachholbedarf/
Bei Audi gab es bislang auch noch nichts Überzeugendes im elektrischen Angebot, es hat zwar einen elektrischen A2 im Jahr 2013 gegeben, aber der war nur ein umgebauter Verbrenner und der wurde mehr als Pilotprojekt vermarktet. Bei dieser strategischen Entscheidung sieht man auch, dass Audi von Tesla gelernt hat, also der elektrische Antrieb wird als Innovation in der Oberklasse eingeführt. Aber ein Kleinwagen mit einem elektrischen Antrieb und einem sündhaften Preis wie eben der elektrifizierter A2 macht keinen Sinn.

Volkswagen muss punkten

Auch wenn Audi jetzt elektrische Fahrzeuge auf den Markt bringt, dann muss es jetzt klappen. Vergleichen mit anderen Herstellern haben Sie einen Nachholbedarf, deswegen muss es jetzt auch klappen, sonst wird die Volkswagenmarke immer mehr Boden gegenüber anderen Wettbewerber verlieren. Mit den neuen Elektroautos werden die Autos von Audi eben als eigenständige Elektroautos präsentiert und nicht mehr die umgebauten Verbrenner, die jetzt in der Gegenwart des Jahres 2017 für das elektrische Angebot des Hauses Volkswagen charakteristisch sind. http://elektroautovergleich.org/2017/02/elektroauto-golf-von-volkswagen-ein-verriss/
Und laut Audi- Vorstand sollen bei den Elektroautos ab 2018 erstmals ein Marge pro verkauften Neuwagen erreicht werden, diese ist zwar nicht so hoch wie bei den etablierten Verbrennern, aber es soll Geld verdient werden. Bis auf ein paar erbsen zählenden Bwler dürfte jedem klar sein, dass man Anfang einer innovativen Veränderung kein Geld verdient . Aber es müssen auch erst einmal Investitionen eingespielt werden, aber ich werde bald das neue Angebot von Audi in meine Ratgeber einbauen. http://elektroautovergleich.org/buecher-und-kurse-rund-ums-elektroauto/

Elektrobusse kommen langsam – aber BMW und Al Gore investieren

von Jürgen Vagt

seit ich diesen Blog betreibe, frage ich mich, warum die Elektrifizierung der Busse nicht voran kommt. Nun klar Fernbusse, die eine Reichweite von mehreren hundert Kilometern benötigen, sind nicht gemeint. Aber im Kurzstreckeneinsatz und insbesondere im Pendelverkehr ist der elektrische Antrieb bei Bussen nicht nur ökologischer, sondern auch ökonomisch sinnvoller. http://elektroautovergleich.org/elektrische-busse-im-linienverkehr-wann-geht-es-los/
Trotzdem hat sich in diesem Segment nicht viel bewegt, zwar hat Mercedes schon mehrfach angekündigt, dass die populäre Citaro-Reihe einen elektrischen Antrieb bekommen soll. Allerdings ist diese Einführung auch schon mehrfach verschoben worden, mein letzter Stand ist, dass die Citaro-Reihe in 2018 als Elektrobusse auf den Markt kommen soll.

Solaris als elektrische Hoffnung

Neben den etablierten Herstellern gibt es auch noch neue Akteure wie Solaris. Ein polnischer Hersteller, der schon seit 2011 elektrische Busse anbietet, nun gibt es auch einen amerikanischen Akteur. https://www.electrive.net/2017/06/13/bmw-und-al-gore-investieren-in-e-bus-hersteller-proterra/
Auch wenn sich elektrische Busse noch nicht etabliert haben, konnte dieses Start up eine sehr interessantes Investorennetzwerk gewinnen. Proterra geht auch den steinigen Weg und man baut einen eigenständigen Bushersteller auf. Im Innovationsfeld Elektromobilität hat es bislang nur Tesla geschafft, einen neuen Fahrzeughersteller aufzubauen. Gut Tesla macht auch noch 3,5 Mio € Verlust pro Tag. Aber für Proterra könnte es auch eine rosige Zukunft geben, denn viele Experten so wie ich auch erwarten ein exponentielles Wachstum für den Markt der elektrischen Busse.

Wie führt man elektrische Busse ein

Eigentlich ist die Rechnung einfach, denn ein elektrischer Bus von Solaris kostet 100000 mehr als ein vergleichbarer Verbrenner, aber der laufende Betrieb ist günstiger. Also muss der Busunternehmer nur Streckenprofile bestimmen, die mit der Reichweite eines elektrischen Busses darstellbar sind und dann kann es los gehen. Wichtig für den Erfolg ist es auch, dass diese kurzen täglichen Strecken sich möglichst häufig wiederholen. Mit kurzen täglichen Strecken und einer starken Wiederholung ist der elektrische Bus die bessere Wahl, aber dazu gibt es bald einen Onlinekurs. http://elektroautovergleich.org/buecher-und-kurse-rund-ums-elektroauto/

