Willkommen bei der Podcastreihe: Die Zukunftsmobilisten!

Hier gibt es Eins zu Eins-Interviews von Jürgen Vagt mit Akteuren der Zukunftsmobilität.

Mit Wissenschaftlern, Politikern, Manager aber auch Fahrlehrern und Automobilverkäufern werden aktuelle Ereignisse und langfristige Entwicklungen im Themenspektrum von der Elektromobilität bis zum autonomen Autofahren diskutiert.

Es gibt viele spannende Köpfe mit den entsprechenden Stimmen, die Orientierung in den Zukunftsfeldern Elektromobilität, autonomes Autofahren und Carsharing verschaffen können. Genau diese Köpfe erhalten hier eine Plattform.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 56 Prof. Dr. Friedbert Pautzke (HS – Bochum)

Elektromobilität in der Forschung / Wasserstoff versus batterieelektrisch / Energiespeicher

von Jürgen Vagt 07.10.19
heute war Prof. Dr. Friedbert Pautzke von der Hochschule Bochum zu Gast bei den Zukunftsmobilisten und Prof. Pautzke ist ein Veteran der Zukunftsmobilität. Schon im Jahr 1999 begann Prof. Dr. Friedbert Pautzke in Bochum an den elektrischen Antrieben zu forschen. Dem studierten Elektrotechniker war die fehlende Energieeffizienz des konventionellen Verbrennerautos ein Graus. Alleine die Fahrzeugarchitektur des klassischen Verbrenners ist ineffizient, weil ein großer Motor über verschiedene Wellen die Energie an die Räder übertragen muss und bei diesen mechanischen Übertragungen geht sehr viel Energie und Wirkungsgrad verloren. Bei den technologischen Experten galt das Elektroauto als ideales Fahrzeug für Großstädte, weil die Motors-Charakteristik des Elektroautos hervorragend zu den Anforderungen des Großstadtbetriebes passt. Die Durchbrüche bei den Batterien in den 2010er Jahren sorgen dafür, dass der batterie-elektrische Antrieb bis zur Mittelklasse problemlos eingesetzt werden kann.

Elektromobilität ist etabliert

Heute im Herbst 2019 können alle großen Autohersteller Elektroautos bauen und technisch ist die Elektromobilität bei den Hersteller etabliert. Langsam aber sicher werden die Elektroautos auch im Betrieb günstiger als klassischen Verbrenner. Trotz der Fridays for Future Bewegung erwartet Prof. Dr. Friedbert Pautzke, dass die Nachfrage erst dann steigen wird, wenn die Autokäufer merken, dass Sie mit einem Elektroauto günstiger und komfortabler fahren. Die konventionellen Kriterien bleiben für den Kauf eines Elektroautos entscheidend, denn die Bürger geben immer fleißig an, dass der Umweltschutz für den Autokauf wichtig ist. Einen Mehrpreis und Einschränkungen in der Leistungen haben die Käufer bislang nicht akzeptiert. Batterie-elektrische Fahrzeuge von asiatischen Herstellern sind seit dem Jahr 2018 in der Totalkostenbetrachtung besser als die vergleichbaren Verbrenner. Die Brennstoffzelle und der dazugehörige Wasserstoff ist wieder ein Thema, aber Prof. Dr. Friedbert Pautzke sieht für den Wasserstoff keine Zukunft im Automobilbau. Wasserstoff könnte eine Rolle in der Energiespeicherung spielen, aber unter den Bedingungen des Autos macht Wasserstoff keinen Sinn. Der Wirkungsgrad bei der Antriebs/Wasserstoff Kombination bedeutend schlechter als bei batterie- elektrischen Fahrzeugen, allerdings könnte diese Antriebskombination ein Thema im Schwerlastverkehr werden. Bei großen LKWs ist das Verhältnis von Ladevolumen und Batteriegröße zu schlecht, wenn ein batterie- elektrischer Antrieb verbaut wird.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 55 Christian Löwe (DB-Ventures)


Die Bahn in der Zukunftsmobilität / intelligente Mobilität / Spannende Start ups

von Jürgen Vagt 25.09.19
heute war ein Betriebswirt in Person von Christian Löwe zu Gast bei den Zukunftsmobilisten. Die gute alte Bahn hat seit 2015 eine Venture-Capital Tochter und investiert in spannende Mobilität -start Ups und es gibt gerade viel zu tun. Denn in der Zukunftsmobilität tut sich gerade viel, es kommen in den letzten Jahren mehr und immer bessere Konzepte auf den Markt. In der Mitte der 2010er Jahre wurde immer mehr Sharingkonzepte eingeführt. Interviewpartner aus diesem Bereich waren ja auch schon hier bei den Zukunftsmobilisten zu Gast: http://elektroautovergleich.org/2019/01/elektroroller-im-sharing-alexander-meiritz-emmy-sharing-bei-den-zukunftsmobilisten/
und http://elektroautovergleich.org/2018/11/elektroautos-und-start-ups-beres-seelbach-von-ono-bei-den-zukunftsmobilisten/
Es kommen ja immer mehr Unternehmen auf den Markt, so zu Beispiel Moia in Hamburg. Wenn man jetzt eine Bestandsaufnahme vornimmt, dann muss man feststellen, dass es insbesondere in Großstädten immer mehr und neue Verkehrskonzepte gibt. Es gibt also Rollersharing und Sammeltaxis und jetzt stellt sich die Frage, wie diese Verkehrsangebote besser und intelligenter werden.

Intermodale Verkehrsketten besser miteinander vernetzen

DB-Ventures investiert daher vornehmlich in Start ups, die mittels Big Data und den entsprechenden Analysen und Vorhersagemodelle den zukünftigen Verkehr besser steuern.
Bei einer Wegstrecke in Berlin werden vielleicht idealtypisch 4 Verkehrsträger benutzt und aus diesem Verkehrsverhalten kann man Nutzerprofile entwickeln, sodass die Angebote optimiert werden können und man kann neue Angebote in den Markt setzen. Dadurch werden Lücken geschlossen und ein effizienteres Angebot entsteht. Natürlich hat die Bahn ihre Bahnhöfe, aber es stellt sich die Frage, wie die Menschen zu diesem Mobilitätshub kommen. Diese Zuliefererverkehre aus dem Stadtgebiet zu den Mobilitätshubs oder in durchschnittlichen Deutsch Bahnhöfe sind das strategische Ziel der Bahn. In diesem Bereich wird investiert und hier sucht man die entsprechenden guten Start ups. In diese Gemengelage dringt das Thema des automatisierten Fahrens rein, jetzt im Frühherbst werden zwar werden gerade Schaufensterprojekte an zentralen Orten wie der Straße des 17. Juni gestartet. Aber das sind mehr öffentlichkeitswirksame Maßnahmen, wirklich interessant sind automatisierte Busse, die aus Wohngebieten zu den Bahnhöfen fahren und Passagiere mit nehmen.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 54 Stefan Leppler Motion Tag


Effizienz im Verkehr / Daten in der Zukunftsmobilität / bessere Angebote in der Mobilität

von Jürgen Vagt 19.09.19
heute war Stefan Leppler von Motion Tag https://motion-tag.com/en/ zu Gast bei den Zukunftsmobilisten und wir sprachen über sein Start up und dessen Rolle in der Zukunftsmobilität. Motiontag sammelt anyomisierte Daten von Nutzern ein und zeigt mit dieser Datengrundlage Effizienzpotenziale für Mobilitätsunternehmen an. Wenn Menschen eine gewisse Wegstrecke mit mehreren Verkehrsmitteln zurücklegen, dann werden über diese Wegstrecken die Nutzerdaten per App gesammelt und aus diesen Daten werden Nutzerprofilen generiert. Mit diesen Datenbeständen können dann Optimierungen bestimmt werden, also wo müssen im Stadtgebiet mehr oder weniger Shuttle angeboten werden? Wie können Sharing-Anbieter mit Fahrrädern besser mit dem klassischen ÖPNV zusammenarbeiten? Nutzer sind zwar nicht im Fokus von motiontag, aber in den nächsten Jahren werden die Angebote der Verkehrsbetreiber immer besser, weil man die Kundenbedürfnisse besser versteht.

Neue Akteure in der Mobilität

In den letzten Jahren sind immer mehr und neue Akteure zu Mobilitätsanbietern geworden und das Teilen von Verkehrsmitteln wird immer populärer. Insbesondere junge Großstädter wollen kein eigenes Fahrzeug mehr besitzen und scheuen auch die Festkosten des eigenen Autos. Daher gibt es immer Sharing-Optionen und man kann von Fahrrad bis zum Auto die Fahrzeuge ausleihen und nach der Fahrt wird es von jemand anders genutzt. Daher kommen immer mehr neue Akteure in die Mobilität, Alexander Meiritz http://elektroautovergleich.org/2019/01/elektroroller-im-sharing-alexander-meiritz-emmy-sharing-bei-den-zukunftsmobilisten/ und Mladen Djuric http://elektroautovergleich.org/2019/03/elektrische-kleinbusse-im-ridesharing-die-zukunftsmobilisten-nr-24-mladen-djuric-clevershuttle/
Bislang sind diese Optionen nicht aufeinander abgestimmt und greifen nicht einander und bei diesem Problem bietet die Software von motiontag Abhilfe. Für Kommunen besteht so die Möglichkeit auch den Verkehr in der Stadt effizienter zu machen, denn viele Städte wollen den individuellen Verkehr mit privaten PKWs aus den Innenstädten drängen. Die Privat-Pkws brauchen viel Platz und erzeugen Emissionen und Lärm in dicht besiedelten Städten und viele große Kommunen und Städte werden früher oder später den Zugang von Autos erschweren. Vielleicht werden schon in ein paar Jahre automatisierte Shuttles in den Städten fahren und dann braucht man eine Datengrundlage, um diese autonomen Shuttles besser im Verkehr zu steuern. Roboter-Taxis werden eingesetzt, um Menschen aus dem Stadtgebiet zu einem Verkehrsknotenpunkt zu bringen.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 53 Andreas Rimkus MdB SPD

Elektrische Antriebe und Speicher / Wasserstoff in der Zukunftsmobilität / Sektorkoppelung und Elektromobilität

von Jürgen Vagt 12.09.19
heute war der gelernter Elektromeister Andreas Rimkus bei den Zukunftsmobilisten zu Gast. Andreas Rimkus sitzt seit der Bundestageswahl 2013 für die SPD im Bundestag und kümmert sich fraktionsintern um die Elektromobilität. Am Anfang des Gespräches ging es um die Frage, wie technologie-offen die Förderung der alternativen Antriebe sein soll. Der Parteivorsitzende der oppositionellen FDP Christian Lindner kritisiert die Regierungskoalition, weil er eine zu einseitige Förderung der batterie-elektrischen Fahrzeuge wahrnimmt. In das gleiche Horn stößt auch der Verband der Automobilhersteller, aber hier hält Andreas Rimkus entgegen, dass auch Wasserstoff gefördert wird. Andreas Rimkus sieht für den Wasserstoff als Speichermedium noch eine große Zukunft und er erwartet eine große Vielfalt an Antriebs – und Speicherkombinationen, allerdings muss sich der Bürger von der Vorstellung einer eierlegenden Wollmilchsau als Auto verabschieden.

Kein Auto für jeden Anlass

Großstadtpendler können sehr gut mit einem elektrischen Kleinwagen und einer kleinen Batterie leben, aber der Vertreter mit hoher Reisetätigkeit wird sich entweder einen Hybrid oder ein Wasserstoffauto kaufen. Der Staat wird in den sauren Apfel beißen und die verschiedenen Infrastrukturen auch ausbauen, also wird es an den großen Transitstrecken Wasserstofftankstellen geben und in den Innenstädten wird es Ladesäulen für batterie-elektrische Autos geben. Die verschiedenen Ladeinfrastrukturen werden erstens kostspielig und auch Co2 intensiv im Ausbau sein. Die individuelle motorisierte Mobilität wird sich also aus Verbrennerantrieben in eine massive Vielfalt weiterentwickeln, aber Andreas Rimkus glaubt auch an Mischformen, wo die Batterien als Speichermedium mit anderen Speicherformen kombiniert werden. Der Vorteil des batterie-elektrischen Antriebs ist aber die Einfachheit, diese Einfachheit würde mit zwei Speichermedien im Auto wieder verloren gehen. Abschließend ging es noch um die Frage, ob die deutsche Automobilindustrie die Elektromobilität noch genießen kann. Die Produktion der Batteriezellen ist zu 80 % in Asien und wird auch nicht mehr so schnell zurückkommen, diese Entwicklung hat die Autoindustrie und das Verkehrsministerium verschlafen und nun werden 30 % der Wertschöpfung beim Elektroauto NICHT in Deutschland stattfinden.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 52 Prof. Dr. Ing. Petra Schäfer ReLUT – Research Lab for Urban Transport


Autonome Shuttle im Öpnv / Lieferfahrzeuge in der Last Mile Logistik / Hochlauf der Elektromobilität

von Jürgen Vagt 13.09.19
heute war Frau Prof. Dr. Petra Schäfer von der FH Frankfurt zu Gast bei den Zukunftsmobilisten. Die promovierte Bauingenieurin ist seit 12 Jahren Professorin in Frankfurt und war vorher in der Verkehrsplanung tätig. Prof. Dr. Petra Schäfer sieht gegenwärtig noch die Notwendigkeit eines massiven Mentalitätswandels, denn die technischen Parameter sind so gut, dass schon 90 % der Menschen auf ein Elektroauto umsteigen können und diese 90 % beziehen sich auf Städte. Selbst 70 % der Landbevölkerung können mit den Reichweiten der Modelljahrgänge 2017 oder 2018 auf Elektroauto umsteigen. Aber trotzdem kommt die Elektromobilität bei Privatkunden und kleineren Logistikern nur sehr langsam in Fahrt. Grundsätzlich muss anders kommuniziert. Frau Prof. Dr. Petra Schäfer sieht hier die Handwerkskammern und die Ihks in der Pflicht die Elektromobilität den kleinen Logistikern und den Handwerkern zu erklären und hier gibt es erhebliche regionale Unterschiede.

Die Logistik bekommt neue Fahrzeuge

Zudem gibt es einen Wandlungsprozess, denn es wird neue Fahrzeuge geben und diese Entwicklung beginnt in den Großstädten. In der zukünftigen Logistik wird alles von der Sackkarre bis zu elektrisch angetriebenen 7,5 Tonner angewendet. Der Staat im Allgemeinen und die Kommunen im Besonderen wollen weniger Lieferverkehr und insbesondere Start ups bringen neue Fahrzeuge für die Last Mile Logistik. Schon in den nächsten Monaten werden elektrisch angetriebene Lastenfahrräder in der Auslieferung eingesetzt. Also sind neue Fahrzeugkonzepte kein allzu ferne Zukunftsmusik. Allerdings bedeutet eine Vielfalt an neuen Fahrzeugkonzepten nicht unbedingt weniger Verkehr. Diese Zielsetzung kann nur durch intelligente Verkehrssteuerung erreicht werden. Bei diesem Problem könnte das autonome Shuttle im öffentlichen Nahverkehr helfen und dieses Thema findet Frau Prof. Dr. Petra Schäfer als sehr spannend. Die Erforschung beginnt gerade in diesem Frühherbst und es werden auch in diesem Testprojekt auch die sozialen Perspektiven des Fahrens mit autonomen Shuttles erprobt. Gegenwärtig werden zwar Studien veröffentlicht, dass sich nur 50 % der Deutschen in ein autonomes Shuttle setzen wollen, aber es bleibt abzuwarten, wie den Passagieren der Frankfurter Modellvorhabens das autonome Fahren gefällt.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 51 Dieter Janecek MdB Grüne
Zukunftsmobilität im Bundestag / Batterien in der Industriepolitik / Autonomes Fahren im Öpnv

von 03.09.19 Jürgen Vagt

heute kam ein ausgewiesener Digitalpolitiker von den Grünen bei den Zukunftsmobilisten zu Wort. Dieter Janecek kommt aus Bayern und sitzt, seid 2013 im Bundestag und am Anfang des Interviews haben wir über die Entwicklung der Elektromobilität und des autonomen Autofahrens in den letzten Jahren geredet. Die Zweifler an der Elektromobilität sind im Parlament im Laufe der Jahre immer weniger geworden und automatisiertes/autonomen Autofahren schiebt sich in den letzten 2 – 3 Jahren auf die politische Agenda. Wie von einem Oppositionspolitiker zu erwarten ist, kritisiert Dieter Janecek die Maßnahmen der Bundesregierung. Gegenwärtig ist das Rennen um die Zellen der Lithium-Ionen Batterien verloren und im August 2019 kommen 80 % der Zellen aus Asien. Die Bundeskanzlerin Angela Merkel will nun die Zusammenarbeit mit Frankreich verstärken, damit in Europa eine Fertigung von Batteriezellen entsteht. Hier wünscht sich Dieter Janecek mehr Initiative von der Bundesregierung, aber es wird sehr schwierig den Entwicklungsrückstand aufzuholen. Große Hoffnungen setzt Dieter Janecek auf die Feststoffbatterien und hofft, dass Deutschland diese technologische Veränderung nutzen wird, um wieder Wertschöpfung im Batteriebau in Deutschland zu bündeln. Die bestehenden Förderungen beim Elektroautokauf soll zu einem Bonus-Malus-System umgebaut werden. Schwere SUVs sollten sanktioniert werden und die Mehreinnahmen würden die Grünen verwenden, um den Kauf von kleinen Elektroautos zu fördern.

Grüne Versionen für den Innenstadtverkehr

Als Leitbild betrachtet Dieter Janecek die skandinavischen Städte und insbesondere Kopenhagen, denn Skandinavien hat den Weg von der autogerechten Stadt zur menschenfreundlichen Stadt schon beschritten. Aber das autonome Fahren ist ein zweischneidiges Schwert für die Innenstädte, denn das Fahren in den sogenannten Roboter-Taxis wird günstiger als bei Taxis mit einem menschlichen Fahrer. Wenn Roboter-Taxis flächendeckend eingesetzt werden, dann entsteht ein Wettbewerb für´das Fahrrad oder dem guten alten ÖPNV. Also wünscht sich Dieter Janecek, dass die selbstfahrende Kleinbusse als Ergänzung des öffentlichen Nahverkehrs eingesetzt werden. Denn diese selbstfahrenden Kleinbusse sollen als Ruf-Busse in ländlichen Regionen den Landbewohnern eine bessere Verkehrsanbindung bieten.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 50 Prof. Uwe Plank-Wiedenbeck Bauhaus-Universität Weimar

New Mobility und das Verkehrsystem / Aufgaben für die Politik / Verkehrssteuerung in Großstädten

von Jürgen Vagt 26.08.19

heute hatten wir Prof. Uwe Planck-Wiedenbrück von der Bauhaus-Universität zu Gast und der studierte und promovierte Bauingenieur hat eine Softwarefirma gegründet. Jetzt ist Prof. Uwe Plank-Wiedenbeck für die Herausforderungen des digitalisierten Verkehrs gerüstet. Im August 2019 hat Prof. Uwe Planck-Wiedenbrück eine Professur für Verkehrssysteme an der Bauhaus-Universität Weimar inne und betreut diverse Forschungsprojekte in der Zukunftsmobilität. Im ersten Teil haben wir erstmal das deutsche Verkehrssystem zerlegt, denn wir haben eine Dreiteilung. Der Bund betreut die Autobahnen und die Kommunen den Stadtverkehr, wobei die Länder sich um alles dazwischen kümmern. Die Gesetzeslage ist auf die neuen Mobilitätsformen wie z. B. Moia eine Ridesharngplattform nicht ausgelegt. Insbesondere die Kommunen müssen hier rechtliches Neuland betreten, denn neue Angebote in der Personenbeförderung müssen eben auch zugelassen werden und Konzessionen müssen bewilligt werden.

