Automatisiertes Fahren und die Rechtslage – Nr. 91 Dr. Daniel Pauly (Linklaters) im Podcastinterview

von Jürgen Vagt 05.05.20
heute habe ich Dr. Daniel Pauly http://elektroautovergleich.org/willkommen-bei-der-podcastreihe-die-zukunftsmobilisten/ von der Law-Firm Linklaters https://linklaters.de/ bei den Zukunftsmobilisten gesprochen. Am Anfang haben wir erst einmal Ordnung in die moralischen Dimensionen um das automatisierte Fahren gebracht. Im Verkehr herrscht bekanntermaßen der Rechtsgrundsatz, dass der Mensch als Fahrer haftet unabhängig davon welche technischen Hilfsmittel beziehungsweise Fahrerassistenzsysteme genutzt werden. Laut Dr. Daniel Pauly wird dieser Grundsatz mit allen Wirkungen auf das Verkehrsrecht und die Versicherungswirtschaft auch auf absehbare Zukunft gelten. Nur wenn in einem Gebiet fast vollständig hochgradig automatisierte Fahrzeuge unterwegs sind, kann man diesen Rechtsgrundsatz ändern, sodass die Maschinen haften werden. Wenn man sich die Entwicklung in der Etablierung des automatisierten Autos anschaut, dann wird so ein Zustand erst im Jahr 2050 eintreten.

Erstmal geht es um Daten

Entscheidender ist in den nächsten Jahren die Frage, wie man mit den Daten des Fahrzeuges umgehen soll, weil die diversen Sensoren im Auto alle Fahrsituationen aufnehmen und die verschiedenen Assistenzsysteme speichern auch alle Veränderungen und eben auch die Reaktionen des Fahrers. Das automatisierte Auto egal auf welchen Level ist eben auch ein digitales Auto. Mit dieser Entwicklung wird das Auto immer ähnlicher, im Vergleich zu Industrie 4.0 Themen oder den Smart Devices im Haus. Deswegen stellt sich die Frage, wie man mit diesen Daten umgehen soll und wer diese Daten unter welchen Bedingungen auswerten soll. Die Autohersteller haben natürlich ein Interesse, die Daten aus dem Fahrzeug auszuwerten und die Automatisierung des Autofahrens sicherer zu machen. Aber auch die Versicherungswirtschaft kann mit den Daten, niedrigen und risikogerechtere Prämien entwickeln. Aber natürlich ist auch Missbrauch Tor und Tür geöffnet und Datenschutz bleibt ein kritisches Thema. Laut Dr. Daniel Pauly ist die Anonymisierung der Daten durch die DSGVO möglich und damit ist der Königsweg eröffnet. Wenn kein Personenbezug der Daten hergestellt werden kann, dann müssen keine Datenschutzvorschriften eingehalten werden. Damit können alle möglichen Geschäftsmodelle entwickelt werden und kein Akteur hat eine dominierende Stellung bei der Verwendung der Daten. Jetzt können Daten mittels passender Geschäftsmodelle in bare Münze überführt werden.

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Elektromobilität und die IG Metall – Nr. 90 Roman Zitzelsberger (IG Metall) im Podcastinterview

von Jürgen Vagt 14.05.20
heute begrüßte ich mit Roman Zitzelsberger http://elektroautovergleich.org/willkommen-bei-der-podcastreihe-die-zukunftsmobilisten/ einen Vertreter der IG Metall und Roman Zitzelsberger ist Bezirksvorsitzender der IG Metall in Baden Württemberg https://www.igmetall.de/ . Somit haben wir einen Einblick in das automobile Herz Deutschlands erhalten. Natürlich war der nervtötende Corona-Virus ein Thema, denn so langsam wird in der Automobilproduktion wieder die Produktion hochgefahren. Der Shutdown löst sich so langsam, aber die Nachfrage ist gegenwärtig weltweit eingebrochen und die Nachfrage wird auch nicht so schnell wieder anspringen. Jetzt lautet das Motto in der Industrie im Allgemeinen und der Automobilindustrie in Besonderen, Cash is King.