Neuer elektrischer Lieferwagen von Streetscooter

von Jürgen Vagt

Viele selbsternannte oder echte Automobilexperten hielten das Projekt von der RWTH Aachen und DhL für albern, denn warum sollte ein Logistikkonzern zum Automobilhersteller werden. http://elektroautovergleich.org/2017/05/elektrotransporter-fuer-einen-fischhaendler-streetscooter-versorgt-den-mittelstand/
Aber Streetscooter ist gekommen, um zu bleiben.
Ein Wir sind Helden – Zitat auf einem Autoblog, aber nun kommt der zweite Lieferwagen von Streetscooter.
Und interessanterweise wird hierfür eine Kooperation mit Ford etabliert, also gibt es eine Zusammenarbeit mit einem automobilen Schwergewicht. Ford hat mit seinem Transit eine Sonderstellung auf dem Transportermarkt. Denn der Transit ist der meistverkaufte Transporter, der Transit hat die Fahrzeugklasse ab den 1960 er Jahren populär gemacht.
Es stellt sich die Frage, warum Ford es nicht alleine versucht und warum Sie eine Technologiepartnerschaft eingehen. https://industriemagazin.at/a/ford-und-deutsche-post-bauen-elektrischen-transporter-gemeinsam
Darauf habe ich auch keine Antwort und ich finde Ford ist im Vergleich mit anderen Volumenhersteller nicht schlecht aufgestellt: http://elektroautovergleich.org/hybridauto-von-ford-hybridmondeo-kommt-zum-haendler/

E-Transporter für das Handwerk

Ein trauriges Kapitel, dass mir leider viele meiner Kunden berichten, denn momentan ist das Angebot für Handwerker und kleine Logistiker ist bei elektrischen Fahrzeugen sehr mau. Und bislang hatte ich nur gehört, dass Ford in einer Modelloffensive bis zum Jahr 2022 einen elektrischen Transporter anbieten will.
Nun gibt es aber eine neue Kooperation mit Streetscooter und der neue Transporter soll größer sein als der bestehende Streetscooter. In der gegenwärtigen Angebotspalette von Streetscooter gibt es nur den kleinen Transporter, den DHL jetzt versuchsweise einsetzt, um Briefe und Pakete auslzuiefern. Von dem großen und neuen Transporter soll es bis Mitte nächstes Jahr 2500 Stück geben und dann sollen insgesamt 20000 elektrische Transporter pro Jahr durch Streetscooter geben. Mit so einer Produktionskapazität wäre dieses kleine Technologie Spin Off der größte Hersteller von kleinen und mittelgroßen elektrischen Transportern. Stattlich. Ich werde die Fahrzeuge vorurteilsfrei prüfen, aber Fuhrparkentscheider müssen sich mit einem kleinen Hersteller ohne etabliertes Servicenetz anfreunden. Man wird sehen, ob es Streetscooter auch Kunden im kleinen Mittelstand gewinnen kann. Eine Einschätzung des neuen Streetscooter finden Sie auch bei meinen Büchern und Kursen:
http://elektroautovergleich.org/buecher-und-kurse-rund-ums-elektroauto/

Elektroautos als Poolfahrzeuge – Wann wird der eigene Dienstwagen überflüssig

von Jürgen Vagt

wie passen eigentlich Coparate Carsharing und das Elektroauto zusammen? Gut, aber diese Entwicklung ist noch in einer Frühphase, aber elektrische Fahrzeugen können leichter als Poolfahrzeuge eingeführt werden. http://elektroautovergleich.org/elektroautos-und-carsharing/
Aber was ist Coparate Carsharing, nun das ist Definitionssache. Hier wird ein firmeninternes Coparate Carsharing beschrieben: http://www.wiwo.de/unternehmen/auto/dienstwagen/ratgeber/poolfahrzeuge-im-fuhrpark-wann-carsharing-eigene-dienstwagen-ueberfluessig-macht/19874850.html
Aber grundsätzlich bedeutet es ja nichts Anderes als die Nutzung von Carsharingfahrzeuge durch Unternehmensmitarbeiter. Wenn man sich also das moderne Carsharing seit 2010 anschaut, dann kann es bedeuten, dass die Mitarbeiter die free – floating Systeme von der Großindustrie wie cartogo benutzen. Oder stationsbasierte Modelle wie Cambio und da müssen die Fahrzeuge nach der Nutzung wieder an der Station abgegeben werden. Und die Idee liegt nahe, durchs Carsharing Fuhrparkkosten zu sparen.

Dienstwagen als Statussymbols

Bislang werden die Carsharingsysteme hauptsächlich von privaten Nutzern genutzt und Firmen sind eher zögerlich bei der Nutzung diesen neuen Möglichkeiten. Das mag verwundern, denn Manager quetschen jedes % Punkt an Effizienz aus Ihren Mitarbeiter und die Firmenwagen stehen wochen – teils monatelang ungenutzt herum. Aber der eigene Firmenwagen ist ein Statussymbol und wird es wohl auch einige Jahrzehnte bleiben und mit einem Dienstwagen kann man ein mehr oder weniger verdienten Mitarbeiter belohnen und an das Unternehmen binden. Aber natürlich verändert sich das Statusgefüge in einer Gesellschaft und somit wird der eigene Dienstwagen immer weniger wichtig. Die wirtschaftlichen guten letzten Jahre tun Ihr Übrigens, denn in guten Zeiten setzen Unternehmen gerne mal Speck an, aber die nächsten Krisen werden kommen und dann wird man wohl breitflächig anfangen die Fuhrparkkosten zu senken.

Elektroautos im Pool

Wenn Elektroautos im Pool und über das firmeninternes Carsharing genutzt werden, dann ist es nicht erheblich, ob ein paar Fahrzeuge eine eingeschränkte Reichweite haben. Das wäre nur eine kleine Einschränkung in firmeninternen Buchungstool und man kann nur 15 % der alten Dienstwagen und nicht 20 % einsparen, aber Elektroautos sind auf kurzen Strecken auch kostengünstiger.

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