Automatisiertes Fahren in der Stadt

Die Roboter-Shuttles werden immer leistungsstärker und in den nächsten Jahren sollten diese Fahrzeuge schon regulär im Stadtverkehr eingesetzt werden. Diese Entwicklung stellt den öffentlichen Nahverkehr vor massiven Herausforderungen. Inhaltlich können die Kommunen diese Konzepte nicht beurteilen und auch die ersten Forschungen zeigen eine durchaus problematisches Bild, denn die Shuttles mit dem Automatisierungslevel 4 werden den öffentlichen Nahverkehr günstiger machen und die kleineren Shuttles benötigen weniger Platz als konventionelle Verkehrsbusse. Erste Szenarioberechnungen zeigen, dass der Verkehr in den Großstädten immer mehr wird, eben weil die Personalkosten sinken werden und die Fahrzeuge besser ausgelastet sind. Mehr motorisierter Verkehr in den Großstädten wird von vielen Menschen nicht als Zugewinn an Lebensqualität empfunden. Aber die Etablierung des automatisierten Fahrens in den Großstädten ist ein Zukunftsthema, aber immer mehr jungen Verkehrsplaner und Politiker fördern den Radverkehr in den Städten. In den Großstädten macht sich in breiten Bevölkerungsschichten eine Ablehnung gegenüber den Verbrennerfahrzeugen breit. Selbst wenn der Markthochlauf von Elektroautos ab 2020 sehr schnell sehr erfolgreich wird, dann werden diese Elektroautos nicht so schnell die Luft in den Innenstädten verbessern. Schnelle Abhilfe würde nur eine bessere Verkehrsteuerung schaffen.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 49 Kurt Sigl Vorsitzender Bundesverband eMobilität
10 Jahre Elektromobilität / Verkehrsminister und Elektromobilität / Die Deutschen und das Elektroauto
von Jürgen Vagt 21.08.19


erstmal ein Punkt in eigener Sache, ab jetzt werden die Episoden von den Zukunftsmobilisten in voller Länge veröffentlicht und ich
suche ab jetzt einen Werbepartner oder Sponsor. In der Episode 49 war Kurt Sigl zu Gast und ich sprach mit den Vorsitzenden des Bundesverbandes eMobilität über die Entwicklungsgeschichte der Elektromobilität in den letzten 10 Jahren. 2009 war der Startschuss der modernen Elektromobilität und der nationale Entwicklungsplan Elektromobilität hat das Thema Elektromobilität auf die Agenda gesetzt. Der Bundesverband eMobilität ist ebenfalls 2009 gegründet worden und feiert heute das 10-jährige Bestehen. Am Anfang berichtete Kurt Sigl über die unterschiedlichen Verkehrsminister und deren Leistungen bei der Etablierung der Elektromobilität. Eine durchwachsene Bilanz, aber die Industrie ist in Bewegung und selbst die bisher zögerlichen Autozulieferer bauen jetzt in Richtung Elektroauto um.
Am Anfang hat der Staat wichtige Impulse gesetzt und unter der Ägide Dobrindt wurde Elektromobilität auf Sparflamme gekocht.

Batterien fürs Elektroauto

Es gibt eine Zeitenwende in der Geschichte der modernen Elektromobilität und das ist der Dieselskandal im Jahr 2015. Die Zweifler in der Politik sind verstummt, aber eine einheitliche Linie ist für Kurt Sigl innerhalb der politischen Steuerung. Für so einen langjährigen Experten ist die Batterie-Diskussion einfach nur leidig. Die Batterie macht 30 % der Wertschöpfung beim Elektroauto aus und heute kommen 85 % der Zellen aus Asien. Spätestens jetzt muss die Automobilindustrie mehrere Milliarden investieren, sonst bleibt die Wertschöpfung in Asien und die zukunftssicheren Arbeitsplätze eben auch. Nur das wird den Entscheidungsträgern auch schon seit 10 Jahren gepredigt. Die Deutschen bleiben verwirrt, was die Elektromobilität angeht. Der Dieselskandal war zwar auch für die Mittelschicht ein Wendepunkt, aber die Deutschen sind mit sehr widersprüchlichen Informationen konfrontiert und tendieren immer noch zur sicheren Lösung und kaufen sich immer noch einen Diesel. Die Reichweitenangst ist immer noch ein zentrales Hemmnis und solche Diskussionen wie die Wasserstoffdebatte des Sommers 2019 hemmen die Bereitschaft der Deutschen zum Elektroautokauf

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 48 Sascha Koberstaedt (evum-motors)

frugale Innovationen / Elektrotransporter für Afrika / Start ups im Elektroautobau

von Jürgen Vagt 25.07.1

heute war Sascha Koberstaedt zu Gast bei den Zukunftsmobilisten und er stellt sein Start up evum-motors vor. Hier ist eine kluge Idee aus einer Universität nicht in der Schublade verschimmelt, sondern hier ist ein kostengünstiger und robuster Elektrotransporter für die dritte Welt oder Schwellennationen zur Marktreife gebracht worden. Das Projekt ist aus einem Forschungsvorhaben der technischen Universität München entwickelt worden und das Gründerteam um Sascha Koberstaedt hat das Gründungsnetzwerk der technischen Universität München genutzt, um das Projekt zur Marktreife zu bringen und im April 2020 wird der Elektrotransporter für einen Preis um die 10000 € zu kaufen sein. Man nennt diesen Ansatz frugale Innovation und am Anfang des Interviews haben wir über dieses Innovationsthema gesprochen. Bei frugale Innovationen werden die Kernbedürfnisse der Zielgruppe bestimmt und dann wird ein kostengünstiges Angebot formuliert.

Einfachheit als Prinzip

Das Gewerbe in den Schwellennationen braucht keine komplizierten Fahrzeuge, die wartungsanfällig sind und eine Elektronik haben, die in Afrika oder Asien niemand reparieren kann. So wie in Europa sind die Tagesfahrleistungen so kurz, dass der gegenwärtige batterie- elektrische Antrieb des Sommers 2019 ausreicht, um Elektrotransporter wirtschaftlich zu nutzen. Der Elektrotransporter ist von der Konstruktionsseite so einfach gehalten, dass man dieses elektrische Nutzfahrzeug überall in der Welt reparieren kann. Langfristig soll die Fertigung in Schwellennationen erfolgen und diese Produktion nah am Absatzmarkt ist möglich, weil die Konstruktion so einfach ist. Einige Kundengruppen in Europa finden dieses Fahrzeugkonzept so interessant, dass evum-motors auch eine europäische Zulassung anstrebt. Eine solche Zulassung ist mit hohen finanziellen und technischen Anforderungen verbunden. Aber der Elektrotransporter soll für 28000 € angeboten werden und viele Kunden, wie Baumschulen oder Förster und Kommunen haben massives Interesse signalisiert. In der strategischen Vorausschau ist das Thema automatisiertes Fahren ein Thema, denn es stellt sich bei einigen Anwendungen die Frage, ob diese Fahranforderungen nicht besser automatisiert werden sollten. In der Forstwirtschaft wäre eine solche Automatisierung schon sinnvoll.

Diese freie Version des Interviews umfasst 13.30 Minuten und unter https://www.digistore24.com/product/280615 können Sie das vollständige Interview mit 42 Minuten gegen 2,38 € brutto und 2 € netto erwerben.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 47 Marcus Fendt (Mobility House)

Ladesäulen für Privatkunden / Batterien als Energiespeicher / Second-Life Batterien im Stromnetz

von Jürgen Vagt 26.06.19
heute war mit Marcus Fendt ein Veteran der Elektromobilität zu Gast bei den Zukunftsmobilisten und 2011 hat er zusammen mit einem Geschäftsfreund das Unternehmen Mobility House https://www.mobilityhouse.com gegründet. In den Jahren 2011 und 2012 hat sich Mobility House als Anbieter für Ladetechnik für Privatkunden etabliert und bietet Ladesäulen für Privatkunden und Unternehmen an. Am Anfang wurde das Geschäftsmodell vorgestellt worden, weil es nun hier eine Komplettlösung für potenzielle Elektroautokäufer gibt. Herstellerunabhängig kann man die passende Ladetechnik zum Elektroauto bestellen. In der Frühphase war das Geschäft zäh, weil man einfach noch kein (überzeugendes) Angebot im Markt hatte. Aber immer mehr Kunden kaufen seid 2016 Elektroautos und den Vertrieb der Ladesäulen hat sich etabliert.
Zudem berichtet Marcus Fendt schon über die ersten Unternehmen, die Ihre Flotten auf Elektroautos umstellen. Im Sommer 2019 sind es vorrangig große Unternehmen, die viele unterschiedliche Fahrprofile benötigen. Beim Stand der Technik des Sommers 2019 sind immer noch Fahrprofile empfehlenswert, bei denen kurze Tagesfahrleistungen mit einer hohen Wiederholung innerhalb eines Monats oder eines Jahres gefahren wird. Also sind ambulante Fahrprofile und Kurierunternehmen Kandidaten für den Umstieg aufs Elektroauto.

Energiewende und Elektroautos

Im strategischen Fokus von Marcus Fendt dominiert, aber schon die Verknüpfung des Elektroautos mit der Energiewende bzw. dem Ausbau der erneuerbaren Energien. Marcus Fendt betreut schon die Second-Life Anwendung von genutzten Batterien. Die Wiederverwendung der Batterien des Elektroautos ist das große Thema innerhalb Ladetechnik -szene, weil der Markthochlauf erwartet wird und sich dann die Frage stellt, wie man mit den ausgemusterten Batterien umgeht. Diese ausgedienten Batterien werden dann ein Speicher im Stromnetz, das Stromnetz der Zukunft wird schwankungsintensiver, deswegen stiegt der Bedarf an kostengünstigen Speicherlösungen und das werden die Batterien des Elektroautos. In Holland gibt es diese Second-Life Anwendungen schon in Fußballstadien und das gute alte Notstromaggregate wird durch einen Park von ausgedienten Elektroautobatterien ersetzt. Durch diese Zweitnutzung verteilt sich die CO2 Belastung der Batterie auf eine längere Nutzung wird somit geringer und die CO Belastung des Elektroautos im Vergleich zu Verbrennern immer besser.

Diese freie Version des Interviews umfasst 13.30 Minuten und unter https://www.digistore24.com/product/277103 können Sie das vollständige Interview mit 58 Minuten gegen 2,38 € brutto und 2 € netto erwerben.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 47 Marcus Fendt (Mobility House)

Ladesäulen für Privatkunden / Batterien als Energiespeicher / Second-Life Batterien im Stromnetz

von Jürgen Vagt 26.06.19
heute war mit Marcus Fendt ein Veteran der Elektromobilität zu Gast bei den Zukunftsmobilisten und 2011 hat er zusammen mit einem Geschäftsfreund das Unternehmen Mobility House https://www.mobilityhouse.com gegründet. In den Jahren 2011 und 2012 hat sich Mobility House als Anbieter für Ladetechnik für Privatkunden etabliert und bietet Ladesäulen für Privatkunden und Unternehmen an. Am Anfang wurde das Geschäftsmodell vorgestellt worden, weil es nun hier eine Komplettlösung für potenzielle Elektroautokäufer gibt. Herstellerunabhängig kann man die passende Ladetechnik zum Elektroauto bestellen. In der Frühphase war das Geschäft zäh, weil man einfach noch kein (überzeugendes) Angebot im Markt hatte. Aber immer mehr Kunden kaufen seid 2016 Elektroautos und den Vertrieb der Ladesäulen hat sich etabliert.
Zudem berichtet Marcus Fendt schon über die ersten Unternehmen, die Ihre Flotten auf Elektroautos umstellen. Im Sommer 2019 sind es vorrangig große Unternehmen, die viele unterschiedliche Fahrprofile benötigen. Beim Stand der Technik des Sommers 2019 sind immer noch Fahrprofile empfehlenswert, bei denen kurze Tagesfahrleistungen mit einer hohen Wiederholung innerhalb eines Monats oder eines Jahres gefahren wird. Also sind ambulante Fahrprofile und Kurierunternehmen Kandidaten für den Umstieg aufs Elektroauto.

Energiewende und Elektroautos

Im strategischen Fokus von Marcus Fendt dominiert, aber schon die Verknüpfung des Elektroautos mit der Energiewende bzw. dem Ausbau der erneuerbaren Energien. Marcus Fendt betreut schon die Second-Life Anwendung von genutzten Batterien. Die Wiederverwendung der Batterien des Elektroautos ist das große Thema innerhalb Ladetechnik -szene, weil der Markthochlauf erwartet wird und sich dann die Frage stellt, wie man mit den ausgemusterten Batterien umgeht. Diese ausgedienten Batterien werden dann ein Speicher im Stromnetz, das Stromnetz der Zukunft wird schwankungsintensiver, deswegen stiegt der Bedarf an kostengünstigen Speicherlösungen und das werden die Batterien des Elektroautos. In Holland gibt es diese Second-Life Anwendungen schon in Fußballstadien und das gute alte Notstromaggregate wird durch einen Park von ausgedienten Elektroautobatterien ersetzt. Durch diese Zweitnutzung verteilt sich die CO2 Belastung der Batterie auf eine längere Nutzung wird somit geringer und die CO Belastung des Elektroautos im Vergleich zu Verbrennern immer besser.

Diese freie Version des Interviews umfasst 13.30 Minuten und unter https://www.digistore24.com/product/277103 können Sie das vollständige Interview mit 58 Minuten gegen 2,38 € brutto und 2 € netto erwerben.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 46 Andreas Blin has-to-be.com

Ladeinfrastruktur für elektrische Fahrzeuge / Markt für Ladestrom / DC-Ladung und
Stabilität des Stromnetzes

von Jürgen Vagt 19.06.19
heute ging es nach Österreich und ich sprach mit Andreas Blin von https://has-to-be.com/de/ über die Ladeinfrastruktur und deren Ausbau. Am Anfang des Gespräches ging es um den jungen Markt des Ladestroms und wir haben erstmal die Akteure auf diesem Markt geklärt. Der Markt erinnert stark an den Mobilfunk der frühen 1990er Jahre und jetzt im Sommer des Jahres 2019 sind noch viele Stadtwerke und kleinere Anbieter aufdem Markt. has-to-be wird für den einzelnen Elektroautokäufer
nicht in Erscheinung treten, aber die Software von has-to-be regelt die Abrechnung zwischen den Ladesäulenbetreiber und dem Ladestromanbieter. Es werden milliardenfache Abrechnungen auftreten, wenn die moderne Elektromobilität zu einem Massenphänomen wird.

Dauerthema Ladekarte

Bislang hat das Thema Ladekarte die Etablierung der Elektromobilität gebremst, weil eine Interoperabilität des Systeme fehlt, d. h. Man kann nicht mit einer Karte an allen Ladesäulen laden. Allerdings kann man sich mit einem O_R Code an einer Ladesäule registrieren und dann ist der Ladevorgang möglich. Trotzdem würde eine einheitliche Ladekarte den Markthochlauf beschleunigen, aber bislang fehlt in Deutschland eine verbindliche, bundeseinheitliche Lösung in Deutschland. Eine europäische Integration ist zudem notwendig, aber von der technischen Seite sind die notwendigen Lösungen vorhanden. Jetzt

muss das Angebot an Fahrzeugen besser werden und insbesondere müssen überzeugende Elektroautos für gewerbliche Flotten und Fuhrparkmanager auf den Markt kommen, damit der Markthochlauf des elektrischen Fahrzeuges beginnen kann. In Deutschland werden immerhin 60 % alle Neuwagen an gewerbliche Flotten und deren Fuhrparkmanager verkauft.

Elektroautos in die Flotte

has-to-be.com bietet auch Dienstleistungen für Fuhrparks mit mehr als 200 Fahrzeugen an und berät Unternehmen, die Ihren Fuhrpark von Verbrennerfahrzeugen auf Elektroautos umstellen wollen. Einerseits gibt es immer noch zu wenige Elektroautos, aber anderseits einige Fuhrparkentscheider scheuen noch den Aufwand der Umstellung. In der Tat müssen Prozesse umgestellt werden, weil bislang die Prozesse auf den Verbrenner ausgerichtet sind. Zudem wird es bei einigen Fahrprofilen auch noch in 10 Jahren Verbrennerfahrzeuge geben, insbesondere wenn man Vertreterfahrzeugen mit einer
zurückgelegten Tagesdistanz von 300 bis 400 Kilometer denkt.

Diese freie Version des Interviews umfasst 13.30 Minuten und unter https://www.digistore24.com/product/276284 können Sie das vollständige Interview mit 37 Minuten gegen 2,38 € brutto und 2 € netto erwerben.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 45 Peter Sorgenfrei amobility (Dänemark)

Start ups und autonomes Fahren / Skandinavien und autonomes Fahren / Autohersteller im Wandel

von Jürgen Vagt 18.06.19
heute gibt es endlich das erste englischsprachige Interview und wir werfen heute einen Blick nach Skandinavien. Ich möchte auch europäische Perspektiven in der Zukunftsmobilität beleuchten und deswegen ist heute Peter Sorgenfrei von https://www.amobility.dk/ zu Gast in dieser Interviewreihe. Ich sprach mit die Start up Gründer über die Etablierung des autonomen Fahrens in den skandinavischen Ländern. Peter Sorgenfrei sitzt mit seinem Start up seit 2 Jahren in Kopenhagen und nach einer 20-jährigen Karriere im automobilen Umfeld hat Peter Sorgenfrei vor 2 Jahren sein Start up gegründet. In der Gegenwart des Sommers 2019 laufen schon mehrere Tests in skandinavischen Städten, also sowohl im schwedischen Göteborg als auch in Kopenhagen. Im Gegensatz zu den anderen europäischen Tests wird schon im öffentlichen Straßenverkehr getestet und diese autonomen Shuttles fahren neben normalen und bekannten Autos in diesen Städten.

Die Skandinavier machen Tempo

Die Fahrzeuge kommen von kleineren Hersteller aus Europa und sind nicht so leistungsstark, wie die Fahrzeuge von Waymo. Waymo als automobile Googletochter ist im Sommer 2019 weltweit führend und die Fahrzeuge können auch komplexen Fahrsituationen bewältigen. Aber die autonomen Shuttles unter der Regie von Peter Sorgenfrei bewältigen schon Fahrsituationen bis 20 km/h und mit diesem Geschwindigkeitsniveau kann man sich gut in den öffentlichen Verkehr der Städte einbinden. Aber Peter Sorgenfrei erwartet auch nicht, dass das bestehende und etablierte Auto durch voll automatisierte Auto ersetzt wird. In der Strategie amobility werden autonome Shuttles von mehreren Passagieren geteilt und ergänzen so den öffentlichen Nahverkehr. Insbesondere Oslo als Hauptstadt von Norwegen will ab dem Jahr 2030 keine privaten Fahrzeuge mehr für Fahrten in die Innenstadt zulassen und diese Zielsetzung von autofreien Innenstädten gilt wenigstens in der Tendenz für alle nordeuropäischen Städte. Ein solches Autoverbot funktioniert, aber nur wenn der öffentliche Nahverkehr leistungsstärker wird und deswegen ist der öffentliche Nahverkehr das natürliche Einsatzgebiet für autonome Shuttle. In Skandinavien werden laut der Prognose von Peter Sorgenfrei schon in den nächsten 5 Jahren also bis zum Jahr 2024 auch autonome Lkws fahren.