Elektroautos vor dem Markthochlauf

Die Hersteller haben nun ein ordentliches Angebot von Elektroautos bei den Händlern, aber ob eine Prämie der Automobilindustrie weiterhelfen wird, bleibt fraglich. Roman Zitzelsberger meint, dass jetzt eine Kaufprämie zwar neue Käufer in die Autohäuser bringen würde, aber für diese 500000 neuen Kunden gäbe es momentan keine Elektroautos. Die Kapazitäten der Werke würde nicht reichen, um diesen Nachfragepush zu bedienen. Eine mögliche Stütze der Automobilindustrie sollte auch moderne und verbrauchsarme Verbrennungsmotoren umfassen. Gegenwärtig kommt die Coronakrise zur Unzeit, weil einerseits die Elektromobilität noch nicht in der Gewinnzone ist und die Etablierung des automatisierten Fahrens kostet noch sehr viel Geld. Jetzt in Frühjahr 2020 kommt noch Corona hinzu und da scheut man Investitionen in die Zukunftsfelder. Die Automobilindustrie muss auch noch den Wandel zur Elektromobilität bewältigen und eben auch die ca. 800000 Beschäftigten bei den Autoherstellern.

Neue Qualifikationsprofile und bedrohte Jobs

Der Wandel zur Elektromobilität verändert natürlich die Automobilindustrie und wird es auch weiterhin tun. Allgemein kann man wohl sagen, dass sich der Bedarf zur Elektrotechnik verlagern wird und diese Mitarbeiter werden gesuchte Leute sein. Grundsätzlich gilt, dass das Elektroauto einfacher zu bauen sein wird als die konventionellen Verbrenner, aber so simpel ist der Zusammenhang nicht. Der Wettbewerb wird auch dafür sorgen, dass Elektroautos sich verändern werden. Man kann sich als Autohersteller durch Design und eine moderne digitale Innenausstattung von anderen Herstellern abheben und Kunden überzeugen. Da kann man sich wieder mal sich an Tesla an Beispiel nehmen.

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Zukunftsmobilität und Venture Capital – Nr. 89 Dr. Martin Hohla (Mobility Fund) im Podcastinterview

von Jürgen Vagt 08.05.20

heute sprach ich mit Dr. Martin Hohla von MobiliyFund https://mobility.fund/. Der studierte Betriebswirt leitet heute eine Venture – Capital Gesellschaft, die sich ausschließlich mit den Themen der Zukunftsmobilität beschäftigt http://elektroautovergleich.org/willkommen-bei-der-podcastreihe-die-zukunftsmobilisten/ . Eigentlich sollte es um Elektromobilität und das autonome Fahren gehen, aber natürlich ging es erstmal um die Corona-Pandemie. Wer als Start-up jetzt noch keine Finanzierung hat, wird wohl auch erstmal keine bekommen, aber der finanzierten Start-ups sollten einfach weiter arbeiten und die Geschäftsmodelle schärfen. In der größten Pandemie seit 100 Jahren lässt sich keine Aussage über die nächsten 3 – 6 Monate treffen und die Indikatoren für die Veränderung der Mobilität bleiben ja positiv.

Unternehmerische Chancen in der Elektromobilität

Wenn man sich die unterschiedlichen Felder anschaut, dann ist Elektromobilität sehr weit. Für den deutschen Markt sind 300 elektrische Modelle angekündigt und Volkswagen als größter deutscher Autohersteller hat die Produktion im November 2019 begonnen. Trotzdem gibt es immer noch Möglichkeiten für Start-ups, weil der Komfort beim Laden des Elektroautos noch sehr schlecht ist und hier gute technische Lösungen gefragt sind. Laut Dr. Martin Hohla wird es auch weiterhin keinen Boom von neuen elektrischen Herstellern geben, allerdings gab und gibt es immer spannende Nischensegmente für neue Fahrzeugkonzepte . Für Dr. Martin Hohla sind insbesondere vergleichsweise kleine Auslieferungsfahrzeuge für die Auslieferung in Großstädten hochinteressant. Grundsätzlich kann man sagen, dass sich diese Konzepte auf den großstädtischen Bereich konzentrieren werden.

