Von Jürgen Vagt
Der zweite Etron bei den SUVs von Audi kommt auf den Markt und ist eine imposante Erscheinung. Der 2,5 Tonnen SUV soll mit seiner Batterieleistung von 17,3 kWh 56 Kilometer rein elektrisch fahren können. Laut Herstellerangaben entspräche das einem Verbrauch vom 1,7 Litern und einem CO2 Ausstoß vom 46 g CO2. Ob diese Angabe einer Realitätsprüfung standhalten würde und seriös erhoben wurde, kann ich an dieser Stelle nicht beurteilen.
Der Hybrid mit seinen vermeintlich brillanten Verbrauchs – und CO2 Werten soll das Umweltzerstörerimage der SUV- Klasse entgegen wirken.
Unabhängig von der Zuverlässigkeit der Volkswagenangaben, muss man auch einschränken, dass bei Hybriden für die elektrisch gefahrene Kilometer null Gramm CO2 in die Messwerte einfließen. Mit der Begründung, dass am Rad kein CO2 entsteht, sondern nur am Kraftwerk. Das ist natürlich ein ziemliche Privilegierung für Hybride und man muss auch anmerken, dass die Hybrideinheit alleine 358 Kilogramm wiegt. Eigentlich ist das Fahrzeug 350 Kilogramm leichter als die erste Version, obschon viele neue Zusatzaggregate verbaut worden. Als Hybrid ist nun wieder 8 mehr als die 15 Jahre alte erste Version.
Aufpreis für Hybrid nicht gerechtfertigt
20000 € kostet der Audi Hybrid etron mehr als der Einstiegsdiesel, also 80500 € gegenüber 60000 € für den Einstiegsdiesel. Da muss man kein Rechenkünstler sein, um zu ermitteln das ein Autoleben nicht reicht um den Mehrpreis durch die Kraftstoffersparnis zu erwirtschaften. Die Elektromobilitätsstrategie von Audi ist leider etwas halbherzig, das merkt man leider auch daran das bislang ein überzeugendes voll elektrisches Auto im Angebot von Audi fehlt. Die Aussage gilt nicht für den gesamten Volkswagenkonzern, denn das Angebot der Hauptmarke Volkswagen ist deutlich breiter gefächert. Positiv ist aber, dass Audi eine Kooperation mit Lichtblick anbietet, so dass der Kunde zu Hause mit Ökostrom seinen Q7 aufladen kann.
Der Q7 Hybrid und seine Konkurrenz
Der Q7 ist der Klasse der Luxus Suvs sehr erfolgreich, aber es gibt auch bereits Konkurrenz durch BMW mit der Hybridversion des X5, dem Mercedes GL 500 und auch Porsche mit der Hybridversion des Cayenne. Volvo wird auch ein Fahrzeug im Segment der Luxussuvs anbieten.