Diese freie Version des Interviews umfasst 11.30 Minuten und unter https://www.digistore24.com/product/276164 können Sie das vollständige Interview mit 29 Minuten gegen 2,38 € brutto und 2 € netto erwerben.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 44 Wulf Schlachter DXBe Management & Strategieberatung

Start ups im Automobilbau / Wasserstoff im Automobilbau


von Jürgen Vagt 17.06.19


heute war Wulf Schlachter von der Unternehmensberatung DXBe https://www.dxbe-management.net/ zu Gast bei den Zukunftsmobilisten. 2008 hat Wulf Schlachter die Unternehmensberatung DXBe gegründet und betreut das weite Feld der Mobilität und das umfasst natürlich die klassischen und bekannten Akteure wie die deutschen Autohersteller, aber jedes Unternehmen der Logistik gehört zur Mobilitätswirtschaft . Natürlich werden auch immer noch die klassischen Beratungsthemen nachgefragt, aber die Zukunftsthemen der Mobilität gewinnen in der Branche immer mehr an Bedeutung. Am Anfang haben wir diskutiert, ob die Energieversorger noch mal ein eigenes Elektroauto bauen wollen. Aber die Chancen für neue Autobauer werden immer kleiner, allerdings kommen natürlich noch neue Autohersteller aus China auf den europäischen Markt.

Ist Wasserstoff der Gamechanger?

Im Juni 2018 wird mal wieder breiter die Wasserstofftechnologie diskutiert und der Wissenschaftsjournalist des ZDF Harald Lesch sieht bei einem flächendeckenden Ausbau der Schnellladeinfrastruktur mit 350 KW eine massive Bedrohung der Stabilität der Stromversorgung, aber laut Wulf Schlachter ist dieses Ausbauszenario sehr unrealistisch. Es viel wahrscheinlicher, dass sich Ladestärken von 50 KW durchsetzen werden und das solche Ladestärken flächendeckend eingesetzt werden und mit diesen Ladestärken ist das etablierte Stromnetz nicht bedroht und somit wird Wasserstoff als Energiespeicher nicht notwendig. Trotzdem wird an vielen Ecken der Mobilitätswirtschaft und bei den etablierten Automobilherstellern an der Wasserstofftechnologie gearbeitet, denn einerseits haben die deutschen Automobilhersteller einen Technologievorsprung in diesem Entwicklungsfeld. Aber Argument führt Wulf Schlachter auch noch mal den LKW-Betrieb ins Feld, denn bei Lkws würde bei einem batterie-elektrischen Antrieb ein sehr ungünstiges Verhältnis zwischen Batteriegewicht und Ladevolumen erzeugen. Diese ungünstige Relation gilt auch für die automobile Oberklasse und daher wollen die deutschen Premiumhersteller aus Süddeutschland diese Speichertechnologie vorantreiben.
Automatisiertes Fahren
Zum Abschluss ging es noch mal um die Frage, wann in Deutschland das voll automatisierte Autofahren kommt und in China sind schon Fahrzeuge mit dem Level 4 im Einsatz und in Deutschland kommen die Fahrzeuge nicht über einen Testcharakter hinaus und das wird sich wohl auch nicht in den nächsten Jahren ändern.

Diese freie Version des Interviews umfasst 13.30 Minuten und unter https://www.digistore24.com/product/275951 können Sie das vollständige Interview mit 57 Minuten gegen 2,38 € brutto und 2 € netto erwerben.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 43 Heinz Handtrack Management Consultant

Nachhaltige Mobilität in der Kommune / autonome Shuttles im ÖPNV / ÖPNV der Zukunft

von Jürgen Vagt 06.06.19

heute war Heinz Handtrack zu Gast und seit ein paar Jahren betreut er die Modellversuche der Stadt Ludwigshafen und nun ganz aktuell die Tests, um autonome Shuttles im ÖPNV zu erproben. Wenn man so will und martialische Sprachen verwenden will, dann ist Heinz Handtrack ein Frontkämpfer in der Etablierung des voll automatisierten Fahrens. Wie sieht es denn nun im Mai 2019 aus, einerseits gibt es in Deutschland und in Europa immer mehr Modellversuche und das bedeutet, dass irgendwo in Deutschland ein autonomes Shuttle herumfährt. Aber hier wird auch nur eine Strecke mit einem automatisierten Shuttle abgefahren und es gibt noch tendenziell keine vollständige Integration in den öffentlichen Nahverkehr. Beim Versuch in Bad Birnbach, welcher von der deutschen Bahn betrieben wird, ist der Projektumfang etwas weiter gefasst und die Bahn schaut schon mal strategisch, wie man autonome Shuttles in den ÖPNV einfügen kann.

Viele Ankündigungen, wenig Konkretes.

Ernüchterung ist normal in Innovationsprozessen und beim autonomen Fahren macht sich eben diese Ernüchterung jetzt im Juni 2019 breit. Heinz Handtrack erwartet keine voll autonomen Shuttles bis zum Jahr 2030, aber es könnten schon Fahrzeuge mit dem Automatisierungslevel 4 im öffentlichen Nahverkehr eingeführt werden. Aber ein Fahrer wird trotzdem notwendig bleiben, allerdings muss der Fahrer nicht im Shuttle anwesend sein, sondern der Fahrer kann über Wlan-Verbindung das automatisierte Shuttle steuern. Endlich wird auch der menschliche Faktor berücksichtigt und die Nutzer der automatisierten Shuttle werden befragt, wie Sie die Fahrt empfunden haben und nun stellt sich die Frage, wie man als Betreiber des ÖPNV das automatisierte Shuttle einführen sollte. Aber früher und später wird sich auch die Anbieter-Landschaft ändern. Früher oder später wird ein großer Autohersteller einen der kleinen Hersteller von autonomen Shuttles kaufen und wenn ein großer Autohersteller oder Bushersteller mit dessen Kapitalkraft autonome Shuttles baut und in den Nahverkehr einführt. So ein Schritt wird das automatisierte Busfahren im ÖPNV massiv voranbringen.

Diese freie Version des Interviews umfasst 13.30 Minuten und unter https://www.digistore24.com/product/274794 können Sie das vollständige Interview mit 30 Minuten gegen 2,38 € brutto und 2 € netto erwerben.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 42 Dr. Ingo Kucz Timm Kekeritz White Octopus GmbH
Neue Fahrzeugkonzepte / Elektromobilität in der Logistik / Nutzerperspektiven in der Zukunftsmobilität

von Jürgen Vagt 04.06.19
heute waren wir zu Dritt bei den Zukunftsmobilisten und mit Timm Kekeritz war heute ein Designer und mit Dr. Ingo Kucz war ein promovierter Politikwissenschaftler als Gesprächspartner zu Gast. Dr. Ingo Kucz hat schon vor 10 Jahren bei Volkswagen in der Politikwissenschaft über die Zukunft der Automobilindustrie bei Volkswagen promoviert und daran schlossen sich die Strategieabteilung der Bahn und ein Mobilitätsstartup an. Timm Kekeritz ist seit 20 Jahren als Designer tätig und hat einen kleinen Abstecher ins Silicon Valley unternommen. Seit 2 Jahren haben sich die Beiden zusammengetan, um ein Mobilitätsunternehmen zu gründen, so ist https://whtctps.com/ entstanden. Es geht den Beiden um die menschliche Perspektive in der Zukunftsmobilität. Die Mobilitätswirtschaft im Allgemeinen und die automobile Herstellerwelt im Besonderen ist sehr ingenieurgetrieben und deswegen wird eher in der Technik und weniger in menschlichen Bedürfnissen gedacht.


Das Produkt und die Nutzung


Einerseits verändert sich das Elektroauto und der Autofahrer muss sich umgewöhnen und andererseits kommen immer mehr und neuartige Mobilitätsangebote auf den Markt. Bei diesen Angeboten muss der Mensch als Kunde mitgedacht werden, sonst findet das Angebot keine Akzeptanz. Aber natürlich hat Mobilität auch eine politische Dimension und so müssen sich auch Kommunen auf die veränderten Bedürfnisse einstellen. Die Bewohner in den Großstädten wollen sich immer weniger mit dem Stau in den Städten abfinden und wollen zudem soll der Lieferverkehr in den Innenstädten reduzieren. Also braucht man neue Lösungen, die meistens aus der Startupwelt kommen. Alexander Meritz von emmy-rollersharung war ja auch schon hier in dieser Podcastreihe zu Gast, aber für die Kommunen und auch zum gewissen Maße auch die Länder- und Bundesebene sind in der Pflicht, die Gesetzeslage anzupassen. Man sieht gegenwärtig schon, dass die Etablierung von Moia als Ridesharingplattform in den Hamburg in der ersten Hälfte des Jahres 2019 erfolgreich verlief, aber es werden auch Konflikte mit dem etablierten Taxigewerbe und den ÖPNV immer offensichtlicher. Hierzu muss eine gesellschaftliche Debatte entstehen, welches Mobilitätsangebot man als Staat und Kommune haben will.

Diese freie Version des Interviews umfasst 13.30 Minuten und unter https://www.digistore24.com/product/274784 können Sie das vollständige Interview mit 55 Minuten gegen 2,38 € brutto und 2 € netto erwerben.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 41 Prof. Dr. Stefan Schneider (HS Kempten)
Autonomes Fahren im Studium / Industrieprojekte in der Forschung / Neue Akteure im Automobilbau

von Jürgen Vagt 03.06.19
Prof. Dr. Stefan Schneider von der Hochschule in Kempten war heute zu Gast bei den Zukunftsmobilisten und der promovierte Mathematiker hat schon einige interessante Industriepositionen hinter sich. Im Jahr 2014 wurde Prof. Dr. Stefan Schneider dann von der Hochschule in Kempten als Professor berufen, um den ersten Master fürs autonome Fahren zu in Kempten zu etablieren. Schon in den Jahren 2012 und 2013 haben die Automobilzulieferer im Allgäu Bedarf für Ingenieure mit spezifischen Kompetenzen angemeldet und heute sind eben diese Ingenieure heiß begehrt. Denn die Industrie braucht entsprechenden Nachwuchs und die Nachfrage steigt immer weiter. Zudem werden diese Studieninhalte auch für Manager in der Executive  – Weiterbildung aufbereitet, denn automatisiertes Autofahren wird immer bedeutender für die gesamte Automobilindustrie und Prof. Dr. Stefan Schneider hobt auch die Dynamik des Themas hervor. Die Sensortechnik wird immer günstiger und die Serienreife des automatisierten Autos rückt immer näher.

Wo fängt die Automatisierung an?

Tendenziell sieht Prof. Dr. Stefan Schneider den Beginn der Automatisierung des Autofahrens im öffentlichen Nahverkehr und in der Logistik. Bis der mobilisierte Individualverkehr und das eigene Privatauto voll automatisiert wird, dauert es noch Jahren, wenn es überhaupt dazu kommt. Aber die ersten automatisierten Fahrzeuge werden bereits in großen Mienen eingesetzt und ausgehend von diesen Fahrbedingungen auf abgesperrten Arealen werden die automatisierten Fahrzeuge schrittweise die öffentlichen Straßen erobern. Aber auf diesem Weg müssen noch einige Herausforderungen bewältigt werden, an erster Stelle steht wahrscheinlich das Datensammeln. Bei vielen Autoherstellern und in mehr Feldversuchen wird das automatisierte Fahren getestet und langsam zeichnet sich ein Trend ab. In der Stadt sind die Fahrbedingungen komplex und die Geschwindigkeiten sind niedrig und auf der Autobahn sind die Fahrbedingungen wenig komplex und die Geschwindigkeiten hoch. In diesen Feldern wird sich das automatisierte Fahren schon in den nächsten Jahren durchsetzen. Zudem entwickeln die Zulassungsbehörden einen Kriterienkatalog, um automatisierte Fahrzeuge für den öffentlichen Straßenverkehr zuzulassen. In Europa wären Fahrzeuge mit einem Automatisierungslevel 4 grundsätzlich zulassungsfähig.

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Die Zukunftsmobilisten: Nr. 40 Dr. Barbara Flügge (freelance consultant)

Digitalisierung im Verkehr / Geschäftsmodelle fürs automatisierte Auto / Neue Mobilität für Unternehmen

von Jürgen Vagt 27.05.19
Heute war Dr. Barbara Flügge zu Gast bei den Zukunftsmobilisten und wir haben ein Podcast-Interview über die Zukunftsthemen der Mobilität geführt. https://www.digitizingecosystems.com/smart-mobility Frau Dr. Barbara Flügge hat eine langjährige Karriere in der Unternehmensberatung hinter sich und baut nun eine Unternehmensberatung im Themenfeld Digitalisierung auf. Durchgehend hat Frau Dr. Barbara Flügge mit automobilen oder mobilen Unternehmen zu tun. Im ersten Teil haben wir die Digitalisierung verschiedener Branchen oder Industrien besprochen. Insbesondere die Autoindustrie hat einen Rückstand gegenüber anderen Industrien, Insbesondere bei der Musik sind Plattformen schon sehr stark verbreitet, aber beim Auto dominiert noch die klassische Produktherstellung. Aber die ersten Plattform-Ansätze sehen wir gegenwärtig in deutschen Großstädten wir haben prognostiziert, wie sich die ersten Mobilitätsplattformen weiterentwickeln werden. Für diese Prognose konnten wir auf die Erfahrungen der bereits etablierten Plattformen in der digitalen Welt zurückgreifen.

Automatisierung des Autofahrens

In den letzten Jahren rückt immer stärker die Automatisierung des Autos in den Vordergrund, denn einerseits werden Fahrassistenzsysteme immer beleibter beim Autokäufer und anderseits können hoch automatisierte Fahrzeuge immer komplexere Fahraufgaben bewältigen. Wenn man eine Prognose wagt, dann kann man erwarten, dass die Automatisierung des Autos in der Logistik beginnen wird. In der Gegenwart gibt es bereits voll automatisiertes Fahren in Fabrikanlagen, Universitäten, Flughäfen und Minen und schon in den nächsten Jahren werden sich die automatisierten Fahrroboter sich weiterentwickeln und diesen abgesperrten Arealen verlassen und den öffentlichen Straßenraum nutzen. Zudem werden wir automatisierte Fahrzeuge im ÖPNV sehen, aber die Entwicklung wird im ÖPNV und in der Logistik beginnen, weil in diesen Bereichen eine höhere Investitionsbereitschaft und eine größere technische Kompetenzen vorherrschen. Zentrale Bedeutung hat auch die einzelne Kommune, denn grundsätzlich wollen Städten die Emissionen begrenzen und die Anzahl der Autos in der Stadt begrenzen. Aber die Städte haben auch ein individuelles Profil, dass in der kommunalen Verkehrsplanung berücksichtigt werden sollten. Die Hafenstadt Hamburg hat eben andere Bedürfnisse als die Hauptstadt Berlin und die Verkehrsinfrastrukturen unterscheiden sich eben auch. Gegenwärtig wird viele neuen Verkehrsformen und Plattform Ansätze für Mobilitätsdienstleistungen getestet und erprobt, aber in den nächsten Jahren wird das Angebot wohl ausgedünnt und die Städte legen gewissen Leitplanken für die Zukunftsmobilität fest.

Diese freie Version des Interviews umfasst 13.30 Minuten und unter https://www.digistore24.com/product/273479 können Sie das vollständige Interview mit Minuten 50 gegen 2,38 € brutto und 2 € netto erwerben.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 39 Don Dahlmann (Journalist)


Digitalisierung des Autos / Sharing in der Mobilität / Medien und Elektromobilität


von Jürgen Vagt 28.05.19


heute war der Journalist und Blogger Don Dahlmann https://www.dondahlmann.de/ zu Gast bei den Zukunftsmobilisten und wir sprachen über die Digitalisierung des Autos und die Zunahme der Fahrassistenzsysteme in modernen Autos. Also einerseits wird das Auto immer digitaler, aber anderseits ziehen auch immer mehr Plattformen in die Mobilität ein. Als Berliner nutzt Don Dahlmann insgesamt 8 – 9 Apps um in Berlin von A nach B zu kommen und so wie bei anderen Digitalisierungsthemen werden bald nur noch wenige Angebote überleben. Wir haben eine solche Entwicklung im Onlinehandel gesehen, denn Amazon hat in den letzten Jahren Großteile des E-Commerce an sich gezogen. In den Strategieabteilungen der Automobilhersteller wird diese Zukunftsversion schon breiter diskutiert und die ersten Plattformen für Mobilitätsdienstleistungen gibt es bereits in den Großstädten.

Mobilität in der Großstadt

Aber in der Tat gibt es ein massives Stadt – Land Gefälle, in den Großstädten sowohl in Deutschland als auch weltweit gibt es immer mehr neue und moderne Mobilitätsangebote. Don Dahlmann sieht massiven Reformbedarf für das Personenbeförderungsgesetz, insbesondere weil das Personenbeförderungsgesetz zuletzt in den 1960er Jahren novelliert worden ist. Aber wenn neue Unternehmen auf einen etablierten Markt eintreten, dann wird es zu Spannungen und Konflikten kommen. Man sieht ja bereits in Hamburg die Gerichtsstreitigkeiten zwischen dem Taxigewerbe und den neuen Mobilitätsanbietern. Laut Don Dahlman bleibt der ÖPNV das Rückgrat der Mobilität in Großstädten, aber für das etablierte Taxigewerbe und den etablierten ÖPNV brechen wirtschaftlich schwere Zeiten an. Zwar werden wahrscheinlich nicht alle neue Mobilitätsdienstleister die nächsten 10 Jahre überleben, aber die neuen Mobilitätsanbieter haben jetzt schon im Mai 2019 überzeugende Angebote. Am Ende des Gespräches haben wir noch über die Rolle der Medien in der Etablierung der Elektromobilität und des autonomen Fahrens gesprochen. Grundsätzlich wird der Tenor der Medien in der Berichterstattung gegenüber der Elektromobilität immer positiver und wohlwollender, aber der deutsche Neuwagenmarkt ist eben auch sehr von deutschen Autoherstellern bestimmt und daher wartet die Medienwelt auf die deutschen Hersteller und deren Elektroautos.


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Die Zukunftsmobilisten: Nr. 38 Prof. Dr. Lutz Eckstein (RWTH Aachen)
Sicherheitskriterien fürs automatisiertes Fahren / Ausbildung fürs automatisiertes Fahren / Szenario für den Markthochlauf

von Jürgen Vagt 24.05.19

heute war Prof. Dr. Lutz Eckstein zu Gast bei den Zukunftsmobilisten und am Anfang des Gespräches blickte Prof. Dr. Lutz Eckstein auf seine abwechslungsreiche Karriere aus verschiedenen Industriestationen bei zwei Autoherstellern und nun an der RWTH Aachen zurück. Schon 1995 war Prof. Dr. Lutz Eckstein mit automatisierten Funktionen beim Auto betraut und seit ein paar Jahren bekommt das Thema des automatisierten Autos massive Relevanz. Am Anfang haben wir eine Bestandsaufnahme der deutschen Hochschullandschaft gemacht, wie haben die deutschen Universitäten und Fachhochschulen auf diese Entwickelung reagiert? Einerseits legen einige Fachschulen Master auf und anderseits bieten Universitäten entsprechende Schwerpunkte an. Aber Prof. Dr. Lutz Eckstein betont den Wert von einer breiten Ausbildung, sodass die Absolventen sich schnell in neue Themenfelder einarbeiten können. Die Herausforderungen bleiben auch noch gewaltig, denn einerseits müssen viele Daten als Trainingsmaterial verarbeitet werden und andererseits müssen Sensoren noch zuverlässiger werden. Dann kann man die jetzigen Modellversuche verlassen und komplexer Fahranforderungen bewältigen.