Automatisiertes Fahren auch auf dem Land

In der Etablierung des automatisierten Fahrens spielen die ländlichen Räume, aber eine zentrale Rolle, weil eine einsame Landstraße wenig komplexe Fahrbedingungen bietet und solche Anforderungen kann die Technik auch schon in der Gegenwart bewältigen. Daneben bieten sich noch die Randbezirke von Großstädten an, weil auch hier einfache Fahrbedingungen herrschen und es auch tragfähige Geschäftsmodelle geben könnte, in der Vororten gibt es genug Kunden, sodass sich ausreichend viele Kunden für diese Roboter-Shuttles finden lassen. Bei LKWs ergeben sich Probleme, weil ein Unfall mit einem 40 Tonner erhebliche Unfallfolgen haben wird.

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Elektromobilität in der Beratung – Nr. 88 Dr. Stefan Penthin (BearingPoint) im Podcastinterview

von Jürgen Vagt 05.05.20
heute begrüßte ich Herrn Dr. Stefan Penthin https://www.bearingpoint.com/de-de/unser-team/unsere-experten/dr-stefan-penthin/ von der Unternehmensberatung Bearingpoint bei den Zukunftsmobilisten http://elektroautovergleich.org/willkommen-bei-der-podcastreihe-die-zukunftsmobilisten/ und wir sprachen eine knappe Stunde über die Lage der Autoindustrie. Natürlich fing das Gespräch mit einem Lagebericht über Corona an und die Autoindustrie hat so eine Krise seit dem Zweiten Weltkrieg nicht gesehen. Die Prognosen des Absatzes müssen um 15 % bis 20 % nach unten reduziert werden und wenn eine schwere wirtschaftliche Rezession einsetzt, dann verschlechtert sich das Konsumklima immer mehr und der Neuwagenabsatz bricht noch stärker ein.

Krisenreaktion der Autoindustrie

Das Angebot muss oder sollte sich laut Dr. Stefan Penthin auch ändern, weil die internationalen Lieferketten sehr anfällig sind für Pandemien und man könnte relativ schnell die heimische Fertigung aufbauen. Gegenwärtig werden Fertigungskapazitäten nicht genutzt und so könnte man schnell die heimische Produktion hochfahren, sodass man eben unabhängiger gegenüber den internationalen Lieferketten wird. Für Dr. Stefan Penthin bleibt es fraglich, ob überall in den Autoindustrien ein Rotstift angesetzt wird. Aber diese Corona-Pandemie trifft die Autoindustrie zur Unzeit, weil die großen Innovationsthemen wie Elektromobilität, automatisiertes Fahren und Mobility as a Service gegenwärtig Geld kosten und keinen Gewinnbeitrag bringen. Alle Autohersteller und Zulieferer müssen gegenwärtig in die Elektromobilität investieren und sind noch lange von der Gewinnschwelle entfernt.

Abwrackprämie reloaded

Im Mai 2020 wird wieder eine Abwrackprämie diskutiert und es stellt sich dann die Frage, ob ausschließlich batterie- elektrische Fahrzeuge gefördert werden. Nach der Finanzkrise 2008 gab es ein Abwrackprämie, um die Autoindustrie durch die damalige Krise zu bringen. Dr. Stefan Penthin meint, dass auch in der Corona – Lage des Jahres 2020 eine Abwrackprämie einen wichtigen Beitrag leisten könnte, aber diese Prämie sollte sich nicht nur auf Elektroautos beschränken. Diese Corona-Krise muss nicht nachteilig für die Einführung des automatisierten Fahrens sein, denn bislang sind die Forschungsetats noch nicht gekürzt und fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme sind beim Kunden sehr beliebt. Alles bis zum Level 2–3 der Automatisierungsskala ist ein klares Verkaufsargument und kann der Autoindustrie wichtige Umsätze in der Krise des Jahres 2020 bringen.

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Elektromobilität in der Forschung – Nr. 87 Prof. Dr. Claudia Kemfert im Podcastinterview

von Jürgen Vagt 03.05.2020
heute durfte ich Prof. Dr. Claudia Kemfert bei den Zukunftsmobilisten http://elektroautovergleich.org/willkommen-bei-der-podcastreihe-die-zukunftsmobilisten/ begrüßen und wir sprachen über kurz über die Corana-Lage. Aber dann ging es schnell zur Elektromobilität mit der bekannten Energie – und Umweltökonomin vom deutschen Institut für Wirtschaftsforschung  https://www.diw.de/de/diw_01.c.10839.de/personen/kemfert_claudia.html . Im Mai des Jahres 2020 ist die Abwrackprämie wieder ein Thema, weil die Corona-Pandemie eine massive Rezession verursacht und oder verursachen wird. Die Autoindustrie und deren Lobbyisten wollen Staatskohle, um die Automobilindustrie zu stützen. Die Automobilindustrie bleibt die deutsche Schlüsselindustrie, aber anderseits werden noch Dividenden trotz Corona bezahlt und in den letzten Jahren gab es reichlich Gewinne. Wenn es eine Förderung geben sollte, dann sollte es eine Mobilitätsprämie werden und nicht wieder eine Subventionierung von 2 Millionen Autokäufern durch 27 Millionen Steuerzahler. Sofern der politische Wille entstehen sollte, dann müssten Fahrräder, Bahnen und diverse Carsharingangebote gefördert werden.

Prämie für Elektroautos

Seit gut 2 Jahren gibt es ja Kaufprämie für Elektroautos, aber bislang steigt der Absatz von Elektroautos mit großen Zuwachsraten, aber bleibt immer noch auf kleinem Niveau. Das Angebot ist immer noch schlecht und unvollständig, wenn man es mit Verbrennerfahrzeugen vergleicht. Die Autoindustrie ist immer noch zu langsam und andere Hersteller geben das Innovationstempo vor, der Markthochlauf wird beginnen, wenn Elektroautos im Gesamtkostenvergleich mit den Verbrennern gleichziehen. Meine Recherchen nach schafften es die ersten asiatischen Hersteller diese Gleichheit bei den Kosten in den Modelljahrgängen des Jahres 2018 zu erreichen. Auch die deutschen Hersteller werden bald diese Kostengleichheit erreichen und dann ist Prof. Dr. Claudia Kemfert zuversichtlich, dass der Absatz von Elektroautos rasant steigen wird.

Batterie-elektrisches Fahren ist umweltverträglich

Im Jahr 2019 gab es mal wieder kritische Studien über die Umweltverträglichkeit von Elektroautos, die Pro – und Contra Argumente sind unten in den Shownotes aufgelistet. Prof. Dr. Claudia Kemfert will noch mal hervorheben, dass mit der batterie-elektrischen Mobilität die Erneuerbarkeit in den Automobilbau Einzug hält. Weil die Batterie nach dem Autoleben erneut als Notstromaggregat genutzt werden kann und dann am Ende der Nutzung können die Rohstoffe recycelt werden. Dieser Kreislauf ist es eben ökologisch besser, als Öl zu verbrennen und den Klimawandel ständig und stetig anzuheizen.

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Elektromobilität und Tesla – Nr. 85 Craig Davis (Ex-Tesla/ clean green fast) im Podcastinterview

von Jürgen Vagt 27.04.20

heute begrüßte ich mit Craig Davis einen erfahrenen Elektromobilisten bei den Zukunftsmobilisten http://elektroautovergleich.org/willkommen-bei-der-podcastreihe-die-zukunftsmobilisten/ und wir sprachen eine gute Stunde über die Entwicklung bei den Elektroautos. Bereits 2004 begann Craig Davis seine Karriere bei Mini und dann fing er bei Tesla an und war einer der ersten europäischen Mitarbeiter des amerikanischen Start-ups. Laut Craig Davis hat Tesla die Elektromobilität vorangetrieben und führt technologisch schon 5–8 Jahre gegenüber den traditionellen Autobauern. Aber in den 2010er Jahren erkannten auch die europäischen Hersteller die Zeichen der Zeit und jetzt in den Jahren 2018 / 2019 gibt es immer mehr elektrische Fahrzeuge von den europäischen Herstellern.

Software ist der Schlüssel zum Erfolg

Man sollte bedenken, dass Tesla eigentlich ein Softwareunternehmen ist und sich in der Tradition des Silicon Valley sieht. Software ist der Schlüssel zum Erfolg des Elektroautos beim Kunden, denn dass Elektroauto ist eben ein digitales Auto. Ob es der Komfort bei Laden und die effiziente Nutzung der Batterieleistung ist, gute Software ist ein Qualitätsmerkmal von Elektroautos. Die deutschen Hersteller haben laut Craig Davis bis 2018 die Softwarekomponente hinzugekauft und jetzt versuchen die Autohersteller diese Kompetenzen innerhalb der Konzerne aufzubauen. Die Softwarekompetenz ist neben der Batterie entscheidend und jetzt im Jahr 2020 wird es sehr teuer, wenn man den Entwicklungsvorsprung von Tesla aufholen will.