Entwicklungsziel 60 Km/h fürs automatisiertes Auto

Im Mai 2019 gibt es diverse Modellvorhaben in Europa und im Regelfall fahren die automatisierte Shuttles in einem abgesperrten Gelände und fahren höchstens 10 km/h. In nächsten Schritt und damit in den nächsten Jahren werden diese autonomen Shuttles abgesperrten Arealen, wie Krankenhäuser, Fabriken und Universitäten verlassen und im öffentlichen Verkehr eingesetzt. Die automatisierten Fahrzeuge werden dann mit komplexeren Fahrherausforderungen konfrontiert und werden mit höheren Geschwindigkeiten eingesetzt. Natürlich ist auch der LKW-Verkehr ein zentrales Thema, denn lange Autobahnfahrten sind im Vergleich mit hektischem Stadtverkehr einfach zu für die Fahrroboter zu bewältigen und daher bietet sich dieses Entwicklungsfeld auch an. Aber für einen Einsatz auf öffentlichen Autobahnen muss auch eine offizielle Zulassung erfolgen und daher müssen verschiedene Kriterien erfüllt sein. Einerseits gibt es da verschiedene Fahrszenarien, die die Systeme erfolgreich absolviert haben müssen. Also müssen die Steuerungsmodule genauso wie ein Fahrschüler nachweisen, dass das Steuerungsmodul korrekt rechts abbiegen kann und ohne Menschen zu gefährden, über einen Zebrastreifen fahren kann.

Diese freie Version des Interviews umfasst 13.30 Minuten und unter https://www.digistore24.com/product/273195 können Sie das vollständige Interview mit Minuten gegen 2,38 € brutto und 2 € netto erwerben.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 37 Burkard Riering (Automobilwoche)

Medien und Elektromobilität / Stand des autonomen Autos / Konnektivität im Auto

von Jürgen Vagt 15.05.19
heute war mal wieder ein Geisteswissenschaftler in der Person von Burkard Riering zu Gast im Podcast-Interview. Mit Burkard Riering war der Chefredakteur der Automobilwoche zu Gast bei den Zukunftsmobilisten und wir sprachen kurz, über den Automobiljournalismus und fragten uns, wie der Journalismus auf den sinkenden Status des Autos in der Gesellschaft reagiert hat. Die jüngeren Generationen wollen neue Funktionen im Auto und die technische Qualität des Automobilbaus ist immer weniger relevant in den breiteren gesellschaftlichen Schichten. Der Durchschnittsbürger interessiert sich im weniger für Spaltmaße der Karosserie und immer mehr für die Integration von Smartphone-Anwendungen. Im Mai 2019 ist Konnektivität ein zentrales Verkaufsargument, wobei autonomes Autofahren laut Burkard Riering noch eine ferne Zukunftsversion darstellt. Im Vergleich zum Jahr 2016 ist bei den entscheidenden Akteuren eine gewisse Ernüchterung eingetreten. Ob wirklich das autonome Auto im Privatbesitz wirklich kommt und wann bleibt für Burkard Riering fraglich? Anderseits stellen sowohl Autobauer und Zulieferer immer mehr Softwareexperten ein und eben diese Softwareentwickler sollen das vollständige automatisierte Auto bauen. Aber ob schon im Jahr 2021 selbstfahrende Autos in den deutschen Innenstädten als Robotertaxis eingesetzt werden, bleibt für Burkard Riering offen. Als Medienfachmann stellt Burkard Riering die Gefahr dar, denn wenn ein schwerer Unfall passiert könnte die zarte Pflanze des automatisierten Autos zertrampelt werden. Wenn das automatisiertes bzw. autonome Auto im Praxiseinsatz Unfälle erzeugt, die ein durchschnittlicher Autofahrer nicht erzeugen würde. Dann wird die öffentliche Meinung ins Negative umschlagen und die Etablierung des autonomen Autos würde verhindert werden. Zudem ist die gegenwärtige Diskussion in den Medien ziemlich schlecht, weil wahrscheinlich die technische Kompetenz in den Redaktionen fehlt. Zum Abschluss des Gespräches ging es um die wahrscheinlichen Markthochlauf des Elektroautos. Im Frühjahr 2019 kündigen immer mehr Autohersteller Elektroautos an und nun muss sich auch das Elektroauto verkaufen, denn diese riesigen Investitionen müssen wieder eingespielt werden. Ob der klassische Automobilhandel bereits auf die Herausforderungen der Elektromobilität gerüstet ist, ist nicht geklärt. Einerseits ist das Elektroauto auch nur ein Auto, aber andererseits haben etablierte Autohändler keinerlei Kompetenzen bei Ladesäulen und bei der notwendigen Elektrotechnik.

Diese freie Version des Interviews umfasst 13.30 Minuten und unter https://www.digistore24.com/product/271934 können Sie das vollständige Interview mit 45 Minuten gegen 2,38 € brutto und 2 € netto erwerben.

Die Zukunftsmobilisten Nr. 36 Christian Lang chargery

Elektromobilität in Carsharing / Elektromobilität in der Flotte / Start ups in der Zukunftsmobilität

von Jürgen Vagt 30.04.19

heute war Christian Lang von https://chargery.de/ zu Gast bei den Zukunftsmobilisten und wir sprachen über die Elektromobilität in gewerblichen Flotten. Das Start up von Christian Lang also Chargery fokussiert sich auf das Carsharing in großen Städten, weil Carsharing im April 2019 auf große Städte konzentriert und die großen Unternehmen dieser Branche sich auf dieses Einsatzgebiet konzentrieren. Chargery bietet einen elektromobilen Fullservice für Carsharing-Anbieter an und zudem gibt es die ersten Ansätze für die Elektromobilität bei gewerblichen Flotten. Insbesondere das mobile Laden von elektrischen Fahrzeugen ist Rückgrat des Angebotes von Chargery. Ein Carsharing-Anbieter kann den Service bei Chargery buchen und dann werden teure Standzeiten für den Carsharing-Anbieter vermieden. Wenn die Batterieladung bei einem Elektroauto im Carsharing-Dienst zu Ende geht, dann kommt Charegey um die Batterie des Elektoautos wieder flottzumachen. Wenn man ein Carsharing-Unternehmen gründen und aufbauen will, dann kann man die technische Seite des Carsharing an Chargery abgeben. Ob sich das Carsharing in den nächsten Jahren auch auf ländliche Regionen ausbreiten wird, bleibt für Christian Lang fraglich. Im Jahr 2016 hatten 50 % der Bevölkerung bereits einen Zugang zu Carsharing -Fahrzeugen, aber das Angebot konzentriert sich auf Großstädten. Vielleicht werden die Carsharing-Unternehmen in den nächsten Jahren auch ländliche Regionen bedienen, wenn die Märkte in den Großstädten gesättigt sind. Das Rückgrat des Angebotes von Chargery ist das mobile Laden und in Großstädten und eine ähnliche Dienstleistung entwickelt auch gerade auch Volkswagen. Vielleicht entsteht auch ein weiteres Geschäftsfeld, denn man könnte bei Großveranstaltungen und vielen parkenden Elektroautos einen Ladeservice anbieten. Wenn Unternehmen anfangen ihre Flotten zu elektrifizieren, dann könnte für Charegey ein weiteres Wachstumsfeld entstehen. Gegenwärtig fokussiert sich Charegey erstmal auf das Carsharing, aber Christian Lang nimmt bei Fuhrparkmanager ein massives Interesse wahr und im April 2019 hemmen die langen Lieferzeiten seitens der Autohersteller die Elektrifizierung der unternehmerischen Flotten. Besonders in Großstädten wird das Thema immer gravierender und die Regelungen sind vielfältig, ob es sich um die Dieselfahrverbote oder City-Mautsysteme handelt, klar ist, dass die Zukunft den elektromobilen Antrieben.

Diese freie Version des Interviews umfasst 25 Minuten und unter https://www.digistore24.com/product/270060 können Sie das vollständige Interview mit 55 Minuten gegen 2,38 € brutto und 2 € netto erwerben.

Die Zukunftsmobilisten Nr. 35 Lars Thomsen future-matters

Elektromobilität in den letzten 10 Jahren / Technologie in der Elektromobilität / Zukunftsmobilität in den Städten

von Jürgen Vagt 30.04.19
Heute war der Zukunftsforscher Lars Thomsen von http://future-matters.com/ zu Gast bei den Zukunftsmobilisten und wir haben am Anfang des Gespräches über die Elektromobilität in den 2000er Jahren gesprochen. Wo sind vor 10 oder 15 Jahren die Weichen für die Elektromobilität gestellt worden und wer waren die zentralen Akteure in diesem Innovationsfeld. Lars Thomsen kann sich noch an ein Meeting mit den Tesla-Gewaltigen im Jahr 2006 erinnern und seinerzeit wurde mit wenigen Kriterien dargelegt, warum der elektrische Antrieb technisch und ökonomisch dem klassischen Verbrenner überlegen ist. Der Rest ist dann Geschichte also hier im April des Jahres 2019 werden 30 neue elektrische Fahrzeuge auf dem deutschen Markt eingeführt und Anfang 2020 will Volkswagen seine Bänder in Zwickau anschmeißen. Auch Lars Thomsen erwartet den Markthochlauf des elektrischen Pkws in den nächsten Jahren. Im März und April des Jahres 2019 kommt wieder mal mehr Dynamik in das Thema Wasserstoff bzw. Brennstoffzelle und Lars Thomsen sieht den Wunsch nach einem technologieoffenen Ansatz kritisch. Einige Branchenvertreter erwarten nun doch einen Marketinghochlauf der Wasserstofftechnologie im Schwerlastverkehr auf den langen Transitstrecken im innereuropäischen Verkehr. Aber Lars Thomsen sieht, diese Bemühung eine technologieoffene Transformation zu erzeugen, kritisch. Wenn die Automobilbauer fünf Ansätze in ihrer Forschung untersuchen, dann verzetteln Sie sich und brauchen länger, um überzeugende batterie-elektrische Angebote auf den Markt einzuführen. Ein klarer Fokus auf den batterie- elektrischen Ansatz würde dafür sorgen, dass die deutsche Autoindustrie schneller wettbewerbsfähig gegenüber Tesla und den neuen chinesischen Autoproduzenten wird. Aber das automatisierte Autofahren wird noch gravierender als die Elektromobilität, weil diese Veränderung neue Mobilitätsplattformen hervorbringen wird und damit ist das klassische Geschäftsmodell der Autobauer bedroht. Aber im Gegensatz zu den 1980er Jahren wollen die jüngeren Generationen kein eigenes Auto sitzen, sondern Mobilitätsdienstleistungen bedarfsgerecht auf Plattformen einkaufen. Daher stellt sich die Frage, welche Plattformen den Mobilitätsmarkt in den nächsten 10 oder 15 Jahren bestimmen werden. Ob diese Plattformen aus Kalifornien kommen oder ob es doch noch massive Chancen für deutsche Autohersteller ergeben, bleibt für Lars Thomsen fraglich?

Diese freie Version des Interviews umfasst 25 Minuten und unter https://www.digistore24.com/product/270018 können Sie das vollständige Interview mit 55 Minuten gegen 2,38 € brutto und 2 € netto erwerben.

Die Zukunftsmobilisten Nr. 34 Hauke Hinrichs (SMATRICS

Ladeinfrastruktur für Unternehmen / Logistik und Ladeinfrastruktur / Fuhrparkmanagement und Elektromobilität

von Jürgen Vagt 19.04.19
Hauke Hinrichs von https://smatrics.com war heute zu Gast bei den Zukunftsmobisten und Hauke Hinrichs ist schon seid dem Jahr 2010 in der Elektromobilität tätig. Der studierte Wirtschaftsingenieur mit dem Schwerpunkt Energiewirtschaft war zuerst für die Stadtwerke in Aachen tätig und nach verschiedenen Stationen ist Hauke Hinrichs COO bei Smatrics in Österreich. Mit diesem Berufsweg ist Hauke Hinrichs prädestiniert für ein Gespräch über die Ladeinfrastruktur und natürlich haben wir die jüngere Geschichte der Ladeinfrastruktur in Deutschland besprochen. Warum haben sich AC – Aufladungen in privaten Bereich und die leistungsstärkeren DC-Ladungen in öffentlichen und halb-öffentlichen Bereich durchgesetzt. Aber jetzt im April des Jahres 2019 sind von der Ladeinfrastruktur die Voraussetzungen gelegt und nun sind die Hersteller in der Bringschuld. Zwar hat die öffentliche Versorgung mit Ladesäulen noch Defizite und im Januar 2019 gab es nur 4,4 % alternative Antriebe in Unternehmensflotten, aber weltweit und insbesondere bei Volkswagen ist, seid dem Dieselskandal massiv in die elektromobilen Antriebe investiert worden. Jetzt wird die Marketingmaschine angeworfen und die ersten Pioniere bei den gewerblichen Flotten gibt es auch schon. An diesen Punkt hat Hauke Hinrichs über seine aktuellen Erfahrungen bei smatrics in Österreich gesprochen, weil ersten unternehmerischen Flotten elektrifiziert werden. Supermärkte nutzen bei der Auslieferung ihrer Waren elektrische Fahrzeuge und es werden die ersten elektrischen Lkws im Pendelverkehr zwischen den großen Lagern auf der grünen Wiese und den einzelnen Supermärkte in den Städten genutzt. Diese Fahrprofile sind sehr ähnlich zu den Fahrprofilen des Streetcooters, der so wie Hauke Hinrichs auch ein Kind der RWTH Aachen ist. Im April des Jahres 2019 werden elektrische Fahrzeuge immer noch bei kurzen Tagesfahrleistungen und einer hohen Wiederholungsrate in der Woche oder im Monat eingesetzt. Aber laut Hauke Hinrichs muss es immer mehr individuelle Lösungen für den einzelnen Fuhrpark geben. Ein Hotel an einer Transitroute hat eben andere Bedürfnisse als ein Einkaufszentrum in der Stadtmitte und für diese unterschiedlichen Anforderungen muss es passende Ladeinfrastrukturen geben. Als Kriterien für die Auswahl einer Ladeinfrastruktur kann man die Anzahl der Ladevorgänge und die durchschnittliche Dauer eines Ladevorgangs heranziehen.

Diese freie Version des Interviews umfasst 13.30 Minuten und unter https://www.digistore24.com/product/269903 können Sie das vollständige Interview mit 50 Minuten gegen 2,38 € brutto und 2 € netto erwerben.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 33 Dr. Ilja Radusch ( Fraunhofer FOKUS)

Autonome Autos in der Forschung / Autonomes Fahren im Öpnv / Fahrerassistenzsysteme im Privat-Pkw

von Jürgen Vagt 28.04.19

heute war der promovierte Ingenieur Dr. Ilja Radusch zu Gast bei den Zukunftsmobilisten und Dr. Ilja Radusch verantwortet die technische Forschung über das automatisierte Auto innerhalb der Fraunhofer Gruppe in Berlin. Am Anfang des Gespräches wurde die skeptische Haltung von Dr. Ilja Radusch deutlich, dass auf absehbare Zukunft kein voll automatisiertes Auto bei Privatkunden zu erwarten ist. Eine Etablierung des automatisierten Autofahrens im öffentlichen Nahverkehr ist in den nächsten Jahren sehr viel wahrscheinlicher und man sieht natürlich auch schon die ersten Modellversuche in Europa. http://automatisiertes-auto.de/autonome-busse-bei-der-charite-test-auf-dem-berliner-klinikgelaende/
Aber die technischen Anforderungen für voll automatisiertes Fahrer bei normalen Bürgern sind zu hoch und daher wird man eine Weiterentwicklung dieser Modellversuche sehen. In den Randlagen der Großstädte und in strukturschwachen Regionen werden automatisierte Busse bald eingesetzt. Umgangssprachlich werden die automatisierte Busse Roboter-Taxis genannt und diese Bezeichnung trifft auch den Kern der technischen Entwicklung, weil die Industrie und insbesondere die us-amerikanischen Techgiganten nur Mobilitätsdienstleistungen anbieten wollen und nicht Produkthersteller für Privatkunden sein möchten. Man sieht die ersten Flotten von automatisierten Roboter-Taxis schon in Kalifornien und diese Flotten werden früher auch in Deutschland kommen. Der Sicherheitsaspekt wird in Deutschland sehr gravierend wahrgenommen und in der Tat hat diese Technologie Risiken. Das automatisierte Autofahren ist eben noch unerprobt und die Entwickler müssen nach viele Fahrsituationen erfassen und diese Fahrsituationen müssen dann als Daten an die Fahrroboter verfüttert werden. Aber verschiedene Teile im voll automatisierten Auto müssen noch doppelt ausgelegt werden, damit das automatisierte Fahrzeug sicher ist. Dr. Ilja Radusch sieht da einerseits die Lenkung und anderseits muss die Sensortechnik stabil und sicher funktionieren. Dr. Ilja Radusch will keine Verengung auf die getesteten Fahrkilometer, sondern eine umfassende Analyse der Sicherheitsaspekte und erst dann sollten die Roboter-Taxis im öffentlichen Raum eingesetzt werden. Aber es stellt sich die Frage, ob Lkws nicht schneller automatisiert werden können. Auf langen Autobahnen oder und Freeways ist das Fahrprofil einfach und für den Fahrer sehr stupide, deswegen könnte schon in den nächsten Jahren der voll automatisierte Lkw Realität werden.

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Die Zukunftsmobilisten: Nr. 32 Prof. Dr. Hermann Winner (Tu Darmstadt)

30 Jahre Forschung für das automatisiertes Auto / Zukunft des autonomen Autos / Automatisierte Autos in deutschen Forschung

von Jürgen Vagt 14.04.19

heute war Prof. Dr. Hermann Winner zu Gast bei den Zukunftsmobilisten und er verfügt über 30 Jahre Erfahrung in der Entwicklung des autonomen Autos. Bereits in den 1980er Jahren entwickelt Prof. Dr. Hermann Winner automatisierte Fahrfunktionen und auch wenn seid 2015 sich eine massive Dynamik entwickelt hat, begann die Automatisierung schon 1930er Jahren. Das Automatikgetriebe wurde schon 1940 eingeführt und in den 1980er war die automatische Stabilitätskontrolle ein wichtiges Thema. Als die erste A-Klasse im Elchtest scheiterte, hatte das Thema einen Schub und auch schon den 1980er und 1990er Jahren war der amerikanische Automarkt der Entscheidende, weil die Amerikaner gerne Automatisierungstechnik im Auto haben wollen. Der Wunsch bei Käufer ist größer und das Automatikgetriebe verkauft sich in den USA sehr gut. Jetzt im Frühjahr des Jahres 2019 wird das Thema wieder in den USA voran getrieben, denn die us-amerikanischen Techgiganten investieren schon seid bis zu 10 Jahren Unsummen in die Automatisierung des Autofahrens. Die deutsche Automobilindustrie zieht langsam, aber sicher nach und die angekündigte Kooperation zwischen Daimler und BMW ging bereits durch die Medien. Prof. Dr. Hermann Winner plädiert dafür, dass kein einseitiger Fokus auf die künstliche Intelligenz gelegt wird. Die Szene oder Branche sollte auch noch mit anderen technische Ansätze experimentieren und die bisherigen Erfolge der künstlichen Intelligenz lassen sich nur sehr bedingt auf das Autofahren übertragen. Denn das menschliche Verhalten ist sehr komplex und im Straßenverkehr spielen der Zufall eine zentrale Rolle und daher stößt die viel beschworene künstliche Intelligenz an ihre Grenzen. Prof. Dr. Hermann Winner findet, dass in den Jahren 2016 – 2018 zu viel Optimismus über den schnellen Erfolg des autonomen Autos verbreitet worden ist. Selbst bei einem einfachen Fahrprofil wie dem Lkw-Fahren auf Autobahnen oder Freeways, gibt es noch viel zu tun. Im Frühjahr 2019 schaffen die autonomen Shuttles maximal 60 Km/h und der notwendige Sprung zu 85 km/h für die typische Lkw-Fahrt auf der Autobahn ist auch noch mit großen Herausforderungen verbunden. Zudem wird im Verbund mit mehreren deutschen Universitäten an den verschiedenen Anwendungen des autonomen Fahrzeuges geforscht und ein zentrales Thema ist das autonome Auslieferfahrzeug, dass die Auslieferung in Warenlogistik automatisieren soll.