Digitales Denken und Automotive

Entscheidend bleibt aber, dass die deutschen und europäischen Hersteller anfangen digitaler zu denken und es wäre sinnvoller, wenn ein Informatiker oder Softwareentwickler Chef des Automobilverbandes werden würde. Das Maschinenbaudenken ist laut Craig Davis zu dominant innerhalb der deutschen und etablierten Autoindustrie. Die Mentalität ist schwer zu verändern, weil die Industrie in den 2010er Jahren sehr erfolgreich waren, aber die fossilen Geschäftsmodelle sind laut Craig Davis nicht mehr tragfähig und die Corona-Krise muss dazu führen, dass neue Erlösmodelle mit der Elektromobilität und digitalen Dienstleistungen aufgebaut werden. Nur so kann der Wandel glücken.

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Webinar bei Edudip: Roadmap – Automatisierte Shuttle in den ÖPNV am 27.04 um 15.00 Uhr

von Jürgen Vagt 22.04.20
Mit dem Webinar Roadmap: Automatisierte Shuttle in den ÖPNV https://www.edudip.market/lp/362994 will ich allen Beteiligten eine Plattform und die Möglichkeit geben, sich zu vernetzen. Entwickler, Business Developer, Verkehrsdezernenten und Fach – und Führungskräfte der Mobilitätswirtschaft erhalten hier eine Roadmap, wie in den nächsten Jahren automatisierte Shuttle unsere Innenstädte erobern. Für diese Transformation müssen sich Akteure über die tradierten Branchengrenzen vernetzen und mit diesem Webinar gehen wir den ersten Schritt.

Wo steht das automatisierte Fahren?

Am Anfang des Webinars erarbeite ich den Stand des automatisierten Fahrens im Jahr 2019 und beschreibe die technologischen Entwicklungen der letzten Jahre. Ich stelle kurz die Fahrerassistenzsysteme bei den etablierten Autoherstellern vor und wir schauen ins internationale Umfeld, um den Entwicklungsstand der internationalen Modellvorhaben mit automatisierten Shuttles zu verstehen. Besonderen Fokus lege ich auf die deutschen Modellvorhaben und Tests, um die Ausgangsvoraussetzungen der automatisierten Shuttles im Innenstadtverkehr herauszuarbeiten.

Verkehr in der Innenstadt

Die Automatisierung des privaten Personenpkws wird in diesem Seminar nur am Rande gestreift, wir legen den Fokus auf den kommerziellen Betrieb von automatisierten Shuttles. Deswegen beschreibe ich die Infrastrukturen in den Innenstädten und die aktuellen Betreiber von Mobilitätsdienstleistungen in den Innenstädten. Wir gehen dann der Frage nach, wie die ersten Betreibermodelle aussehen könnten und welche bestehenden Akteure die ersten Schritte einleiten sollten.

Tests mit automatisierten Shuttles

Technisch werden automatisierte Shuttle schon seit Jahren auf abgesperrten Arealen erprobt und die Tests bilden eine Basis für den möglichen zukünftigen Einsatz von automatisierte Shuttle im kommerziellen Betrieb. Daher will ich herausarbeiten, was technisch im Jahr 2019 möglich ist? Dann werden auch die betriebswirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen auf den Weg zu automatisierten Shuttle im Innenstadtverkehr klar und man kann diese Zukunftsherausforderung in handhabbare Schritte zerteilen.

Zukunftsszenarien für den Innenstadtverkehr

Am Ende des Webinare skizziere ich die wahrscheinlichen Akteurskonstellationen und wir diskutieren die nächsten Schritte und entwickeln einen Aufgabenkatalog für politische Entscheider. Die Teilnehmer werden auch darstellen, wie Sie Struktur für Ihre tägliche Arbeit gewonnen haben und wie die Zukunftsversion von automatisierten Shuttles in der Innenstadt an Kontur gewonnen hat.

Programm

Teil 1 Automatisiertes Fahren im 2019

Teil 2 Verkehr in Stadt und ÖPNV

Teil 3 Betreiber und Monetarisung

Teil 4 Szenarien für die Einführung von automatisierten Shuttle

Teil 5 Diskussion mit den Webinarteilnehmern



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Webinar bei Edudip: Automatisiertes Fahren in der Supply Chain am 27.04 um 19.00 Uhr

Mit dem Webinar: Automatisiertes Fahren in der Güterlogistik https://www.edudip.market/lp/362990 will ich allen Beteiligten eine Plattform und die Möglichkeit geben, sich zu vernetzen. Entwickler, Business Developer, Verkehrsdezernenten und Fach – und Führungskräfte der Logistik erhalten hier eine Struktur, wie sich automatisiertes Fahren und automatisierte Fahrzeuge in der Logistik etablieren werden oder könnten. Durch diese innovative Veränderung wird sich die Logistik verändern und mit diesem Webinar machen wir den ersten Schritt.

Kostensenkungen durch das automatisierte Fahren

Die zentralen Vorteile des automatisierten Fahrens werden herausgearbeitet, aber es werden auch die Herausforderungen für die Etablierung des automatisierten Fahrens dargestellt. Unterteilt in eine technische, wirtschaftliche und rechtliche Dimension werden die zentralen Entwicklungsaufgaben beschrieben. Mit dieser Systematik gewinnen die beteiligten Akteure einen strukturierten Uberblick über die Etablierung des Feldes und haben somit eine bessere Entscheidungsgrundlage. Zentraler Bestandteil des Webinars ist eine Bestandsaufnahme von neuen Fahrzeugkonzepten, welche auf das voll automatisiertes Fahren abgestimmt sind. Ich stelle den Innovationsgrad der verschiedenen automatisierte Nutzfahrzeuge vor, um auch zu zeigen, wie die bestehenden automatisierten Fahrzeuge in der Logistik sich weiterentwickeln werden oder könnten. In diesem Webinar wird die rasante Entwicklung der letzten Jahre seit 2015 zusammengefasst und es geht um die Frage, ob und wann die ersten automatisierten Fahrzeuge den öffentlichen Verkehrsraum erobern werden.

Modellvorhaben und kommerzieller Marktstart

Ich werde noch ein paar Aspekte über die Modellvorhaben mit automatisierten Nutzfahrzeugen präsentieren und dann wird der Pfad zum automatisierten Nutzfahrzeugen in der Logistik dargestellt. Innovative Veränderungen verändern tradierte Branchen und mit diesem Webinar möchte ich eine Plattform bieten, damit sich die verschiedenen Akteure in der Logistik vernetzen können und neue Angebote in der automatisierten Logistik entwickeln können. Automatisierte Nutzfahrzeuge sind ein Lösungsansatz für den gravierenden Personalmangel in der Nutzfahrzeuglogistik und können massive Kostensenkungen ermöglichen. Der weltweite Wettbewerb, um diesen Milliardenmarkt hat begonnen und internationaler Wettbewerber investieren große Summen in dieses Technologiefeld. Daher sollten wir tradierte Branchengrenzen verlassen und uns in diesem Innovationsfeld mittels dieses Webinars vernetzen.



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Elektromobilität in der Schweiz – Nr. 85 Dr. Jörg Beckmann (Mobilitätsakademie AG / Swiss eMobility) im Podcastinterview

von Jürgen Vagt 20.04.20
heute war der studierte Raumplaner Dr. Jörg Beckmann zu Gast bei den Zukunftsmobilisten http://elektroautovergleich.org/willkommen-bei-der-podcastreihe-die-zukunftsmobilisten/ und wir sprachen eine knappe Stunde über die Zukunftsmobilität in der schönen Schweiz. Anfang des Gesprächs sprachen wir über die Mobilitätsakademie und deren Aufgaben. Dr. Jörg Beckmann skizziert die Herausforderung der Mobilität und egal wie man es dreht und wendet, der Verkehr muss nachhaltiger werden. Wie kann man die gegenwärtige Mobilität mit weniger Emissionen und weniger Fahrzeugen organisiert werden? Dr. Jörg Beckmann stellt ein spannendes Projekt vor, denn https://www.carvelo2go.ch/de/ ist weltweit die erste Sharingplattform für cargobikes und hieraus ist ein Unternehmen entstanden. Der Nutzer kann sich ein Cargobike leihen und man kann schon drei Menschen oder 100 Klo transportieren. Nach der Fahrt kann das Cargobike wieder an die Station zurückgebracht werden.