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Die Zukunftsmobilisten: Nr. 31 Dr. Sven Beiker (Standford University)

Technologischer Stand der USA beim automatisierten Auto / Wo funktioniert das automatisiertes Auto?

von Jürgen Vagt 10.04.19
ausnahmsweise ist komplette Version des Interviews frei zugänglich und heute gab es wieder mal eine amerikanische Sicht auf die Zukunftsmobilität, allerdings ist der deutsche Maschinenbauingeur ein Gewächs der deutschen Universitäten und der deutschen Automobilindustrie. Dr. Sven Beiker hat nach seinem Studium bei BMW angefangen und ist, seid 16 Jahre im Silicon Valley tätig. Zuerst für die deutschen Autobauer und dann für Mc Kinsey tätig und zwischenzeitlich hat Dr. Sven Beiker einen Lehrauftrag an der Standford Universität inne. Seit 2 Jahren ist Dr. Sven Beiker selbstständig und er versteht sich als der Mittler zwischen der deutschen Automobilindustrie und der amerikanischen Innovationsszene in der Mobilität. http://svenbeiker.com/
Am Anfang des Gespräches haben wir die Situation in den USA besprochen und Dr. Sven Beiker zeichnete ein genau umgedrehtes Bild verglichen mit der deutschen Situation. Das autonome Autofahren ist in den USA das große Thema, wohingegen im April des Jahres 2019 in Deutschland Elektromobilität durch die Gazetten und die Talkshows geistert. Daher haben wir den Schwerpunkt auf das automatisierte bzw. autonome Autofahren gelegt. Ich habe gefragt, ob die USA technologisch mit der automobilen Macht Deutschland gleich auf und ja die amerikanischen Techkonzerne sind technologisch sehr weit vorne und haben Milliarden Testkilometer simuliert. Aber niemand soll ein selbstfahrendes Auto im Privatbesitz des Normalbürgers in den nächsten 5 Jahren erwarten, denn der Mischverkehr macht die Einführung des selbstfahrenden Fahrzeuges schwierig. Auf absehbare Zukunft wird sich das automatisierte Autofahren auf den ÖPNV und den Verkehr in abgegrenzten Bereichen (Universitätsgelände, Fabrikgelände) konzentrieren, weil die unterschiedlichen Fahrsituationen begrenzt sind und die Systeme sind durchaus in der Lage mit diesen begrenzten Herausforderungen klarzukommen. Dr. Sven Beiker ist eben nicht der Meinung, dass man die Etablierung des autonomen Autofahrens nicht auf die Softwareentwicklung reduzieren kann und man darf die Bedeutung der Infrastruktur nicht vergessen. Eigentlich müsste 5G als Mobilfunkstandard etabliert sein, damit die Fahrzeuge ausreichend digital vernetzt sind. Vielleicht reicht auch 4G, aber dann wäre die infrastrukturellen Voraussetzungen für die Etablierung des autonomen Autofahrens gegeben.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 30 Sven Geitmann https://www.hzwei.info/

Technik der Brennstoffzelle / Anwendung der Brennstoffzelle/Wasserstoff-Technologie / Brennstoffzelle im Auto

von Jürgen Vagt 08.04.19

Heute war Sven Geitmann zu Gast bei den Zukunftsmobilisten und der studierte Maschinenbauer ist schon seit 21 Jahren in dem Themenfeld Wasserstoff/Brennstoffzelle aktiv. In seiner Diplomarbeit beschäftigte er sich mit der Brennstoffzelle und in dem ersten Jobs untersuchte Sven Geitmann die Effizienz der Brennstoffzelle im Flugzeugbau. Seit 14 Jahre verlegt Sven Geitmann die quartalsweise erscheinende Zeitschrift Hzwei https://www.hzwei.info/ . Am Anfang des Gespräches haben wir die technischen Grundlagen der Brennstoffzelle geklärt und die geschichtliche Entwicklung der Brennstoffzelle besprochen. Schon 1839 ist die Brennstoffzelle erfunden worden und fand dann in der Raumfahrt eine Anwendung und gibt es heute noch in Sonderanwendungen wie dem Uboot Bau. Also überall da wo ein wirkungs- effizientes Antriebskonzept gebraucht wird und wo kein Platz für große Batterien vorhanden ist. Der Wirkungsgrad ist immer ein Argument für die Brennstoffzelle, weil die Brennstoffzelle gegenwärtig einen Wirkungsgrad von 50 % der eingesetzten Energie erreicht. Wohingegen der Verbrennungsmotor nach 140 Jahren Entwicklungszeit nur einen Wirkungsgrad von 18 % erreicht. Aber üblicherweise wird die Brennstoffzelle mit Wasserstoff als Antrieb kombiniert und Wasserstoff kommt so nicht in der Natur vor. Daher haben wir in diesem Interview die Bedeutung der erneuerbaren Energien besprochen, nur wenn der Strom für den Wasserstoff aus erneuerbaren Energien quellen kommt, ist die Mobilität aus der Brennstoffzelle/ Wasserstoff umweltverträglich. Parallel zu Ölpreiskrisen gewann das Themenfeld Brennstoffzelle/Wasserstoff an Bedeutung und im Jahr 2000 gab eine sehr starke Dynamik in diesem Innovationsfeld und dem damaligen Kanzler Gerhard Schröder wurde von Daimler ein Wasserstofffahrzeug vorgestellt. Daimler gilt auch heute also im Jahr 2019 als Technologieführer und im März 2019 gab es einen Streit zwischen den deutschen Autobauern, um die industriepolitische Ausrichtung Deutschlands und um die Festlegung auf die batterie- elektrischen Antriebe. Auch bei diesem Disput war Daimler und die entsprechende Vorstandsriege ein Anwalt der Brennstoffzelle und insbesondere Volkswagen will eine Forcierung auf die batterie- elektrischen Antriebe. Im Jahr 2019 kommt wieder Dynamik in die Brennstoffzelle im Lkw Betrieb, weil das Tankstellennetz für Wasserstoff in Deutschland massiv ausgebaut wird. Und weil der Brennstoff/Wasserstoffantrieb ein gutes Verhältnis zwischen Batteriegröße und Fahrzeuggröße bietet, ist die Brennstoffzelle im Transitverkehr mit großen Lkws ein vielversprechender Ansatz.

Diese freie Version des Interviews umfasst 13 Minuten und unter https://www.digistore24.com/product/267213  können Sie das vollständige Interview mit 48 Minuten gegen 2,38 € brutto und 2 € netto erwerben. Sie können mit allen gängigen Zahlungsmethoden bezahlen und danach den WAV File auf jedem Smartphone oder Notebook hören.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 29 Prof. Dr. Peter Pickel (John Deere)

Autonomes Fahren in der Landtechnik / Anwendungsfelder des autonomen Fahrens in 2019 / Vorteile der Elektromobilität in der Landtechnik

von Jürgen Vagt 26.03.19

Heute war Prof. Dr. Peter Pickel zu Gast bei den Zukunftsmobilisten und der Professor des Maschinenbaus verantwortet gegenwärtig die Forschung bei dem Hersteller John Deere https://www.deere.de/de/index.html . Vor dieser Tätigkeit war Prof. Dr. Peter Pickel Professor für Landtechnik in Sachsen-Anhalt. An Anfang des Gespräches ging es um das autonome Fahren in der Landwirtschaft und wie sich diese Technologie in den letzten 15 Jahren entwickelt hat. Die Fahrprofile in der Landwirtschaft sind bedeutend einfacher als im Straßenverkehr, daher könnte man in der Landwirtschaft schon heute also im Winter 2019 technologisch aufs autonome Fahren umsteigen. Gegenwärtig verhindert allerdings die Gesetzeslage eine Markteinführung von autonomen Landmaschinen und bislang sieht es auch noch nicht nach einer Änderung aus, allerdings könnten andere Nationen schon bald die rechtlichen Voraussetzungen schaffen. Dann würde der Markthochlauf beginnen und in der Landwirtschaft gibt es einige interessante Anwendungsfelder fürs autonome Fahren. Wenn man an Obstplantagen oder an das automatisierte Pflücken von Obst denkt, weil auf abgegrenzten Bereichen teilweise sehr einfache Fahrprofile gefahren werden. Das autonome Fahren ist im Stadtverkehr schwierig und bei dieser Anwendung muss noch sehr viel Entwicklungsarbeit geleistet werden. Aber wenn man ein Feld abmäht, dann muss nur eine Linie gefahren werden und man braucht auch nur eine Genauigkeit von 2 cm. Wenn es wirklich in Richtung des komplett autonomes Fahren in der Landwirtschaft gehen soll, muss 5 G in einer Latenzzeit von 100 Millisekunden flächendeckend etabliert sein. Das Wort Landtechnik sagt es schon, dieser Datenstandard muss auch in ländlichen Regionen etabliert sein. Dann ist die Navigation so möglich, wie man Sie für den Einsatz von vollständigen autonomen Landmaschinen braucht. Am Abschluss des Gespräches haben wir über die Elektromobilität in der Landtechnik gesprochen und es gibt und gab eine Vielzahl von Forschungsprojekten, aber momentan ist die Batterietechnik noch nicht soweit, als dass man einen Traktor einen kompletten Arbeitstag unter Volllast fahren könnte. Zudem muss die Landtechnik warten, bis der automobile Sektor die entsprechende Antriebs – und Speichertechnik entwickelt hat und verfügbar macht. In Landmaschinen wird im Regelfall die erprobte Antriebs -und Speichertechnik aus der automobilen Großserie verbaut.

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Die Zukunftsmobilisten: Nr. 28 Oliver Oubuter (Microlino)

Herausforderungen auf dem Weg zum Autohersteller / Elektroauto als Lifestyle-produkt / Elektromobilität in Städten

von Jürgen Vagt 25.03.19

Oliver Oubuter von Microlino https://www.micro-mobility.com/de/micro-erleben/microlino war heute zu Gast bei den Zukunftsmobilisten und natürlich ging es deswegen um Start ups im Automobilbau. Aber mit Oliver Qubuter haben wir einen studierten Kaufmann bei den Zukunftsmobilisten und momentan sitzt Microlino in der Schweiz. Die Idee für den Microlino ist aus der Familie Oubuter gewachsen, denn der Vater von Oliver Oubuter war schon ein erfolgreicher Erfinder im Fahrzeugbau. Schon Ende der 1990 er Jahre hat er klappbaren Tretroller aus Aluminium entwickelt und wollte diesen klappbaren Tretroller über Smart verkaufen, allerdings ist Smart dann als Partner abgesprungen. Man hat dann diesen klappbaren Tretroller in Eigenregie vertrieben und dieser Roller wurde ein riesiger Erfolg und so wurde der finanzielle Grundstock für die weiteren Aktivitäten gelegt. Bis heute ist auch der Microlino komplett aus eigenen Mittel finanziert worden und erst jetzt überlegt man, einen externen Investor einzubinden. Es gibt nur sehr wenige Autohersteller, die nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich gegründet wurden. Der Automobilbau ist einerseits sehr kapitalintensiv und anderseits ist die europäische Zulassung eine riesige Hürde. Gegenwärtig müssen 200 Zulieferer gesteuert werden, damit der Microlino fertig gebauert werden kann. Microlino nutzt hier wie auch andere Start ups Auftragsfertiger, das sind Unternehmen meistens aus der Produktionstechnik, um die Fertigung des Autos durchführen zu lassen. Mit Auftragsfertigern kann man die Investitionen reduzieren und die Risiken einer schwankenden Auftragslage werden besser verteilt. Zudem hat sich in den letzten 20 Jahren in Europa eine Branche aus verschiedenen Auftragsfertigern entwickelt. Daher wird der Microlino 12000 € mit der kleineren Batterien und einer Reichweite von 125 Kilometern beim Händler kosten. Die Zielgruppe ist ein urbanes Publikum und das Fahrzeug passt zu den Anforderungen eines typischen Pendlers, die zwischen 20 – 30 Kilometer zur Arbeit pendeln und so entspannt zu Hause laden können. Langfristig wird eine Kooperation mit einem Energieversorger angestrebt, um den Käufern von Microlino einen Ansprechpartner für die komplette Transformation zum klimaneutralen Haushalt mit dem Aufbau von Solaranlagen an die Hand zu geben.

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Die Zukunftsmobilisten: Nr. 27 Philipp Martin Haaf (Capgemini)

Elektroautos in die Flotte / Marktakzeptanz von Elektroautos 2019 / China als Treiber der Elektromobilität

von Jürgen Vagt 25.03.19

Heute war Philip Martin Haaf von der Unternehmensberatung Capgemini https://www.capgemini.com/de-de/ zu Gast bei den Zukunftsmobilisten. Philip Martin Haaf hat in Mannheim Betriebswirtschaftslehre studiert und betreut eben seit 10 Jahren den Automobilsektor und hat einen inhaltlichen Schwerpunkt auf Elektromobilität gelegt. Wir haben dann die Geschichte der letzten 10 Jahren in der modernen Elektromobilität hervor gearbeitet und wo sind wir im Jahr 2019. Die Fortschritte bei der Batterie waren natürlich ein Thema, denn noch vor 5 Jahren war die gegenwärtige Leistung der Batterien in aktuellen Serienautos undenkbar. Zudem haben sich die Kosten für Batterien diskutiert, weil der Preis der Batterien massiv gefallen ist. Wo sind nun im Winter 2019 die Herausforderungen? Die Integration von elektrischen Fahrzeugen in Firmenfuhrparks ist ein Thema und andererseits muss die Ladeversorgung immer weiter entwickelt werden, weil die Produktlandschaft wird immer besser und immer mehr Hersteller bringen mehr Fahrzeuge auf den Markt. Auf meinem Blog http://elektroautovergleich.org/ berichtete ich über diese Veränderungen. Aber die Dienstleistungen rund ums Elektroauto sind noch mau, sodass der Umstieg aufs Elektroauto noch schwierig ist für Privatpersonen und Unternehmen ist. Mit der neuen und kontrovers diskutierten Ladesäulenverordnung gibt es nun noch in diesem Jahr einen einheitlichen Standard, sodass die Grundlagen für den Markthochlauf gelegt sind. Man kann also bald und noch im Jahr 2019 mit einer elektrischen Tankkarte überall im Bundesgebiet sein Elektroauto aufladen. In der Zukunft soll es bald auch europäisch möglich sein und mit dieser Standardisierung wird die Elektromobilität sich gut weiter entwickeln. Im Winter 2019 wird es für immer mehr Flottenmanager dringend notwendig sich mit der Integration von elektrischen Fahrzeugen zu beschäftigen, weil einerseits immer mehr Dieselfahrverbote in Innenstädten in Kraft treten und andererseits der Einsatz des Streetscooters bei der Post zeigt, wie man erfolgswirksam elektrische Fahrzeuge in Flotten einführt. Der Einsatz des Streetscooters zeigt, dass bei gewissen Fahrprofilen wie eben bei der Auslieferung von Briefen und Paketen elektrische Fahrzeuge sich schon Jahr 2019 rechnen. Ausgehend von diesen Fahrprofilen werden immer mehr Unternehmen aufs elektrische Autofahren umzusteigen.

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Die Zukunftsmobilisten: Nr. 26 Jutta Kleinschmidt (Paris-Dakar Gewinnerin)

Wie kamen die alternativen Antriebe in den Motorsport? / Autobauer in Formel E / Zukunft der großen Rallyes

von Jürgen Vagt 22.03.19

Mit Jutta Kleinschmid konnte ich eine Paris -Dakar Gewinnerin für die Interviewreihe: Die Zukunftsmobilisten gewinnen. Jutta Kleinschmidt schildert am Anfang des Interviews die Geschichte der alternativen Antriebe im Motorsport. http://www.jutta-kleinschmidt.de/ Daher haben wir auch über Le Mans gesprochen, dort sind einige Expertentierfahrzeuge außer Konkurrenz in den 2000 er Jahren gefahren. Vor ein paar Jahren ist selbst ein Wasserstoffrennauto in Le Mans gefahren und man hat mit Downsizing im Rennwagenbau experimentiert. Auf der anderen Seite hat sich in den letzten Jahren die Formel E etabliert und diese elektrische Formel 1 hat jetzt im Jahr 2019 schon acht große Automobilhersteller, aber insgesamt hängt der Motorsport der Entwicklung im allgemeinen Automobilbau hinterher. Insbesondere bei den großen Rallyeraids könnte man Wasserstoff unter Extrembedingungen testen. Rallyeraids oder Cross-Country Events sind und waren die Motorsportdisziplin von Jutta Kleinschmidt und diesen langen Rally-Events fährt man 400 – 500 Kilometer am Stück und gegen die Zeit. Bei diesen Anforderungen kommt der batterie- elektrisch Antrieb an seine Grenzen und bei diesen langen Rallyes könnte der Wasserstoffantrieb seine Vorteile ausspielen, weil die Aufladung mit Wasserstoff nur wenige Minuten dauert und dann stehen die Rallyefahrern 500 – 700 Kilometer zur Verfügung. Im Gegensatz zu den Rallyes in der Rallye-WM, bei den nur Sprintdistanzen von 15 bis 20 Kilometern gefahren werden, kann man schlecht Stromleitungen in die Wüste oder in die Pampa verlegen. Mobile Ladestationen wären eine Möglichkeit, dann kämen Lkws mit riesigen Batterien zur Versorgung der Rallyefahrzeuge. Aber bei den Profilen der großen Rallye-Raids wie der Paris-Dakar könnte der Wasserstoffantrieb erprobt werden. Ich brachte noch das Interview mit Jochen Pallasch aus dieser Interviewreihe ins Gespräch, denn auch bei den Bundesministerien und in der Forschungsförderung werden Wasserstoffantriebe auf großen Transit-strecken diskutiert. Bei den klassischen Rallyes der Rallye-WM oder dem Rallyecross könnten aber problemlos batterie- elektrische Antriebe eingesetzt werden. Entscheidend ist aber, dass es Innovationsszenen im Motorsport gibt. Das Peakes Peak – Bergrennen ist ein gutes Beispiel für solche eine Entwicklung, erst vor ein paar Jahren begann ein paar Enthusiasten und heute nutzen Hersteller wie Volkswagen diese Plattform.