20000 Nutzer fürs Cargo-bike Sharing

In der Schweiz gibt es schon 20000 Nutzer und nun will man den Weg nach Deutschland gehen. Momentan gibt es vereinzelte Cargobikes in Deutschland, aber eine App-basierte Nutzerplattform wäre für Deutschland neu. Bei den PKWs entwickeln sich die Dinge so wie auch in anderen europäischen Ländern und der Tesla verkauft sich in der Schweiz sehr gut und es gab bei den Eidgenossen auch schon immer eine spannende Szene von Pionieren. In der Jahren 2019 und 2020 rechnet sich das Elektroauto auch rein finanziell im Vergleich zu den konventionellen Verbrennern. Der Markthochlauf nimmt also auch in der Schweiz Formen an.

Autonome Shuttle im ÖPNV

Die Schweiz hatte einen starken ÖPNV und dieser ÖPNV ist ein zentraler Treiber des automatisierten Fahrens. Schon in den Jahren 2016 fuhren hochgradig automatisierte Shuttles in einigen Städten der Schweiz, so wie in anderen Ländern wird auch in der Schweiz fleißig getestet. Aber die ersten automatisierten Shuttle werden auch schon im regulären öffentlichen Verkehrsbetrieb eingesetzt. Ein Technologiepark wird mittels eines voll automatisierten Shuttle an den S-Bahnverkehr der Stadt angeschlossen. Mit diesen Projekten ist man in der Schweiz schon weiter als in Deutschland.





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Zukunftsmobilität in der Entwicklung – Nr. 84 Ralf Laufenberg (CEO RLE International) im Podcastinterview

von Jürgen Vagt 20.04.20

heute war Ralf Laufenberg zu Gast bei den Zukunftsmobilisten https://www.rle.international/ und wir sprachen über die Wirkung der Corona-Pandemie auf die Autoindustrie. Ralf Laufenberg ist nun seit 1993 in der Autoindustrie tätig und wir sind auf 4 Krisen in seiner Karriere gekommen. Diese Erfahrung ist nun nützlich, weil sich die negativen Wirtschaftsprognosen häufen und im April 2020 wird eine Schrumpfung des BIPs von minus 4 % bis minus 30 % diskutiert. Die Automobilindustrie als Zugpferd der deutschen Industrie wird jetzt die Prioritäten anpassen und Projekte in Nice-to have und ertragsstarke Projekte unterscheiden. Für die Elektromobilität gilt diese Abstufung nicht, weil alle großen Hersteller Investitionen getätigt haben und nun muss der Kunde kaufen, damit sich diese Investitionen rentieren. Allerdings forderte der Verband der Automobilindustrie eine Verschiebung der Klimaziele. Für Ralf Laufenberg ist diese Forderung eher kontraproduktiv.

Automatisiertes Fahren in der Warteschleife

Wenn man sich dieses Technologiefeld anschaut, dann ist noch ein weiter Weg bis zu tragfähigen Geschäftsmodellen und daher ist es sehr wahrscheinlich, dass die Investitionen für das automatisiertes Fahren zurückgefahren werden. Auch Google als Vorreiter ist noch weit entfernt, mit dem automatisierten Fahren Geld zu verdienen, zudem fehlt noch der rechtliche Rahmen und eine entsprechende gesellschaftliche Debatte über das automatisierte Fahren im öffentlichen Raum. In der beginnenden Corona-Rezession werden diese Forschungsaktivitäten zurückgefahren, sodass sich der Marktstart von automatisierten Fahrzeugen wohl mehrere Jahre hinausziehen wird.

Start-ups in der New Mobility

Spannend ist aber das Erscheinen von neuen Autoherstellern und hier ergeben sich spannende Möglichkeiten, weil etablierte Player wie Bosch und Benteler neue Plattformen anbieten und hier können Start-ups mit ein paar Millionen eigenständige Fahrzeugkonzepte entwickeln und einen Bedarf an neuen Nutzfahrzeuge decken. Auch weltweit gibt es spannende Projekte, die wie Rivian elektrische Pick-ups auf den internationalen Markt bringen. Laut Ralf Laufenberg werden wir bei den Autoherstellern ein gewisse Fragmentierung sehen und es wird in der Zukunft einige kleinere Hersteller geben, die sehr flexible Fahrzeugkonzepte anbieten werden.

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