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Die Zukunftsmobilisten: Nr. 25 Geza Brugger e&Co. AG

Venture Capital in der Zukunftsmobilität / Autonomes Fahren bis 2021 / Zentren für Start ups in der Zukunftsmobilität

von Jürgen Vagt 19.03.19

Heute war Geza Brugger von der Unternehmensberatung e&Co. AG https://www.eandco.com/home.html zu Gast bei den Zukunftsmobilisten. Der studierte Kaufmann hat eine Karriere in der Industrie und Beratung hinter sich und sich 2015 mit einer Unternehmensberatung selbständig gemacht. Im Rahmen dieser Unternehmensberatung werden auch kleinere Unternehmen in der Zukunftsmobilität betreut und zu einer gewissen Reife gebracht. In der letzten Zeit ist durch eine Kooperation mit einem österreichischen Unternehmen ein eigener Fond entstanden, der in Unternehmen der Zukunftsmobilität investiert. Wir haben am Anfang des Gespräches eine Bestandsaufnahme der gegenwärtigen Start up Szene vorgenommen, um herauszuarbeiten, wo sich Schwerpunkte der Zukunftsmobilität gebildet haben. Natürlich sind da Aachen und München als Regionen gefallen, aber die Start up Szene ist in der Mobilität sehr aktiv und Investoren geben gerne und großzügig Finanzierungen. Im Spätwinter 2019 kann man die verschiedenen Sharing-Unternehmen sehen und erleben, sei es nun das Teilen von Rollern oder Autos oder die neuen Mobilitätsunternehmen wie Ridesharing-Anbierter. In deutschen Großstädten kann man bereits viel Zukunftsmobilität als Kunde erleben. Zudem werden die ersten elektrischen Fahrzeuge von Start ups auf den Markt kommen und wir haben über die Trends im elektromobilen Autobau analysiert. Dann sind wir zum Thema automatisiertes Autofahren bzw. autonomen Autofahren gekommen und dies ist eben auch der Schwerpunkt der unternehmerischen Tätigkeit von Geza Brugger. Gegliedert nach den Wirtschaftsräumen China, USA und Europa haben wir den aktuellen Entwicklungsstand in diesem Technologiefeld herausgearbeitet. Geza Brugger von e&Co. AG hebt die technologische Führerschaft der deutschen Automobilindustrie hervor, was die automatisierten Fahrassistenzsysteme angeht und technisch sind die Fahrzeuge aus dem deutschen Automobilbau weitaus besser als die sogenannten Robotertaxis von den us-amerikanischen Tech-Giganten. Wir hatten schnell einen Konsens erreicht, dass man zwischen dem klassischen Produktgeschäft innerhalb der Automobilindustrie und den neuen Mobilität-Dienstleistungen unterscheiden muss. Gerade in diesen Wochen werden verschiedene Anbieter von Mobilität-Dienstleistungen konkreter und man sieht wenigstens schemenhaft, wie sich die etablierten Anbieter in der Verkehrswirtschaft zu Anbietern von Mobilitätsdienstleistungen wandeln werden. Natürlich stellt sich die Frage, ob und wann sich eine Mobilitätsplattform als dominierender Marktplayer bestimmen lässt. Als Zukunftsversion kann man festhalten, dass immer mehr Fahrzeugen im Sharingbetrieb fahren werden und diese Fahrzeuge werden immer automatisierter und autonomer.

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Die Zukunftsmobilisten: Nr. 24 Mladen Djuric (Clevershuttle)

Ride Sharing in der Großstadt / Elektrische Fahrzeuge im Flottenbetrieb / Ladetechnik für Flottenbetreiber

von Jürgen Vagt 18.03.19

Mladen Djuric von Clevershuttle https://www.clevershuttle.de/ war heute zu Gast bei den Zukunftsmobilisten und der studierte Kaufmann berichtete über seine Zeit in diesem Start up. Im Jahr 2015 wurde dieses Start up gegründet und in diesem Jahr hat auch Mladen Djuric angefangen. Man muss Menschen in der Provinz erst mal das Geschäftsmodell von einem Ridesharinganbieter wie Clevershuttle erklären, aber im im Prinzip ist das Konzept von Clevershuttle einfach. Man registriert sich per App und wenn man eine Fahrt buchen will, dann wird man am Aufenthaltsort von einem Clevershuttle-Fahrzeug abgeholt und dann wird man gegen einen Obolus zu seinem Zielort gebracht. Viele Menschen kennen diese Konzepte aus dem Urlaub in Südamerika, Südafrika oder der Türkei. Aber bei Clevershuttle vermeidet man den Begriff Sammelstaxi, weil man sich einerseits in einer Konkurrenzsituation mit dem klassischen Taxigewerbe befinden und anderseits ist man eben eine online-basiertes Geschäftsmodell. Zudem betont Mladen Djuric, dass Clevershuttle ausschließlich auf elektromobile Antriebe setzt. Deswegen setzt Clevershuttle ausschließlich auf den Nissan e-NV 200 und setzt eben keine Verbrenner ein. Testweise werden auch Wasserstoffantriebe mit dem Toyota Mirai erprobt, denn man will sich beide Technologien offen halten. Also sowohl die batterie- elektrischen Antriebe als auch die Wasserstoff-angetriebenen Fahrzeuge. Clevershuttle hat jetzt im Winter 2019 schon drei Jahre Erfahrung mit einem ausschließlich elektrischen Fuhrpark und deswegen habe ich gefragt, wie man erfolgreich einen komplett elektrischen Fuhrpark in Großstädten betreibt. Mladen Djuric betonte noch mal, dass man als Unternehmen mit einem entsprechenden Fuhrpark eine eigene Ladestation braucht und bei Clevershuttle hat man sich für eine Mischung aus normalen Ladestationen und aus einigen Schnellladern entschieden. Obschon man keinen direkten Vergleich zu einem Fuhrpark mit Verbrennern hat, ist der Betrieb mit elektrischen Fahrzeugen sehr kostengünstig. Als Sicherheitsreserve nutzt Clevershuttle auch die öffentliche Ladestruktur und hier fällt das Urteil durchwachsen aus. In einigen Städten wie Berlin ist die Versorgung mit Ladesäulen sehr gut, aber in anderen Städten ist das Angebot auch viel schlechter.

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Die Zukunftsmobilisten: Nr. 23 Jürgen Vagt mit Peter Wüstnienhaus (DLR)

Forschung in der Elektromobilität / Entwicklungen der letzten 10 Jahre in der Elektromobilität / Hürden beim Markthochlauf des Elektroautos

Das deutsche Zentrum für Luftfahrt und Raumfahrt in der Person von Peter Wüstnienhaus (DLR) war heute zu Gast bei den Zukunftsmobilisten. Mit Peter Wüstnienhaus hat sich ein altgedienter Vertreter der Elektromobilität die Ehre geben, Peter Wüstnienhaus ist schon seit 2009 in der Forschungsförderung für Elektromobilität tätig und seit 2012 ist er überzeugter Elektroautofahrer. Wir haben erstmal die Veränderungen in den letzten Jahre der Elektromobilität besprochen und wir haben einen Schwerpunkt auf die wilde Frühphase der Elektromobilität in den Jahren 2010 – 2013 gelegt. Heute im Winter 2019 wird an vielen Ecken ein einheitlicher Standard verabschiedet, so soll das Kartenchaos mit der nun gültigen Ladesäulenverordnung ein Ende haben. In den ersten Jahren der Elektromobilität haben Energieversorger viele Ansätze erprobt und nun ist mit der kontrovers diskutierten Ladesäulenverordnung ein verbindlicher Standard verabschiedet worden. In diesem Aspekt ist alles gerüstet für den Markthochlauf und insgesamt sieht Peter Wüstnienhaus die Ladetechnik eher positiv, aber momentan können die Autobauer die Nachfrage nicht befriedigen. In der Tendenz kritisiert Peter Wüstnienhaus die etablierte Autoindustrie, je nach Hierarchiestufe und Alter hatten die Manager in der Automobilindustrie eine Verweigerungshaltung gegenüber der Elektromobilität. Aber Tesla hat die Autoindustrie und deren Manager verändert. Man sollte Tesla nicht gegenüber Laien über den grünen Klee loben, aber sowohl die technischen Aspekte als auch das Geschäftsmodell sind beeindruckend und die Erfolge von Tesla in der Oberklasse veränderten die etablierten Autobauer. Das gilt auch für das Thema des autonomen Fahrens, seit 2 bis 3 Jahren wird das Thema für Projektträger immer wichtiger. DLR und eben Peter Wüstnienhaus betreuen die ersten Projekte und die ersten Modellvorhaben in Deutschland. In der Forschung über Elektromobilität wird immer mal wieder das Thema Batterie diskutiert und es könnte eben auch noch zur Feststoffbatterie gehen. Aber gegenwärtig hat sich Litihum-Ionen Batterie als Standard durchgesetzt und in der normalen Großserienproduktion gibt es riesige Kostendegressionseffekte. Peter Wüstnienhaus kennt diese Entwicklung, noch vor 4 Jahren war es undenkbar, dass man ein Elektroauto mit einer Batterie 40 kWh für unter 40000 € kaufen kann. Die Preise zeigen eben den Kostenverfall beim modernen Elektroauto und dessen Lithium-Ionen Batterie.

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Die Zukunftsmobilisten: Nr. 22 Jürgen Vagt und Volker Blandow (TÜV Süd)

27 Jahre Branchenerfahrung in der Elektromobilität / Erfolgsfaktoren von Elektroautos in gewerblichen Flotten / Wo entwickelt sich das elektrische Elektroautoangebot hin?

Volker Blandow vom TÜV Süd war heute zu Gast bei den Zukunftsmobilisten und er verfügt bereits über 27 Jahre Erfahrung in der Elektromobilität. Schon 1991 arbeitete Volker Blandow am X1 von BMW und so haben wir uns am Anfang über die Geschichte des Elektroautos unterhalten. Es gab immer mal wieder Versuche, dass Elektroauto zu fördern. Ob es der Modellversuch auf Rügen oder in Kalifornien waren, aber dann kam 2009 Tesla und zeigte, wie man mit kleinen Mitteln die etablierte Autoindustrie blamiert. Dann konzentrieren wir uns auf die 2010 er Jahre und wir beurteilten das elektrische Angebot in den 2010 er Jahren. Natürlich kamen wir dann auf das Batteriethema und es ist für Fachleute wie Volker Blandow überraschend, dass sich in wenigen Jahren seit dem Jahr 2012 die durchschnittliche Reichweite von elektrischen Neuwagen von 150 Kilometern auf die durchschnittliche Reichweite heute im Winter 2019 auf 300 Kilometer erhöht hat. Heute im Winter 2019 ist fast eine 60 Kwh-Batterie bei einem Neuwagen für 40000 € Standard und so ein Preis-Leistungsverhältnis war noch vor wenigen Jahren undenkbar. An der Batteriefront hat das Elektroauto gewonnen und es wird immer besser im Vergleich zu modernen Verbrennern. In den 2000 er Jahren gab es das Schlagwort des Downsizing innerhalb der Autoindustrie und unter diesen Begriff verstand man, dass man mit kleineren und verbrauchsärmeren Motoren den Verbrauch drosseln wollte. Dieses Thema hat stark an Dynamik verloren, aber Volker Blandow hob auch hervor, dass dieser technologischer Ansatz kaum Zukunft hat. Selbst wenn die Verbrenner einem Downsizing unterworfen werden, dann werden Elektroautos trotzdem kostengünstiger und leistungsstärker sein. Diese Zukunftsanahme stützt Volker Blandow auch auf einen weiteren Kostenverfall bei den Batterien. Von zentraler Bedeutung sind aber die Klimaschutzbemühungen, denn die gegenwärtigen europäischen Klimaschutzbestimmungen hinsichtlich des Flottenverbrauches reichen nicht aus, um die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens zu erreichen. Laut den Berechnungen von Volker Blandow müssten noch 15 g im Flottenverbrauch eingespart werden. Die gegenwärtigen Reduktionen beim Flottenverbrauch reichen auch nicht aus, um die Ziele des völkerrechtlich verbindenlichen Pariser Klimaabkommens einzuhalten.

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Die Zukunftsmobilisten: Nr. 21 Jürgen Vagt mit Dr. Karl Obermair (Tüv Rheinland)

Risiken bei Elektroautobatterien / Servicequalität für Elektroautonutzer / Sicherheit des autonomen Autofahrens

Heute war Dr. Karl Obermair zu Gast bei den Zukunftsmobilisten und der promovierte Sozialwissenschaftler verantwortet gegenwärtig die Zukunftsmobilität beim TÜV Rheinland. Deswegen ging es in unserem Gespräch um die Sicherheitsaspekte in der Zukunftsmobilität und wir fingen mit der Sicherheit von Batterien der Elektroautos an. Batteriebrände waren immer mal wieder ein Thema in den Medien, aber der TÜV Rheinland arbeitet schon an differenzierte Sicherheitsthemen. Es geht um Fragen, wie Batterien auf kleine Park-Rempler reagieren und ob durch solche Unfälle in Brände in Elektroautos entstehen können. Herr Dr. Obermair hob hervor, dass im Winter 2019 es immer noch große Veränderungen bei den Batterien geben kann. In der Forschung sind Feststoffbatterien ein zentrales Thema und auch wenn immer mehr Elektroautos mit Lithium-Ionen Batterien verkauft werden, können andere Batterietypen ein Thema werden und außerdem könnte Wasserstoff als Speichermedium und mit der Brennstoffzelle als Antrieb wieder relevant werden. Aber der TÜV beschäftigt sich mit der Standardisierung der Dienstleistung um das Elektroauto und auch dieses Thema ist für die Etablierung der Elektromobilität relevant. Dr. Karl Obermair sieht bei diesem Thema die Politik in der Verantwortung und das Ziel muss sein, dass bundesweit einheitlich mit allen Zahlungsmöglichkeiten an einer Ladestation geladen und bezahlt werden kann. Wenn die Politik die nötigen Regeln trifft, dann werden die relevanten Marktakteure in entsprechenden Lösungen investieren und der TÜV Rheinland macht sich Gedanken über die Standarisierung des Ladens an öffentlichen Stationen. Der Servicequalität muss dann auch standardisiert werden, weil dann der deutsche Autofahrer überall in Deutschland einen Qualitätsstandard hätten und diese standardisierte Qualität würde dann den Markthochlauf des Elektroautos befördern. Abschließend haben wir über das autonome Auto gesprochen und auch wenn die Veränderung in einem jüngeren Stadium ist, gibt es riesige Sicherheitsfragen. Nach einer Bestandsaufnahme der gegenwärtigen Modellvorhaben aber wir die verschiedenen Aspekte des Themas zerlegt und die Zulassungfrage der hoch automatisierten Fahrroboter ist noch in ferner Zukunft. Relevanter wird die Zulassung der Fahrzeuge mit dem Automatisierungslevel drei im Jahre 2019 und dann wird es eben automatisiertes Autofahren im öffentlichen Verkehr geben.

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Die Zukunftsmobilisten: Nr. 20 Jürgen Vagt und Johannes Pallasch (NOW)

Wasserstoff in der Zukunftsmobilität / 300 Millionen für Ladestationen / Stadt – Landgefälle in der Elektromobilität

von Jürgen Vagt 20.02.19

Mit Johannes Pallasch konnte ich einen Vertreter der NOW https://www.now-gmbh.de/en bei den Zukunftsmobilisten begrüßen. Die Now-GmbH ist ein zentraler Akteur in der Zukunftsmobilität und ist ein Tochterunternehmen des Bundesministeriums für Verkehr. Bei der Now sitzt man also im Zentrum der Zukunftsmobilität und man bedient sowohl das batterie-elektrische Fahren als auch Wasserstofffahrzeuge. Im Jahr 2019 wird Daimler ein Wasserstofffahrzeug auf den Markt bringen und jetzt ist Wasserstoffantrieb wieder ein Thema. In den 2010 er Jahren hat der batterie-elektrische Antrieb dominiert, aber 2019 bringt Daimler nach sehr langen Pause ein Wasserstofffahrzeug in den Verkauf und daher ist Wasserstoff wieder ein Thema. Johannes Pallasch hob die Bedeutung des Wasserstoffantriebs für langen Trassen und für Überlandfahrten hervor, die andere Hürde für den Wasserstoffantrieb ist und bleibt das fehlende Wasserstofftankstellennetz. 2016 gab es in Deutschland nur 4 Tankstellen für Wasserstofffahrzeuge, aber am Ende des Jahres 2019 sollen es schon 100 Tankstellen sein. Einige Akteure investieren in das Netz von Wasserstofftankstellen und damit kommt auch wieder mehr Dynamik in das Thema. Johannes Pallasch hebt auch die Bedeutung des Lkw-Verkehrs hervor, weil es einfacher und kostengünstiger wäre, auf großen Transitstrecken eine gute Versorgung mit Wasserstofftankstellen aufzubauen. Für Logistiker wäre der Wasserstoffantrieb sehr interessant, weil Logistikunternehmen Langstrecken sehr effizient mit großen Lkws und der Wasserstofftechnologie bedienen kann. Dann kamen wir zum batterie- elektrischen Antrieb und die Now-Gmbh verwaltet 300 Millionen aus dem Bundeshaushalt für den Ausbau und der Förderaufruf ist auf starke Resonanz gestoßen. Insbesondere Kommunen beteiligen sich rege an dem Ausbau der Ladeinfrastruktur und alle Beteiligten warten darauf, dass Volkswagen seine Bänder in Zwickau anwirft und den deutschen Automarkt mit Elektroautos versorgt. Wenn die Nachfrage nach Elektroautos anspringt und batterie- betriebene Elektromobilität zum Massenphänomen wird, dann wird sich der Markt für Ladestationen verändern und bislang ist es nicht klar, wie sich dieser Markt entfalten wird. In der Gegenwart des Winters 2019 leistet der bundesdeutsche Staat seinen Beitrag und gibt dem Markt eine Starthilfe und wartet ab, wie sich die Marktakteure finden werden.

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Die Zukunftsmobilisten: Nr. 19 Juergen Vagt mit Prof. Dr. Wolfgang Rid

Städte in der Zukunftsmobilität / Wie entwickelt sich das Carsharing? / Autonomes Autofahren in der Stadt

von Jürgen Vagt 15.02.19

Heute war mit Prof. Dr. Wolfgang Rid der erste Geograf bei den Zukunftsmobilisten und folglich haben wir über die Zukunftsmobilität in den Städten gesprochen. Alle drei Felder der Zukunftsmobilität, also Elektromobilität, Car Sharing und autonomes Autofahren bündeln sich in der Stadt und so haben wir angefangen eine Bestandsaufnahme zu machen, wo steht die Elektromobilität in den Großstädten? Prof. Dr. Wolfgang Rid ist an der FH Erfurt tätig und hebt die Trennung von privaten und öffentlichen Verkehr hervor, denn die Städte sind im Rahmen der Daseinsvorsorge für einen funktionierenden öffentlichen Nahverkehr verantwortlich und eben nicht für die Bereitstellung von Ladestationen für private Elektroautos. Die Elektromobilität im öffentlichen Verkehr macht aber auch Fortschritte und immer mehr Stadtwerke setzen elektrische Busse ein und die Kommunen schaffen deutschlandweit die rechtlichen und stadtplanerischen Voraussetzungen für die Etablierung der Elektromobilität. Nur eben fehlen die elektrischen Fahrzeuge, weil die Bürger noch keine Elektroautos kaufen. Carsharing ist als Thema auch gravierender, denn diese Innovation ist schon in der Wirklichkeit angekommen. Im Jahr 2016 konnte schon die Hälfte der deutschen Bevölkerung Carsharing nutzen und es kommen immer mehr Optionen hinzu. In Großstädten werden elektrische Roller und Fahrräder geteilt und nun kommen Sammeltaxi-Systeme hinzu. Allerdings konzentrieren sich die Mobilitätsangebote auf Großstädte, weil die Anbieter größere Kundschaft haben und unter diesen Bedingungen werden die Geschäftsmodelle schneller rentabel. Allerdings sind die ländlichen Räume schlecht versorgt und die Menschen sind von Auto abhängig. Wenn die großstädtischen Märkte bedient sind, werden sich dann die Car Sharing- Unternehmen auch ländliche Räume erschließen? Wolfgang Rid beschrieb ein Forschungsprojekt, in dem das örtliche Stadtwerk einen Car Sharing- Fahrzeug betriebt.
Es gibt zwar Bürgerbusse, aber diese Ansätze leben vom Ehrenamt und bietet kaum ein zuverlässiges Angebot. Daher sollten Unternehmen des öffentlichen Nahverkehrs und die örtlichen Stadtwerke eine stärkere Rolle im ländlichen Carsharing spielen. Auf Bundesebene werden auch bundeseinheitlich Fahrzeuge beschafft, sodass diese Angebote auch kostengünstig und wettbewerbsfähig seinen können.

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Die Zukunftsmobilisten: Nr. 18 Jürgen Vagt mit Dr. habil Weert Canzler

30 Jahre Geschichte der Zukunftsmobilität / Gesellschaftliches Klima und Elektromobilität / Autohersteller als Verhinderer

Weert Canzler war heute zu Gast und insgesamt begleitet er die Zukunftsmobilität schon 30 Jahre lang als Wissenschaftler. Der habilitierte Politikwissenschaftler analysiert und beobachtet die Mobilität und deren gesellschaftliche Bedeutung seit 30 Jahren. Heute ist Weert Canzler im Wissenschaftszentrum Berlin tätig und am Anfang des Gespräches haben wir die Geschichte der Zukunftsmobilität herausgearbeitet. Ausgehend von der Elektroautos um das Jahr 1900 hob Weert Canzler die Jahre nach der ersten Ölkrise in der Mitte der 1970 er Jahre hervor. Dann gab es einen kleinen Boom in der Mitte der 1990 er Jahre, aber die Autobauer wollen nicht und scheuten die großen Investitionsrisiken. Dann kam ein interessanter Testlauf von General Motors in Kalifornien um das Jahr 2000, allerdings hat die amerikanische Autoindustrie ihre gesamte Lobbymacht genutzt, um das Elektroauto in der Serienfertigung zu verhindern. In den 2000 er Jahren kam dann Tesla und blamierte die etablierte Autoindustrie mit sehr überzeugenden Leistungsparametern im Jahr 2010. In den 2010 er Jahren ist natürlich ein massiver Zuwachs an elektrischen Fahrzeugen aus der Automobilindustrie zu beobachten, aber Weert Canzler sieht den Markthochlauf des Elektroautos im Gegensatz zu vielen Experten skeptisch. Zwar erwarten viele Experten, dass das Elektroauto sich um das Jahr 2020 durchsetzen wird. Aber die typischen Neuwagenkäufer sind weit über 50 Jahre und das Elektroauto muss durch dieses Nadelöhr und ob sich diese alte Käuferschicht für das Elektroauto begeistern lässt, bleibt fraglich. Die Autohersteller bringen zwar in den Jahren 2019 bis 2021 viele Elektroautos auf den deutschen Markt, aber der Automobilhandel verhindert gegenwärtig den Absatz von Elektroautos. Einerseits fehlen die finanziellen Anreize für den Absatz von elektrischen Fahrzeugen und andererseits fehlen die Qualifikationen im Automobilhandel. Das autonome Autofarhren war natürlich auch Thema in diesem Interview und Weert Canzler befürwortet diese Plattform Ansätze, allerdings sieht er den Erfolg des autonomen Fahrens insbesondere im Mischverkehr skeptisch. Die Version einer Plattform für Mobilitätsdienstleistungen teilt Weert Canzler und somit ist ein Amazon für Mobilitätsdienstleistungen sehr wahrscheinlich. Aber auf europäischer Ebene sollte diese neue Plattform nach sozialen und ökologischen Standarts geprägt werden.

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Die Zukunftsmobilisten: Nr. 17 Jürgen Vagt und Dietrich Sümmermann (Innogy)

Blockchain in der Zukunftsmobilität / Energiekonzerne und Ladestrom / Wie wird der Ladestrom abgerechnet?

Von Jürgen Vagt 14.02.19
Dietrich Sümmermann war heute zu Gast bei den Zukunftsmobilisten und wir diskutierten die Bedeutung der Blockchain Technologie innerhalb der Zukunftsmobilität. Dazu haben wir erstmal definiert, was Blockchain ist und wo diese Technologie angewendet werden soll. Blockchain vereinfacht Transaktionen zwischen Menschen und Unternehmen. Eine Bank übernimmt die Verwaltung von Zahlungsströmen zwischen Menschen und Unternehmen und diese Funktion kann von der Blockchain übernommen werden. Warum ist eine solche technische Verbesserung für die Zukunftsmobilität wichtig? Für die konventionellen Verbrennerfahrzeugen gibt es gegenwärtig 100000 Tankstellen, falls sich die Elektromobilität durchsetzt, dann gehört praktisch zu jedem Auto eine Tankstelle und es wird auch mehr und kürzer elektrisch getankt. Daher steigt der Bedarf exponentiell von Abrechnungen des Ladestroms und hier soll die Blockchain Technologie helfen, die Abrechnung des Ladestroms rechtssicher und kostengünstig vorzunehmen. An diesen Projekten arbeitet man bei innogy und will diese Aktivitäten in einen Start up bündeln. In der Wirtschaftspresse spielt Blockchain eine große Rolle und so gesehen gibt es auch noch andere Anwendungsgebiete, denn die Zukunftsmpbilität wird immer kleinteiliger. Die ganzen Sharingoptionen wollen auch kostengünstig und rechtssicher bezahlt werden und an so einer Lösung wird zusammen mit der Fraunhofer geforscht. Ich habe es ja schon auf meiner Podcast-Reihe gesagt: https://elektromobil-in-die-zukunft.podigee.io/, in Hamburg hat man 6 Möglichkeiten mit 9 Anbietern, um 4 Kilometer in der Innenstadt zu fahren. Diese Vielfalt bedeutet einen erheblichen Abrechnungsaufwand und auch bei dieser Aufgabe könnte die Blockchain einen wichtigen Lösungsansatz liefern. Dietrich Sümmermann sieht den politischen Rahmen als günstig an und auch die neue Datenschutzgrundverordnung ist eher sinnvoll, nur die Akteure der Verkehrswirtschaft müssen sich gemeinsam auf ein Vorgehen einigen. Diese Spieler sind aber noch in Ihrem traditionellen Branchendenken gefangen. Zudem müssen sich verschiedene Akteure auf grundlegende Parameter in den Servicearchitekturen einigen, allerdings sieht hier Dietrich Sümmermann massive Fortschritte und das Start up entwickelt sich gut. Man muss sich als Kunde auch vorstellen, dass es keine direkte Beziehung zwischen Kunden und einem Unternehmen gibt, sondern dass man als Kunde von mehreren Marktteilnehmern bedient wird. Als Kunde kann man in dieser Blockchainwelt sehr fließend zwischen sehr viele Anbietern wechseln.

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Die Zukunftsmobilisten: Nr. 16 Juergen Vagt mit Daniel Niederberger

Status Quo bei Elektromobilität und den Autobauern / Disruptionspotenzial des autonomen Autos / Amazon der Mobilitätsdienstleistungen

von Jürgen Vagt 05.02.19
Daniel Niederberger hat schon 15 Jahre Berufserfahrung in den Themenfeldern Elektromobilität und autonomes Autofahren und deswegen ist Daniel Niederberger heute zu Gast bei den Zukunftsmobilisten. Der studierte Fahrzeugtechniker hat noch einen MBA gemacht und ist daher sowohl bei technischen Aspekten als auch bei den betriebswirtschaftlichen Themen sprech-fähig. Zudem hat Daniel Niederberger langjährige Erfahrungen als Unternehmensberater in der Automobilindustrie. An Anfang des Gespräches haben wir eine Bestandsaufnahme der Elektromobilität innerhalb der Automobilindustrie gemacht. Laut Herrn Daniel Niederberger ist die Elektromobilität heute also im Winter des Jahres 2019 schon tief in der Autoindustrie verankert und die Entscheidungsebenen gehen eindeutig in Richtung von elektromobilen Antrieben. Problematisch ist noch der Automobilhandel, denn hier fehlen noch die Qualifikationen und die richtigen Anreize, um die Elektromobilität voranzutreiben. Auch in anderen Unternehmensbereichen wie dem Marketing ist das Thema Elektromobilität fest etabliert. Die deutsche Angebotsseite ist gut gerüstet für den Markthochlauf der elektrischen Fahrzeuge. Gegenwärtig ist das Plattform-Thema sehr bestimmend in der Entscheidungsebene der Automobilindustrie. Wenn man heute eine reine Elektroautoplattform im Autobau etabliert, dann baut man sehr leistungsstarke und qualitativ hochwertige Elektroautos, aber man muss große Summen investieren. Ob der Kunde bereit ist, diese Investitionen zu honorieren, bleibt fraglich. Unter dieser Ungewissheit müssen die Manager der Autoindustrie entscheiden, wie stark man in Richtung Elektromobilität geht. Dem autonomen Autofahren schreibt Daniel Niederberger ein größeres Disruptionspotenzial als der Elektromobilität zu. Im Kern verspricht das autonome Autofahren eine massive Kostenersparnis für den Bürger. Die Robo-Taxis in den USA werden mit Interesse bei den deutschen Automobilentscheidern verfolgt und die Entscheidungsebene plant die ersten Schritte in die Richtung von autonomen Fahrzeugen.

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Die Zukunftsmobilisten: Nr. 15 Jürgen Vagt mit Mathias Stein MdB (SPD – Verkehrsausschuss)

Elektroautos und das Dienstwagenprivileg / Ladetechnik in Deutschland / Rolle des Bundes in der Transformation

Mathias Stein war heute zu Gast bei den Zukunftsmobilisten und ab 2017 sitzt Mathias Stein für die SPD im Bundestag und ist Mitglied im Verkehrsausschuss. Zudem ist Mathias Stein Berichterstatter über die Elektromobilität für die Bundestagsfraktion der SPD. Anfangs ging es um die Erfahrungen aus der Praxis und wie sich seine Sicht auf die Elektromobilität durch sein Bundestagsmandat verändert hat. Im politischen Berlin ist die Elektromobilität ein Topthema und die Zukunftsmobilität ist viel greifbarer. Anfänglich hat die Mathias Stein die Förderinstrumente und deren Wirkung beurteilt und dann seine Funktion als Berichterstatter beschrieben. Wir haben kontrovers den Erfolg der Kaufprämie aus dem Jahr 2016 diskutiert und auch über das Dienstwagenprivileg für elektrische Fahrzeuge geredet. Aber grundsätzlich sieht Mathias Stein die Käuferschaft und die Automobilindustrie in der Bringschuld und Mathias Stein betrachtet die staatliche Förderkulisse als ausreichend. Es klemmt aber immer noch bei Mietwohnungen in der Großstadt, die Mieter sollten das Recht haben eine Ladestation von Vermieter zu verlangen, aber der Verkehr wird sich auch grundsätzlich in Großstädten verändern. Natürlich kamen dann die Aspekte des Carsharings und des autonomen Autofahrens. Mit diesen beiden Entwicklungen entsteht die Chance auf kostengünstigen Verkehr in den Innenstädten und Menschen könnten auf ein eigenes Auto verzichten. Bei dieser Entwicklung steht die Kostenerleichterung für die Durchschnittsbevölkerung für Mathias Stein im Vordergrund. Kontrovers wurde meine Frage beantwortet, ob die Transformation der Automobilindustrie nicht in einem Verantwortungsbereich gebündelt werden sollte. Digitalisierung ist auf Bundesebene in einem Verantwortungsbereich gebündelt und die Automobilindustrie ist immens bedeutend für Deutschland, sodass ein fester Verantwortungsbereich meines Erachtens notwendig wäre. Mathias Stein lobt hingegen die breite und vielfältige Diskussion in der Zukunftsmobilität. Mathias Stein sieht auch Verbesserungsbedarf bei der Darstellung der Elektromobilität in den Medien, denn die Deutschen haben immer noch ein zu schlechtes Bild über die Elektromobilität. Vielleicht sollte der Staat mit seiner Autorität eine Kommunikationsoffensive starten, um den Markthochlauf der Elektromobilität zu beschleunigen.

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Die Zukunftsmobilisten: Nr. 14 Jürgen Vagt und Volker Lazzaro (Mennekes)

Ladestationen und Elektromobilität / Elektroautos privat oder öffentlich laden / das Elektrohandwerk und die Elektromobilität

Volker Lazzaro als Maschinenbauingenieur und Geschäftsführer von Mennekes https://www.mennekes.de/ war heute zu Gast bei den Zukunftsmobilisten. Anfänglich beschrieb Volker Lazzaro die Geschichte der Elektromobilität bei Mennekes und schon in den späten 1990 er Jahren war die Ladetechnik der Elektromobilität ein Thema bei dem Mittelständler Mennekes. 2009 ist Elektromobilität ein eigenständiger Unternehmensteil geworden und heute im Winter des Jahres 2019 bringt Elektromobilität schon ein Drittel der gesamten Umsatzerlöse ein. In den 2000 er Jahre begann die Etablierung der modernen Elektromobilität und die etablierte Autoindustrie begann elektrische Antriebe ernst zu nehmen. Schon in den 1990 er Jahren wurden die ersten Stecker Systeme entwickelt, ab dem Jahr 2008 wurde diese Stecker Systeme zusammen mit der etablierten Autoindustrie weiter entwickelt. Heute ist der Stecker 2 eine Art Industriestandard. https://de.wikipedia.org/wiki/IEC_62196_Typ_2 .
Dann haben wir herausgearbeitet, welchen Ladestandard man in einem Privathaus verbauen sollte und wo die technologische Entwicklung in Sachen Ladetechnik hingeht. Einerseits gibt es gute Fördermöglichkeiten für private Ladestationen, andererseits gibt es leider noch keine Förderung für Ladestationen bei Arbeitgebern und das bremst die Elektromobilität. Insbesondere auf Autobahnen und Schnellstraßen werden wir in Deutschland noch bessere Ladetechnik sehen. Abschließend sind wir noch auf das Elektrohandwerk gekommen, denn einerseits bedeutet die Elektromobilität einen Milliardenmarkt für das Elektrohandwerk, aber andererseits werden viele Elektroautokäufer mit ihren Ladestationen schlecht von Elektrohandwerkern betreut. Die wirtschaftlich guten letzten Jahre haben für volle Auftragsbücher bei Elektrohandwerker gesorgt, sodass das Innovationsthema Elektromobilität vernachlässigt wurde. Mennekes hat zwar eine Qualifizierungsoffensive gestartet, aber man hofft, dass die Qualifizierung durch die Innungen des Elektrohandwerkes flächendeckend übernommen wird.

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Die Zukunftsmobilisten: Nr. 13 Jürgen Vagt mit Stefan Jenzowsky Kopernikus Automotive

Start ups und autonomes Autofahren / Software im autonomen Auto / autonomes Autofahren USA – Europa

Stefan Jenzowsky stellt heute bei den Zukunftsmobilisten seine neue Unternehmensgründung Kopernikus Automotive vor. Als langjähriger Manager hat sich entschieden zusammen mit Tim von Tönne Kopernikus Automotive zu gründen, hier soll eine Software für das autonome Auto entwickelt werden. Das Gespräch kam schnell auf die drei Hardwareplattformen beim autonomen Auto und Kopernikus Automotive setzt auf Nvida und ist schon langjähriger Partner von Nvida. Wie sollte sich ein Softwareunternehmen in diesem Feld positionieren und welche Marktchancen ergeben sich für Softwareentwickler bei der Etablierung des autonomen Autos? Zudem haben wir Prognosen über die Marktentwicklung des autonomen Autos. Wahrscheinlich wird es sehr unterschiedliche Software für verschiedene Länder und Anwendungen geben, Stefan Jenzowsky glaubt nicht an eine Cloudlösung fürs autonome Autofahren. Die Rechenleistung wird weiterhin im Auto verbaut sein. Stefan Jenzowsky sieht die Chancen der deutschen Autoindustrie als schlecht an, denn die Führung hat die Zeichen der Zeit erkannt, aber die Transformationsgeschwindigkeit der deutschen Autobauer ist zu langsam, insbesondere wenn man sich die Geschwindigkeit der Etablierung in den USA anschaut. Siehe die beigefügten Links.

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Die Zukunftsmobilisten: Nr. 12 Jürgen Vagt mit Thomas Jarzombek MdB (CDU)

Zulassungsbedingungen autonomes Fahren / Roadmap zum autonomen Auto / Herausforderungen für Autobauer

Thomas Jarzombek ist seit der Wahl 2009 Mitglied des deutschen Bundestages und Koordinator innerhalb des Bundesministeriums Wirtschaft und Energie für Luft – und Raumfahrt. Heute war Thomas Jarzombek zu Gast bei den Zukunftsmobilisten. Wir sprachen über die gegenwärtige Gesetzeslage fürs autonome Autofahren und die Gesetzgebung aus dem Jahr 2018. Der Bund hat im Januar des Jahres 2018 die Stufe 4 des autonomen Autofahrens erlaubt und die Wiener Konvention angepasst, sodass das autonome Autofahren in gewissen Grenzen erlaubt ist. Thomas Jarzombek sieht nun die Hersteller in der Bringschuld und machte auch klar, dass sowohl der deutschen Gesetzgeber als auch der deutsche Konsument und Bürger höhere Sicherheitsanforderungen an das autonome Autofahren stellt, insbesondere wenn man den Vergleich mit den USA zieht. Thomas Jarzombek will diese Erwartungshaltung auch in die kommenden gesetzgeberischen Regelungen umsetzen und erwartet den Beginn des autonomen Fahrens in Lkw-Betrieb. Weil Lkw-Fahrten wenig komplex sind, ist es für das autonome Autofahren im jetzigen Entwicklungsstadium gut geeignet. Ob und wann das autonome Auto das konventionelle Auto ersetzen wird, bleibt für Thomas Jarzombek fraglich. Ein wesentlicher Trieber des autonomen Autos ist die Kostenersparnis und hier besteht die Gefahr, dass die Bürger wieder mehr Autofahren und den ÖPNV weniger nutzen will. Um zu verhindern, dass das autonome Autofahren zu mehr Autofahrten führt, sollten die Preise des ÖPNV angepasst werden. Thomas Jarzombek will Anreize setzen, damit der ÖPNV konkurrenzfähig bleibt.
Die Zukunftsmobilisten:

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Nr. 11 Juergen Vagt mit Alexander Meiritz emmy Elektroroller-Sharing

Free Floating mit Elektrorollern / nachhaltiger Verkehr in Großstädten / Neue Mobilität in Großstädten

Alexander Meiritz hat 2015 emmy mit zwei Partner gegründet und im Winter 2018 sind schon 2000 Elektroroller im Einsatz, die bis zu 150000 Menschen nutzen. Emmy ist ein Freefloatingansatz ähnlich wie bei Cartogo. Gegenwärtig werden vier große Städte in Deutschland bedient und die Nutzer können per App den nächsten emmy – Roller finden und dann buchen. Der Nutzer kann dann seine Fahrt durchführen und dann an einem beliebigen Standort abstellen. Dann wird dieser Roller frei für den nächsten Nutzer. Alexander Meiritz berichtete von den typischen Schwierigkeiten eines Start up Unternehmens, denn das Geschäftsmodell ist mit hohen Investitionen verbunden. Traditionell ist die Anfangsinvestition für Start ups schwierig und diese Probleme hatte auch emmy. Zudem mussten die beteiligten Kommunen von diesem Sharing-Konzept überzeugt werden. Man kann unterstellen und hoffen, dass solche erfolgreiche Sharing-Konzepte die Parkplatznot in den Großstädten lindern könnten und werden. Zudem besteht die Hoffnung, dass dieses Elektroautoroller-Sharing die Anzahl von privaten Rollern in den Großstädten reduzieren. Bislang hat sich emmy noch nicht mit gewerblichen und oder Logistik-Anwendungen beschäftigt, aber strategisch könnten sich emmy in dieses Thema hinein entwickeln. Autonomes Autofahren könnte eine Bedrohung darstellen, weil der Bewegungskilometer günstiger wird. Die Bedrohung ist für Taxi-Unternehmen und Fahrradkuriere größer, aber strategisch könnten die Marktanteile für Elektrorollersharing sinken.

Die Zukunftsmobilisten: Nr.10 Juergen Vagt mit Daniel Rieger (NABU)

Stand der Elektromobilität / Ökologische Potenziale des autonomen Autos / Was muss die Politik tun?

Daniel Rieger verantwortet das Referat Verkehr bei den Umweltverband NABU und wir sprachen über die ökologischen Perspektiven in der Zukunftsmobilität. Leider ging es in ersten Teil des Gespräches erst einmal um die Vergangenheitsbewältigung, denn der Dieselskandal mit den dazugehörigen Fahrverboten. Aber laut Daniel Rieger wird das Angebot an Elektroautos immer besser und so langsam passt das elektromobile Angebot zu den Bedürfnissen des durchschnittlichen Autokäufers. Prognosen über den Markthochlauf wollte aber Daniel Rieger nicht abgeben, aber Daniel Rieger sieht wie viele Experten eine Trennung der Mobilität in Stadt und Land. Denn Großstädter haben schon diverse ökologische Möglichkeiten zur Fortbewegung, wohingegen die Menschen auf dem Land und in der Provinz immer noch auf das fossile Fahrzeug angewiesen sind. Aber anderseits können Autofahrer in einem eigenen Haus oder einer Eigentumswohnung sicher und stabil das Elektroauto aufladen, wohingegen Bewohner in großstädtischen Mietwohnungen nur schwerlich das eigene Elektroauto nutzen können. Für den Umweltschutz ist die effizientere Organisation des Verkehrs laut Daniel Reiger absolut wichtig und daher erhofft Daniel Reiger sich auch viel vom autonomen Autofahren. Autonomes Autofahren ermöglicht eine effiziente Verkehrsgestaltung und überflüssige Fahrten können vermieden werden. Alleine schon die Ersparnis durch sinnvolles Bremsen und verkehrsgerechtes Beschleunigen ist für den Umweltschutz erheblich. Wir hatten einen Dissens über den Erfolg der politischen Steuerung des Bundes, aber laut Daniel Rieger gibt es zu viele unterschiedliche Interessen in den verschiedenen beteiligten Bundesministerium. Eine Person sollte in der Bundesregierung sollte die Verantwortung für die Etablierung der Elektromobilität haben, so eine Institutionalisierung würde die Etablierung beschleunigen. Momentan klemmt der Markthochlauf in vielen Detailfragen und so dröge Themen wie das Eichrecht sind eine Hürde für die Elektromobilität.

https://podcastreihe-die-zukunftsmobilisten.podigee.io/10-die-zukunftsmobilisten-nr10-juergen-vagt-mit-daniel-rieger-nabu

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Die Zukunftsmobilisten: Nr. 9 Jürgen Vagt und Prof. Dr. Andreas Herrmann Uni St. Gallen

Autonomes Fahren in Europa / Wiener Konvention / Potenziale der Fahrassistenzsysteme

Prof. Dr. Andreas Herrmann hat den Lehrstuhl Consumer Insight an der Universität St. Gallen und hat ein Fachbuch über das autonome Auto geschrieben. Prof. Dr. Andreas Herrmann ist habilitierter Betriebswirt und liefert somit zu ersten Mal eine betriebswirtschaftliche Perspektive bei den Zukunftsmobilisten. Natürlich waren die Beraterstudien über das autonome Autofahren im Gespräch ein Thema. Es dominieren sehr hektischen Studien das Feld des autonomen Fahrens und die Durchschnittsbevölkerung wird zu einer Technologie befragt, die die Deutschen noch nicht kennen und erleben können. In der Tendenz wird eine skeptische Haltung bei den Bürgern festgestellt und dieses Kernergebnis muss man relativieren werden. Dann verglichen wir die unterschiedlichen Entwicklungen in den USA und Europa. Gegenwärtig ist der Wettlauf noch nicht entschieden und die deutschen Hersteller sind noch nicht abgeschlagen. Bei den deutschen Herstellern werden wir schon in den nächsten Jahren Fahrzeuge mit dem Automatisierungslevel 4 sehen. Wenn man sich die Fahrassistenzsysteme anschaut, sind die deutschen Autohersteller führend und diese Position wollen die deutschen Hersteller natürlich verteidigen. Dieser Aspekt brachte uns zur Wiener Konvention und in diesem völkerrechtlichen Vertrag werden die gesetzlichen Grundlagen des Straßenverkehrs zwischen 180 Nationen geregelt. Aufgrund dieser gesetzlichen Grundlagen muss der Mensch die letzte Verantwortung haben, allerdings gibt es die ersten Bemühungen diese Wiener Konvention zu lockern.

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Die Zukunftsmobilisten: Nr. 8 Jürgen Vagt mit Dr. Mario Herger

Autonomes Fahren in Kalifornien/ Dilemmasituationen beim autonomen Fahren / Wo steht die deutsche Autoindustrie?

Heute ist Dr. Mario Herger aus Kalifornien zu Gast bei den Zukunftsmobilisten. Am Anfang des Gespräches stellt Dr. Mario Herger seinen Berufsweg vor und seit 5 Jahren berät Dr. Mario Herger Unternehmen, wenn diese Unternehmen und Institutionen die Herangehensweise des Silicon Valleys und dessen Unternehmen lernen und verstehen wollen. Seit gut 10 Jahren sieht Mario Herger die umfangreichen Tests der Softwarekonzerne mit autonomen Autos in Kalifornien. Im Winter 2018 fahren 1000 teil – bzw. voll autonome Fahrzeuge im Testbetrieb in Kalifornien. Waymo als Google-Tochter ist ganz weit vorn in diesem Innovationsfeld und begann schon vor wenigen Wochen seine Testfahrzeuge kostenpflichtig den Kunden anzubieten. Waymo will schon in den nächsten zwei Jahren 62000 Fahrzeuge als automatisierte Fahrzeuge in den Taxibetrieb einfügen und Stand Winter 2018 hat Waymo schon 16 Millionen Kilometer auf realen Straßen getestet. Auch die deutsche Autoindustrie gibt zu, dass Waymo nun führend in diesem Feld ist. Mario Herger verfolgt auch in Kalifornien die deutsche, mediale Diskussion um das autonome Autofahren und finde die Fixierung auf moralischen Dilemmasituationen schwierig. Ich teile die Ansicht und dann haben wir uns mit dem Sicherheitsniveau der autonomen, gegenwärtigen Fahrzeuge beschäftigt. Am Ende des Interviews äußert sich Mario Herger sehr pessimistisch über die Zukunftsaussichten der deutschen, etablierten Autoindustrie.

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Die Zukunftsmobilisten: Nr. 7 Jürgen Vagt mit Jun. Prof. Dr. Stephan Schmidt (Uni Magdeburg)

Autonome Lieferfahrzeuge / autonome Fahrräder / Großstadtverkehr

Heute war der Juniorprofessor Dr. Stephan Schmidt zu Gast bei den Zukunftsmobilisten. Das Institut von Juniorprofessor Dr. Stephan Schmidt heißt autonome Systeme und ist innerhalb der Ingenieurwissenschaften hoch einschlägig für das autonome Fahren. Juniorprofessor Dr. Stephan Schmidt stellt seine Spitzenforschung und insbesondere sein autonomes Lieferfahrrad da.
Juniorprofessor Dr. Stephan Schmidt arbeitet nochmals die Bedeutung von Big Data im autonomen Fahren heraus, aber in der Forschung werden auch noch physikalische Eigenschaften von sich bewegenden Objekten in die Steuerungsroboter eingearbeitet.
Momentan sieht Juniorprofessor Dr. Stephan Schmidt die Industrie in der Bringschuld, denn der deutsche Gesetzgeber hat nun Fahrzeuge mit einem Automatisierungslevel 3 und 4 erlaubt und die Industrie muss jetzt erstmal Fahrzeuge mit so einem so hohen Automatisierungslevel liefern.

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Die Zukunftsmobilisten: Nr. 6 Juergen Vagt mit Franz W. Rother von edison media (Handelsblatt)

Der studierte Politikwissenschaftler und Journalist Franz W. Rother ist heute zu Gast. Nach einer abwechslungsreichen Karriere im Printjournalismus verantwortet er Edison Media. https://edison.handelsblatt.com/?ticket=ST-3093057-Cx5q9mrYfpdKtCJyCSqI-ap5
Edison Media versteht sich als Mobilitätsplattform und der Name Edison bezieht sich auf den amerikanischen Industriellen Thomas Alva Edison https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Alva_Edison. Thomas Alva Edison brachte das elektrische Licht in die Welt und bei Edison von Handelsblatt geht es um die Frage, wie die neue und elektrische Mobilität in die Welt kommt. Man hat sich beim Handelsblatt für einen breiten Fokus entschieden und beleuchtet viele Aspekte der neuen Mobilität von Elektroauto zum Smart Home. Einerseits werden viele Fachmessen für den automobilen Entscheider veranstaltet und andererseits versucht man den Durchschnittsbürger abzuholen, um seine Informationsdefizite zu beseitigen. Man probiert gegenwärtig viele Formate aus. Wir hatten einen Dissens über die unrühmliche Rolle des Autojournalismus in der Aufarbeitung des Dieselskandals. Als ich mich dann in der Medienkritik übte, kam das Interview auf die Rolle der etablierten Medien in der Etablierung des autonomen Autos. Irgendwo ist das autonome Autofahren auch typisch deutsch, in Deutschland wird eine Ethikkommission gegründet und die Amerikaner testen erstmal etwas.

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Die Zukunftsmobilisten: Nr. 5 Juergen Vagt mit Beres Seelbach von ONO Motion

Beres Seelbach berichtet heute über seine Erfahrungen als Start up Unternehmer in der Zukunftsmobilität. Ein Studienaufenthalt in China im Jahr 2006 weckte sein Interesse an Elektromobilität und in den ersten Jahren baute er das Unternehmen Lautlos durch Deutschland auf. Beres Seelbach hat somit sehr lange Erfahrungen mit Unternehmensgründungen in der Zukunftsmobilität. In der zweiten Hälfte der 2000 er Jahre sucht er sein Geschäftsmodell und fand dieses Geschäftsmodell im Vertrieb von elektrische Fahrrädern. Dieses Teilsegment war ein lukrativer Markt in der ersten Hälfte der 2010 er Jahre. Dann kreiste das Gespräch, um die Herausforderung einen elektromobilen Autobauer zu bauen und die Schwierigkeiten dieser Unternehmensgründungen. Abschließend haben wir über Ono geredet, also die aktuelle Gründung von Beres Seelbach. Ein überdachtes, elektrisches Lasterad, welches die letzte Meile in der Paketlogistik übernehmen soll. Mit diesem elektrischen Lastenrad können also Pakete in Großstädten transportiert werden. Wir werden das elektrische Lastenrad schon in ein paar Monaten in der Praxis sehen und damit gibt es eine elektrische Alternative zu den etablierten Transportern.

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Die Zukunftsmobilisten: Nr. 4 Juergen Vagt mit Prof. Dr. Gunter Dueck

Gunter Dueck gibt sich heute die Ehre bei den Zukunftsmobilisten. Der Mathematikprofessor und langjährige Chef-Technologe von IBM hat in den letzten Jahren in seinen diversen Keynotes über das autonome Auto gesprochen. Anfänglich haben wir die sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Vorteile des autonomen Autos herausgearbeitet. Rein logisch betrachtet gibt es keine objektiven Gründe gegen das autonome Fahren, aber die Menschen müssten den ersten Schritt machen und ihre subjektiven Risikovorstellungen überwinden. Gunter Dueck beschäftigt sich in seinen Key Notes häufiger mit der Etablierung von innovativen Technologien und das Muster ist immer ähnlich. Eine neue Technologie wie das autonome Autofahren verspricht Kostenvorteile, aber es gibt immer mehr irrationale Vorbehalte. Die Diskussion in den Medien wird immer noch auf moralische Dilemmasituationen verengt. Es ist klarzustellen, dass in Ausnahmesituationen das autonome Auto überfordert sein wird, sodass es auch zu tödlichen Unfällen kommen wird. Aber man darf dabei nicht die 3500 Verkehrstote im gegenwärtigen Verkehr vergessen.

Diese freie Version des Interviews umfasst 25 Minuten und unter https://www.digistore24.com/product/255084 können Sie das vollständige Interview mit 55 Minuten gegen 2,38 € brutto und 2 € netto erwerben.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 3 Juergen Vagt mit Tina Zierul von Chargepoint

Heute darf ich Tina Zierul von Chargepoint bei den Zukunftsmobilisten begrüßen. Gegenwärtig ist Tina Zierul im Public-Policy Bereich von Chargepoint tätig. Allerdings hat Tina Zierul schon sehr lange Erfahrungen in der modernen Elektromobilität, denn Sie ist, seid 2011 schon auf der Konzernseite in Sachen Elektromobilität tätig. Schon bei E.ON beschäftigte sich Tina Zierul mit der Ladeinfrastruktur und deswegen kreist das Gespräch auch um die Ladeinfrastruktur. Wir arbeiteten die Fortschritte des Ausbaus der Ladeinfrastruktur heraus, aber es wurden auch die Defizite herausgestellt. Die Mietwohnungen, die vor 1990 gebaut worden sind, bleiben problematisch. Aber die Ladeinfrastruktur auf Autobahnen und Bundesstraßen macht große Fortschritte. Chargepoint konzentriert sich auf gewerbliche Kunden also Supermärkte und Parkhäuser und daher haben wir abschließend die konkreten Herausforderungen dieser Kunden bei dem Aufbau der Ladeinfrastruktur herausgearbeitet.

Diese freie Version des Interviews umfasst 25 Minuten und unter https://www.digistore24.com/product/255097 können Sie das vollständige Interview mit 75 Minuten gegen 2,38 € brutto und 2 € netto erwerben.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 2 Juergen Vagt mit Christoph Neye (Motion.Lab Berlin)

Heute trifft die Zukunftsmobilität auf die Zukunftsproduktion, denn Christoph Neye vom Motion Lab in Berlin gibt sich die Ehre bei den Zukunftsmobilisten. Der studierte Kommunikationswissenschaftler gründete einen Makerspace in Berlin und beim Motion Lab legt man den Schwerpunkt auf die Zukunftsmobilität. Von modernen Lieferfahrzeuge bis zu Lastdrohnen schraubt man im Motion Lab und erstellt so Prototypen für die Zukunftsmobilität. Wie üblich bei Makerspacen und Fab Labs werden CNC-Fräsen, Lasercutter und 3D-Drucker kollektiv genutzt und so wird die Prototypenerstellung weitaus günstiger. Das Konzept von kollektiv genutzten Werkstätten ist schon alt, aber durch das erste Fab Lab am MiTi im Jahre 2002 hat dieses Feld eine massive Dynamik erhalten. Heute im Jahr 2018 gibt es schon 3000 Fab Labs weltweit und 70 in Deutschland. Zudem kann sich innerhalb dieser Branche oder Szene über Onlineplattformen vernetzen. Mit diesen Zutaten ist eine weltweite Innovationsbewegung entstanden, die Innovationen als physische Produkte umsetzt. Man kann eben ohne hohe Fixkosten und die entsprechende Kapitalbindung Prototypen und Kleinserien erzeugen und auf den Markt bringen. Wenn eine Serienfertigung geplant ist, kann diese Serienfertigung ein Dienstleister übernehmen. Natürlich gibt es auch schon mehrere Makerspace in China.

Prototypen in der Zukunftsmobilität

Das Motion Lab ist eben Bestandteil die Innovationsszene und man will mittels Communityarbeit einen Schwerpunkt auf die Zukunftsmobilität legen. Man veranstaltet auch Podiumsdiskussion und betreibt Netzwerkarbeit, um die Gründer und Start ups inhaltlich zu vernetzen. In dieser Innovationsszene arbeitet auch niemand mehr an Verbrennerantrieben, sondern die elektromobilen Antriebe sind der Standard und strategisch wird das autonome Fahren mitgedacht. Die elektrisch angetriebenen Lieferfahrzeuge können, wenn es der Gesetzgeber zulässt, mit autonomen Fahrmodulen ausgerüstet werden. Man geht auch in die Luft, so wird im Motion Lab auch an selbststeuernden Lastendrohnen gebaut. Diese Konzepte sind noch wilde Zukunftsmusik, aber noch im Jahr 2018 werden elektrisch angetriebene Lieferfahrzeuge aus dem Motion Lab in Berlin und anderen Großstädten erprobt.

Diese freie Version des Interviews umfasst 25 Minuten und unter https://www.digistore24.com/product/255095 können Sie das vollständige Interview mit 75 Minuten gegen 2,38 € brutto und 2 € netto erwerben.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 1 Juergen Vagt mit Harald M. Depta ( emobicon Die eMobil Berater)

1 zu 1 Interviews von Jürgen Vagt mit den Akteuren der Zukunftsmobilität.

Heute wird es bei den Zukunftsmobilisten praktisch, denn Harald M. Depta von
emobicon berichtet aus der Praxis der (elektromobilen) Autohandels und der elektrischen Fuhrparkumstellung. So einfach, wie es uns einige Medien und die Hersteller darstellen, ist die Umstellung auf das elektrische Fahren nicht. Grundsätzlich haben Autohäuser nicht das Interesse elektrische Modelle zu verkaufen, Autohäuser verdienen auch nichts an den Zusatzleistungen um das Elektroauto. Eine komplette Lösung aus Autokauf und Installation der Ladesäule mit der Beantragung der Fördergelder gibt es nicht. Viele interessierte Autokäufer sind mit einem Informationswirrwarr aus verschiedenen Handwerkern und Anbietern konfrontiert. Und alle Beteiligte haben unterschiedliches Wissen. Die Fahrzeuge sind heute durchweg vergleichbar mit den konventionellen Verbrennern, aber der Alltag ist schwierig. Das ganze Problem wird noch größer, wenn es um Fuhrparks geht.

Diese freie Version des Interviews umfasst 25 Minuten und unter https://www.digistore24.com/product/254920 können Sie das vollständige Interview mit 75 Minuten gegen 2,38 € brutto und 2 € netto erwerben.

Betreiber und Kontakt:
Jürgen Vagt

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04533 1780
23858 Reinfeld

E-Mail-Adresse: Juergen.Vagt@elektroautovergleich.org

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